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Sauber schmieren ohne Kontamination: Schmierstoffgeber für die Pharmaindustrie

In der Pharmaproduktion zählt jede Spur. Lager an Tablettenpressen, Abfülllinien und Reinraumtechnik müssen zuverlässig laufen, ohne dass Fett ins Produkt gelangt. Automatische Schmierstoffgeber mit H1-registriertem Fett dosieren kleine, exakte Mengen — sauber, dokumentierbar und GMP-gerecht.

Betrieb: Reinraum / GMP
Schmierstoff: H1-registriert
Lagertemperatur: 0 bis +120 °C
Hauptproblem: Hygiene & Washdown
Automatische Schmierung an einer Abfülllinie im Reinraum der Pharmaindustrie
H1
Registriertes Fett im Produktbereich
+120 °C
Lagertemperatur an Trocknern
100 +
Typische Schmierstellen je Werk
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

In der Pharmaindustrie muss Schmierung vor allem eines sein: sauber. Lager an Tablettenpressen, Abfüll- und Verpackungslinien, Mischern, Granulatoren und der Reinraumtechnik laufen nah am Produkt und werden häufig nass gereinigt (Washdown). Wo Fett ins Produkt gelangen könnte, ist ein H1-registriertes Fett Pflicht. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber geben kleine, exakt dosierte Mengen ab, vermeiden Fettaustritt und lassen sich pro Stelle dokumentieren. Schwer zugängliche Lager versorgt man indirekt über eine Leitung, sodass der Geber außerhalb des kritischen Bereichs sitzt. Empfohlen sind H1-Fette der NLGI-Klasse 1 bis 2 auf synthetischer Basis; Pumpen- und Motorenlager brauchen meist ein leichtflüssiges H1-Fett.

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Herausforderungen in der Pharmaindustrie

Warum Schmierung in der Pharmaproduktion so anspruchsvoll ist
Kritisch
🧼

Hygiene & Reinraum

Im Reinraum darf kein Fett unkontrolliert austreten. Schon kleine Spuren können eine Charge gefährden. Schmierung muss sauber, dosiert und gut zu reinigen sein.

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H1-Fett im Produktbereich

Überall, wo Fett ins Produkt gelangen könnte, ist ein H1-registriertes Fett vorgeschrieben. Normales Maschinenfett ist dort nicht erlaubt.

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Washdown & Reinigungsmittel

Anlagen werden oft nass und mit aggressiven Mitteln gereinigt. Das Wasser wäscht das Fett aus dem Lager — und greift einfache Gehäuse an.

🌫️

Pulver- & Tablettenstaub

Bei Tablettenpressen, Mischern und Granulatoren entsteht feiner Staub. Dringt er ins Lager, wirkt er wie Schmirgel und das Fett verklebt.

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GMP & Dokumentation

Jeder Schritt muss nachvollziehbar sein. Auch die Schmierung gehört dokumentiert: womit, wie viel und wann geschmiert wurde.

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Wenige Eingriffe erlaubt

Jeder manuelle Eingriff bringt eine Person in den sauberen Bereich und kostet Stillstand. Die Zahl der Wartungseingriffe muss klein bleiben.

In der Pharmaindustrie ist nicht die Hitze das Hauptproblem, sondern die Sauberkeit. Zu viel Fett verschmutzt das Produkt, zu wenig führt zum Lagerschaden — beides ist teuer. Automatische Schmierstoffgeber mit H1-Fett lösen den Zielkonflikt: Sie geben immer dieselbe kleine Menge ab, müssen nur selten gewechselt werden und lassen sich pro Schmierstelle dokumentieren.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Pharma- und Reinraumanlagen
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle in der Pharmaindustrie
⚙️

Schmierstellen nach Prozessbereich in der Pharmaindustrie

Anlieferung & Aufbereitung · Verarbeitung · Abfüllung & Verpackung
01 · Anlieferung & Aufbereitung

Transport, Trocknung & Wiegen

Förderschnecken Lager an Schnecken für Pulver und Rohstoffe — Staub und Dichtungsdruck
Förderbänder Umlenk- und Antriebslager beim Transport in den Prozess
Warmluftgebläse Lüfter- und Motorlager an Trocknern, leicht erhöhte Temperatur
Prozesspumpen Pumpen- und Elektromotorlager für Flüssigkeiten und Lösemittel
02 · Verarbeitung

