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Ex-Zone, Korrosion und Dauerbetrieb: Schmierstoffgeber für die Raffinerie

In der Raffinerie laufen Pumpen, Motoren und Lüfter rund um die Uhr — oft in explosionsgefährdeten Bereichen, an schwer erreichbaren Stellen und unter aggressiven Medien. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager zuverlässig, ohne dass jemand in die Ex-Zone steigen muss.

Betrieb: 24/7 Dauerbetrieb
Ex-Zonen: Zone 0–2 / 20–22
Schmierstellen: 100–800+ je Anlage
Hauptproblem: Ex-Schutz & Korrosion
Automatische Schmierung an einer Prozesspumpe in einer Raffinerie – Rohrleitungen und Kolonnen
Zone 1
ATEX-Schutz an vielen Schmierstellen
24/7
Dauerbetrieb ohne Stillstand
400 +
Typische Schmierstellen je Anlage
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

In der Raffinerie sind die meisten Schmierstellen unkritisch im Fett, aber kritisch im Umfeld: Viele Lager an Prozesspumpen, Elektromotoren, Verdichtern und Fin-Fan-Lüftern liegen in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Zonen), hoch oben oder schwer zugänglich. Manuelles Schmieren ist dort aufwendig und unfallträchtig. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung versorgen jedes Lager kontinuierlich — gasbetrieben für Zone 0/20, elektromechanisch mit Ex-Zulassung für Zone 1/21. Für Pumpen- und Motorlager eignet sich meist ein EP-Fett der NLGI-Klasse 2; vor der Montage immer die Zone der Schmierstelle festlegen.

⚠️

Herausforderungen in der Raffinerie

Was die Schmierung in der Petrochemie täglich erschwert
Kritisch
⚠️

Explosionsgefährdete Bereiche

Viele Schmierstellen liegen in ATEX-Zonen. Dort dürfen nur zugelassene Geber arbeiten — ein falsches Gerät kann zur Zündquelle werden.

🦺

Hohes Arbeitssicherheitsrisiko

Schmieren von Hand bedeutet oft Arbeit auf Gerüsten, an heißen Leitungen oder im Ex-Bereich. Jeder vermiedene Gang dorthin senkt das Unfallrisiko.

🧪

Korrosion & aggressive Medien

Schwefelverbindungen, Säuren und Lösemittel greifen Schmierfilm und Lager an. Das Fett muss korrosionsschützend sein und laufend erneuert werden.

🌡️

Starke Temperaturschwankungen

Von kalten Außenanlagen bis zu heißen Prozessleitungen reicht die Spanne. Das Fett muss über den ganzen Bereich tragfähig bleiben.

📳

Starke Vibrationen

Pumpen und Verdichter erzeugen Dauervibration. Sie löst Fett aus dem Lager und kann fest montierte Geber beschädigen.

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Schwer zugängliche Stellen

Fin-Fan-Lüfter auf Wärmetauschern und Lager auf hohen Anlagengerüsten sind kaum erreichbar — manuelle Schmierung wird leicht vergessen.

In der Raffinerie ist nicht das Fett das Hauptproblem, sondern der Zugang und der Ex-Schutz. Eine Schmierstelle in Zone 1, zwölf Meter über dem Boden, wird selten zuverlässig von Hand versorgt. Ein zugelassener Schmierstoffgeber übernimmt das automatisch, hält den Schmierfilm stabil und hält die Instandhalter aus dem Gefahrbereich heraus.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung petrochemischer Anlagen
ATEX-Schmierstoffgeber am Elektromotor einer Pumpe in der Ex-Zone einer Raffinerie
⚙️

Schmierstellen nach Prozessbereich in der Raffinerie

Pumpstationen & Entladung · Raffinierung · Luftgekühlte Wärmetauscher
01 · Pumpstationen & Entladung

Pumpen & Transport

Prozesspumpen Lager der Kreiselpumpen, oft in Ex-Zone, im Dauerbetrieb
Antriebs-Elektromotoren A- und B-seitige Motorlager unter Vibration und Last
Kraftstoff- & Förderpumpen Be- und Entladung von Tanks und Kesselwagen
Fördertechnik Lager an Bandanlagen und Verladeeinrichtungen
02 · Raffinierung

