Ex-Zone, Korrosion und Dauerbetrieb: Schmierstoffgeber für die Raffinerie
In der Raffinerie laufen Pumpen, Motoren und Lüfter rund um die Uhr — oft in explosionsgefährdeten Bereichen, an schwer erreichbaren Stellen und unter aggressiven Medien. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager zuverlässig, ohne dass jemand in die Ex-Zone steigen muss.
In der Raffinerie sind die meisten Schmierstellen unkritisch im Fett, aber kritisch im Umfeld: Viele Lager an Prozesspumpen, Elektromotoren, Verdichtern und Fin-Fan-Lüftern liegen in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX-Zonen), hoch oben oder schwer zugänglich. Manuelles Schmieren ist dort aufwendig und unfallträchtig. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung versorgen jedes Lager kontinuierlich — gasbetrieben für Zone 0/20, elektromechanisch mit Ex-Zulassung für Zone 1/21. Für Pumpen- und Motorlager eignet sich meist ein EP-Fett der NLGI-Klasse 2; vor der Montage immer die Zone der Schmierstelle festlegen.
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Herausforderungen in der Raffinerie
Was die Schmierung in der Petrochemie täglich erschwert
Kritisch
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Explosionsgefährdete Bereiche
Viele Schmierstellen liegen in ATEX-Zonen. Dort dürfen nur zugelassene Geber arbeiten — ein falsches Gerät kann zur Zündquelle werden.
🦺
Hohes Arbeitssicherheitsrisiko
Schmieren von Hand bedeutet oft Arbeit auf Gerüsten, an heißen Leitungen oder im Ex-Bereich. Jeder vermiedene Gang dorthin senkt das Unfallrisiko.
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Korrosion & aggressive Medien
Schwefelverbindungen, Säuren und Lösemittel greifen Schmierfilm und Lager an. Das Fett muss korrosionsschützend sein und laufend erneuert werden.
🌡️
Starke Temperaturschwankungen
Von kalten Außenanlagen bis zu heißen Prozessleitungen reicht die Spanne. Das Fett muss über den ganzen Bereich tragfähig bleiben.
📳
Starke Vibrationen
Pumpen und Verdichter erzeugen Dauervibration. Sie löst Fett aus dem Lager und kann fest montierte Geber beschädigen.
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Schwer zugängliche Stellen
Fin-Fan-Lüfter auf Wärmetauschern und Lager auf hohen Anlagengerüsten sind kaum erreichbar — manuelle Schmierung wird leicht vergessen.
In der Raffinerie ist nicht das Fett das Hauptproblem, sondern der Zugang und der Ex-Schutz. Eine Schmierstelle in Zone 1, zwölf Meter über dem Boden, wird selten zuverlässig von Hand versorgt. Ein zugelassener Schmierstoffgeber übernimmt das automatisch, hält den Schmierfilm stabil und hält die Instandhalter aus dem Gefahrbereich heraus.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung petrochemischer Anlagen
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Schmierstellen nach Prozessbereich in der Raffinerie
Lüfter-Elektromotor Antriebsmotor am Wärmetauscher
Wärmetauscher
AußenbetriebTemperaturwechsel
B — Mittel
Motorenlagerfett NLGI 2, synthetisch Einzelpunktgeber, Laufzeit nach Drehzahl
Rührwerk am Reaktor Antriebs- und Wellenlager
Raffinierung
Aggressive MedienLangsamdrehend
B — Mittel
EP-Fett NLGI 2, korrosionsschützend Direkte oder indirekte Montage je nach Zone
Kühlwasserpumpe Lager unter Dauerlast und Feuchte
Wärmetauscher
Feuchtigkeit24/7
B — Mittel
Wasserbeständiges EP-Fett NLGI 2 Einzelpunktgeber, direkt am Lager
Lüfter-Getriebe Untersetzungsgetriebe Fin Fan
Wärmetauscher
Wechsellast
B — Mittel
Getriebefett/-öl nach Herstellervorgabe Füllstand und Intervall regelmäßig prüfen
Fördertechnik Verladung Lager an Band- und Verladeanlagen
Entladung
AußenbetriebStaub
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2, wasserbeständig Einzelpunktgeber an schwer erreichbaren Lagern
Armaturen-Stellantrieb Spindeln und Lager an Schiebern
Raffinierung
Seltener BetriebKorrosion
C — Standard
Spindel-/Gleitfett NLGI 2, korrosionsschützend Manuelle Schmierung oft ausreichend
Allg. Elektromotoren Hilfsantriebe außerhalb der Ex-Zone
Gesamte Anlage
DrehzahlVibration
C — Standard
Motorenlagerfett NLGI 2–3, Polyharnstoff Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone in der Raffinerie
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Petrochemie
Zone A — Ex-Bereich
EP-Fett NLGI 2 (ATEX-Geber)
Für Pumpen & Motoren in der Ex-Zone
BasisMineralöl / synthetisch
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
Zone B — Korrosion & Temperatur
Synthetisch korrosionsfest
Für Verdichter & Reaktor-Rührwerke