Mischen, Granulieren & Pressen

Chargenmischer Antriebslager am Mischwerk, Schwerlast und Pulverstaub
Tablettenpresse Rundläufer-, Walzen- und Stempelführungen nah am Produkt
Granulator / Trockner Lager an Wirbelschicht und Trommeln, Resthitze und Staub
Zentrifugen Hochdrehzahl-Lager zum Trennen, Vibration und Reinigung
03 · Abfüllung & Verpackung

Abfüllen, Kapseln & Verpacken

Abfüll- & Verschließanlage Lager und Kurvenführungen direkt im Reinraum, Produktnähe
Kapsel- & Blistermaschine Antriebs- und Führungslager bei hoher Taktzahl
Palettierer Lager an Robotern und Förderern am Linienende
Kettenförderer Ketten und Kettenräder beim Transport zum Versand
Schematische Darstellung der Schmierstellen in der Pharmaindustrie: Aufbereitung, Verarbeitung und Verpackung
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Schmierstellen-Matrix Pharmaindustrie

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Tablettenpresse — Rundläufer
Lager am drehenden Pressenkopf
Verarbeitung ProduktnähePulverstaubWashdown A — Kritisch H1-Fett NLGI 2, synthetisch, staubresistent
Kleiner Geber, exakt dosiert, geschlossen
Abfüll- & Verschließanlage
Lager und Kurvenführungen im Reinraum
Abfüllung ReinraumProduktnäheHohe Taktzahl A — Kritisch H1-Fett NLGI 1–2, geruchs- und geschmacksneutral
Einzelpunkt-Geber, indirekt aus reiner Zone
Kapsel- & Blistermaschine
Antriebs- und Führungslager
Verpackung Hohe TaktzahlProduktnähe A — Kritisch H1-Fett NLGI 1–2, schnelllauftauglich
Kleinstmengen, Überschmierung vermeiden
Chargenmischer-Antrieb
Lager am Mischwerk
Verarbeitung SchwerlastPulverstaubLangsamdrehend A — Kritisch H1-Hochlastfett NLGI 2, mit Festschmierstoff
Indirekt montiert, kurzes Intervall
Zentrifugen-Lager
Hochdrehzahl-Lager zum Trennen
Verarbeitung HochdrehzahlVibration B — Mittel H1-Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Geber an kühler Stelle
Granulator / Wirbelschicht
Lager an Trommel und Antrieb
Verarbeitung ResthitzePulverstaub B — Mittel H1-Fett NLGI 2, temperaturstabil
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 3–6 Monate
Prozesspumpen
Pumpen- und Motorlager
Aufbereitung DauerlaufDrehzahl B — Mittel H1-Fett NLGI 2, leichtflüssige Basis
Einzelpunkt-Geber je Lagerstelle
Lüfter & Warmluftgebläse
Lüfterlager an Trocknern und Lüftung
Aufbereitung DrehzahlResthitze B — Mittel H1-Fett NLGI 2, temperaturstabil
Direkte oder indirekte Montage, automatisch
Förderschnecken
Lager an Pulver- und Rohstoffschnecken
Aufbereitung PulverstaubDichtungsdruck B — Mittel H1-Fett NLGI 2, dichtungsschonend
Einzelpunkt-Geber, kurzes Intervall bei Staub
Reinraum-Lüftungstechnik
Lager an Klima- und Lüftungsanlagen (HLK)
Reinraumtechnik DauerlaufSchwer zugänglich C — Standard H1-Mehrzweckfett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber, lange Laufzeit
Förderband & Palettierer
Umlenk-, Antriebs- und Roboterlager
Verpackung DauerlaufWechsellast C — Standard H1-Mehrzweckfett NLGI 2, wasserbeständig
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Kettenförderer Versand
Ketten und Kettenräder am Linienende
Versand DauerlaufAußerhalb Reinraum C — Standard Haftfett oder Kettenöl, im Produktbereich H1
Automatische Kettenschmierung, kurzes Intervall

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers sowie die internen GMP-Regeln; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone in der Pharmaindustrie

Drei Basistypen — H1-Fett im Produktbereich als Schwerpunkt
Zone A — Reinraum & Produkt

H1-Fett NLGI 1–2

Für Tablettenpressen, Abfüllung & Verpackung
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerAluminium-Komplex
NLGI1–2
ZulassungH1-registriert
Temperatur-40 °C bis +120 °C
Zone B — Schwerlast (H1)