Verdichter, Reaktoren & Kolonnen

Verdichter & Kompressoren Lager unter hoher Drehzahl und Temperatur, meist Ex-Bereich
Rührwerke an Reaktoren Antriebs- und Wellenlager bei aggressiven Medien
Prozesspumpen-Antriebe Elektromotoren und Kraftstoffpumpen der Kolonnen
Armaturen-Stellantriebe Spindeln und Lager an Schiebern und Ventilen
03 · Luftgekühlte Wärmetauscher

Fin-Fan-Lüfter & Kühlung

Fin-Fan-Lüfterlager Hoch montiert, schwer zugänglich, Dauerbetrieb
Lüfter-Elektromotoren Antriebslager im Freien, Temperaturschwankungen
Kühlwasserpumpen Lager unter Feuchtigkeit und Dauerlast
Getriebe der Lüfter Untersetzungsgetriebe mit Wechsellast
Schematische Darstellung der Schmierstellen in einer Raffinerie: Pumpstationen, Raffinierung und Wärmetauscher
📋

Schmierstellen-Matrix Raffinerie

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Prozesspumpe in Ex-Zone
Lager der Kreiselpumpe, Gas-Zone 1
Pumpstationen ATEX Zone 1Vibration24/7 A — Kritisch EP-Fett NLGI 2, korrosionsschützend
ATEX-zugelassener Geber, indirekt via Schlauch
Antriebs-Elektromotor
A-/B-seitiges Motorlager in Ex-Zone
Pumpstationen ATEXDrehzahlVibration A — Kritisch Motorenlagerfett NLGI 2, Polyharnstoff/synthetisch
Ex-zugelassener Einzelpunktgeber, Kleinstmengen
Verdichter / Kompressor
Lager unter hoher Drehzahl
Raffinierung ATEXHochdrehzahlTemperatur A — Kritisch Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Ex-zugelassen, Überschmierung vermeiden
Kraftstoff- / Förderpumpe
Pumpenlager Be- und Entladung
Entladung ATEXAggressive Medien A — Kritisch EP-Fett NLGI 2, medienbeständig
Zugelassener Geber, regelmäßige Sichtkontrolle
Fin-Fan-Lüfterlager
Lüfter luftgekühlter Wärmetauscher
Wärmetauscher Schwer zugänglichAußenluft B — Mittel EP-Fett NLGI 2, breiter Temperaturbereich
Indirekte Montage, Geber gut erreichbar absetzen
Lüfter-Elektromotor
Antriebsmotor am Wärmetauscher
Wärmetauscher AußenbetriebTemperaturwechsel B — Mittel Motorenlagerfett NLGI 2, synthetisch
Einzelpunktgeber, Laufzeit nach Drehzahl
Rührwerk am Reaktor
Antriebs- und Wellenlager
Raffinierung Aggressive MedienLangsamdrehend B — Mittel EP-Fett NLGI 2, korrosionsschützend
Direkte oder indirekte Montage je nach Zone
Kühlwasserpumpe
Lager unter Dauerlast und Feuchte
Wärmetauscher Feuchtigkeit24/7 B — Mittel Wasserbeständiges EP-Fett NLGI 2
Einzelpunktgeber, direkt am Lager
Lüfter-Getriebe
Untersetzungsgetriebe Fin Fan
Wärmetauscher Wechsellast B — Mittel Getriebefett/-öl nach Herstellervorgabe
Füllstand und Intervall regelmäßig prüfen
Fördertechnik Verladung
Lager an Band- und Verladeanlagen
Entladung AußenbetriebStaub C — Standard EP-Universalfett NLGI 2, wasserbeständig
Einzelpunktgeber an schwer erreichbaren Lagern
Armaturen-Stellantrieb
Spindeln und Lager an Schiebern
Raffinierung Seltener BetriebKorrosion C — Standard Spindel-/Gleitfett NLGI 2, korrosionsschützend
Manuelle Schmierung oft ausreichend
Allg. Elektromotoren
Hilfsantriebe außerhalb der Ex-Zone
Gesamte Anlage DrehzahlVibration C — Standard Motorenlagerfett NLGI 2–3, Polyharnstoff
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone in der Raffinerie

Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Petrochemie
Zone A — Ex-Bereich

EP-Fett NLGI 2 (ATEX-Geber)

Für Pumpen & Motoren in der Ex-Zone
BasisMineralöl / synthetisch
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
Zone B — Korrosion & Temperatur

Synthetisch korrosionsfest

Für Verdichter & Reaktor-Rührwerke
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerPolyharnstoff
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +160 °C
Zone C — Standard & Hochdrehzahl

Mehrzweck NLGI 2

Für Lüfter, Fördertechnik & Hilfsantriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +140 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert, zeigt die zugehörige Anwendungsseite.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

🔍

Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
🔧

Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante in der Raffinerie sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei gut zugänglichen Lagern mit geringer Vibration
  • Für Hilfsantriebe und Aggregate außerhalb der Ex-Zone
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – RaffinerieDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Ex-Zone · Geber an sichere StelleRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Raffinerie. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

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1

perma FLEX PLUS

Gasbetrieben mit Boost-Funktion, IP 68 und Ex – schnelle Erstversorgung in rauen Bereichen.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

perma CLASSIC

Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.

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1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung in der Raffinerie

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Für Ex-Zonen braucht es Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung. Gasbetriebene Geber sind für Gas-Zone 0 und Staub-Zone 20 zugelassen, elektromechanische Geber mit Ex-Zulassung für Zone 1 und 21. Wichtig ist, vor der Installation die Zone der Schmierstelle nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU festzulegen. Geber mit Fernüberwachung lassen sich oft in Zone 2 und 22 einsetzen und melden den Status per App oder Gateway.
In Pumpstationen liegen die kritischen Schmierstellen an den Lagern der Prozess- und Kraftstoffpumpen sowie an den A- und B-seitigen Lagern der Antriebs-Elektromotoren. Diese laufen oft im Dauerbetrieb, sind Vibrationen ausgesetzt und stehen häufig in einer Ex-Zone. Empfohlen wird ein EP-Fett der NLGI-Klasse 2, das über ATEX-zugelassene Schmierstoffgeber kontinuierlich nachgeführt wird, damit keine Schmierstelle vergessen wird.
Die Lüfter (Fin Fan) luftgekühlter Wärmetauscher sitzen oft hoch oben und schwer zugänglich auf den Anlagen. Manuelles Schmieren ist dort aufwendig und unfallträchtig. Hier eignen sich automatische Schmierstoffgeber, die per Schlauch indirekt an einer gut erreichbaren Stelle montiert werden und das Lüfterlager kontinuierlich versorgen. So entfällt der riskante Aufstieg, und das Lager bekommt gleichmäßig die richtige Fettmenge.
Für Motorlager in Ex-Bereichen einer Raffinerie eignet sich ein hochwertiges Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 auf Basis eines synthetischen Grundöls, oft mit Polyharnstoff-Verdicker für hohe Drehzahlen und Temperaturen. Wichtiger als die Ex-Eignung des Fettes selbst ist der zugelassene Schmierstoffgeber. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Motorenherstellers.
Ja. Für Gas-Zone 1 gibt es Schmierstoffgeber mit entsprechender ATEX-Zulassung — sowohl gasbetriebene als auch elektromechanische Modelle mit Ex-Zertifizierung. Vor dem Einsatz muss die Zone durch eine befähigte Person festgelegt sein. Geber ohne passende Zulassung dürfen in Zone 1 nicht verwendet werden, da sie eine Zündquelle darstellen können. Im Zweifel immer das Zulassungsdokument des Gebers gegen die ermittelte Zone prüfen.
Das Nachschmierintervall hängt von Drehzahl, Lagergröße und Temperatur ab und wird nach Herstellerformel oder mit einem Online-Rechner bestimmt. Bei vielen Prozesspumpen liegt es im Bereich von Wochen bis wenigen Monaten. Mit einem automatischen Schmierstoffgeber wird diese Menge kontinuierlich in kleinen Portionen abgegeben statt in seltenen großen Stößen. Das hält den Schmierfilm stabil und vermeidet Über- und Unterschmierung.
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