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerPolyharnstoff
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +160 °C
Zone C — Standard & Hochdrehzahl
Mehrzweck NLGI 2
Für Lüfter, Fördertechnik & Hilfsantriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +140 °C
⚠️ Ex-Zulassung und Fettverträglichkeit beachten
In der Ex-Zone zählt zuerst die ATEX-Zulassung des Gebers, dann das Fett. Beides muss zur ermittelten Zone passen. Bei einem Fettwechsel die Verträglichkeit prüfen: Mischungen aus Polyharnstoff und Seifenfetten können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert, zeigt die zugehörige Anwendungsseite.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante in der Raffinerie sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen Lagern mit geringer Vibration
Für Hilfsantriebe und Aggregate außerhalb der Ex-Zone
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Raffinerien
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt außerhalb von Gefahrbereich und Vibration
Ideal für Fin-Fan-Lüfter und hoch montierte Lager (Schlauch bis 5 m)
Entkoppelt den Geber von starken Pumpen-Vibrationen
Wartung ohne Aufstieg ins Gerüst oder in die Ex-Zone
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ ATEX-Pflicht in Ex-Zonen
In explosionsgefährdeten Bereichen dürfen ausschließlich Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung eingesetzt werden. Die Zone (Gas 0/1/2, Staub 20/21/22) muss durch eine befähigte Person nach Richtlinie 2014/34/EU festgelegt sein. Nicht zugelassene Geber sind eine mögliche Zündquelle und dürfen dort nicht montiert werden.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Raffinerie. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
perma FLEX
Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung in der Raffinerie
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Für Ex-Zonen braucht es Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung. Gasbetriebene Geber sind für Gas-Zone 0 und Staub-Zone 20 zugelassen, elektromechanische Geber mit Ex-Zulassung für Zone 1 und 21. Wichtig ist, vor der Installation die Zone der Schmierstelle nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU festzulegen. Geber mit Fernüberwachung lassen sich oft in Zone 2 und 22 einsetzen und melden den Status per App oder Gateway.
In Pumpstationen liegen die kritischen Schmierstellen an den Lagern der Prozess- und Kraftstoffpumpen sowie an den A- und B-seitigen Lagern der Antriebs-Elektromotoren. Diese laufen oft im Dauerbetrieb, sind Vibrationen ausgesetzt und stehen häufig in einer Ex-Zone. Empfohlen wird ein EP-Fett der NLGI-Klasse 2, das über ATEX-zugelassene Schmierstoffgeber kontinuierlich nachgeführt wird, damit keine Schmierstelle vergessen wird.
Die Lüfter (Fin Fan) luftgekühlter Wärmetauscher sitzen oft hoch oben und schwer zugänglich auf den Anlagen. Manuelles Schmieren ist dort aufwendig und unfallträchtig. Hier eignen sich automatische Schmierstoffgeber, die per Schlauch indirekt an einer gut erreichbaren Stelle montiert werden und das Lüfterlager kontinuierlich versorgen. So entfällt der riskante Aufstieg, und das Lager bekommt gleichmäßig die richtige Fettmenge.
Für Motorlager in Ex-Bereichen einer Raffinerie eignet sich ein hochwertiges Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 auf Basis eines synthetischen Grundöls, oft mit Polyharnstoff-Verdicker für hohe Drehzahlen und Temperaturen. Wichtiger als die Ex-Eignung des Fettes selbst ist der zugelassene Schmierstoffgeber. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Motorenherstellers.
Ja. Für Gas-Zone 1 gibt es Schmierstoffgeber mit entsprechender ATEX-Zulassung — sowohl gasbetriebene als auch elektromechanische Modelle mit Ex-Zertifizierung. Vor dem Einsatz muss die Zone durch eine befähigte Person festgelegt sein. Geber ohne passende Zulassung dürfen in Zone 1 nicht verwendet werden, da sie eine Zündquelle darstellen können. Im Zweifel immer das Zulassungsdokument des Gebers gegen die ermittelte Zone prüfen.
Das Nachschmierintervall hängt von Drehzahl, Lagergröße und Temperatur ab und wird nach Herstellerformel oder mit einem Online-Rechner bestimmt. Bei vielen Prozesspumpen liegt es im Bereich von Wochen bis wenigen Monaten. Mit einem automatischen Schmierstoffgeber wird diese Menge kontinuierlich in kleinen Portionen abgegeben statt in seltenen großen Stößen. Das hält den Schmierfilm stabil und vermeidet Über- und Unterschmierung.
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