H1-Hochlastfett NLGI 2

Für Mischer, Granulatoren & Schnecken
BasisSynthetisch, höherviskos
VerdickerAluminium-/Ca-Komplex
NLGI2
ZulassungH1-registriert
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone C — Standard außerhalb

Mehrzweckfett NLGI 2

Für Versand, Technikraum & HLK
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
ZulassungOhne Produktkontakt
Temperatur-30 °C bis +130 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende H1-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert, zeigt die zugehörige Anwendungsseite.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung, H1-Registrierung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante in der Pharmaindustrie sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal an gut zugänglichen Lagern im Technikbereich
  • Für Lüftung, Pumpen und Förderer außerhalb des Reinraums
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – PharmaindustrieDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Nassreinigung · hygienegerecht abgesetztRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Pharmaindustrie. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma FUTURA

Transparentes Gehäuse mit Füllstandskontrolle, korrosionsbeständig – ideal für hygienische/feuchte Bereiche.

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1

perma FUTURA PLUS

Wie FUTURA, Aktivierung per Deckel – korrosionsbeständig, Ex-zertifiziert.

Details →
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perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

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perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

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1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung in der Pharmaindustrie

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In der Pharmaindustrie bewähren sich kompakte elektromechanische Schmierstoffgeber, die mit einem H1-registrierten Fett befüllt sind. Sie geben kleine, exakt dosierte Mengen ab und vermeiden so Fettaustritt, der das Produkt verunreinigen könnte. Wichtig sind ein geschlossenes, abwaschbares Gehäuse für die Reinigung und eine einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten. In schwer zugänglichen Bereichen oder im Reinraum montiert man den Geber indirekt über eine Leitung außerhalb der kritischen Zone.
Überall dort, wo Fett ins Produkt gelangen könnte, ist ein H1-registriertes Schmierfett vorgeschrieben. Diese Fette sind für den unbeabsichtigten Kontakt mit dem Produkt freigegeben und meist geruchs- und geschmacksneutral. Empfohlen wird ein H1-Fett der NLGI-Klasse 1 bis 2 auf synthetischer Basis. Wie man Wälzlager richtig schmiert, hängt zusätzlich von Drehzahl und Last ab. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers sowie die internen GMP-Regeln.
Im Reinraum darf kein Fett unkontrolliert austreten und keine Wartungsperson unnötig oft den Bereich betreten. Automatische Schmierstoffgeber mit H1-Fett lösen beides: Sie dosieren das Fett in kleinen Mengen und müssen nur selten gewechselt werden. Schwer zugängliche Lager versorgt man indirekt über eine kurze Leitung, sodass der Geber außerhalb des kritischen Bereichs sitzt. So bleibt die Zahl der Eingriffe gering und die Schmierung dokumentierbar.
Manuelles Abschmieren ist in der Pharmaindustrie fehleranfällig: zu viel Fett verschmutzt das Produkt, zu wenig führt zum Lagerschaden, und jeder Eingriff bringt eine Person in den sauberen Bereich. Automatische Schmierstoffgeber liefern immer dieselbe kleine Menge, lassen sich pro Schmierstelle dokumentieren und reduzieren das Kontaminationsrisiko. Das passt gut zu den GMP-Anforderungen und zur durchgehenden Validierung der Produktion.
Eine Tablettenpresse hat Lager am Rundläufer, an den Antriebs- und Druckwalzen sowie Führungen der Ober- und Unterstempel. Diese Stellen liegen nah am Produkt und an der Tablettenstaub-Zone. Sie brauchen ein H1-Fett, das auch bei feinem Pulverstaub nicht verklebt. Wegen der Produktnähe und der häufigen Reinigung eignen sich kleine, geschlossene Schmierstoffgeber, die exakt dosieren und beim Washdown geschützt bleiben.
Ja. Automatische Schmierstoffgeber unterstützen die GMP-konforme Produktion, weil sie jede Schmierstelle gleichmäßig und nachvollziehbar versorgen. Mit einem H1-registrierten Fett und einem digitalen Schmierplan lässt sich belegen, womit, wie viel und wann geschmiert wurde. Das vereinfacht Audits und Validierung. Voraussetzung sind ein abwaschbares Gehäuse, eine saubere Montage und die Freigabe des verwendeten Fettes für den jeweiligen Einsatzbereich.
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Weiterführende Informationen zur Instandhaltung