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Die häufigsten Ursachen für Lagerausfall

Nur ein kleiner Teil der Wälzlager erreicht das Ende seiner rechnerischen Lebensdauer. Die meisten fallen vorher aus – und fast immer aus Gründen, die sich beeinflussen lassen.

Lagerausfall – Die häufigsten Ursachen – und wie man sie vermeidet · LUBIX WissenLUBIX · WISSENLagerausfallDie häufigsten Ursachen – und wie man sie vermeidet
⚡ Kurz erklärt

Die meisten Wälzlager fallen vorzeitig aus, nicht durch Materialermüdung am rechnerischen Lebensdauerende. Die häufigsten Ursachen sind Schmierungsfehler (zu wenig, zu viel oder falsches Fett), Verschmutzung durch Schmutz und Wasser, Montage- und Ausrichtfehler, Überlastung sowie – bei Elektromotoren – Lagerströme. Die ISO 15243 ordnet die Schadensbilder in sechs Hauptgruppen. Schmierung, Sauberkeit und saubere Montage verhindern den Großteil der Ausfälle.

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Sechs Schadensgruppen nach ISO 15243

Wie Lagerschäden eingeordnet werden

Die Norm ISO 15243 teilt Wälzlagerschäden in sechs Hauptgruppen ein: Ermüdung, Verschleiß, Korrosion, elektrische Erosion, plastische Verformung sowie Risse und Brüche. Diese Einteilung hilft, von einem Schadensbild auf die Ursache zurückzuschließen – ein Riffelmuster auf der Laufbahn deutet auf etwas anderes hin als rostige Stellen oder ausgebrochene Partikel.

In der Praxis lassen sich die meisten dieser Schäden auf eine Handvoll vermeidbarer Auslöser zurückführen. Die folgenden zehn tauchen am häufigsten auf.

Illustration: Hauptursachen für Wälzlagerausfall, Schmierung als häufigste UrsacheWarum Wälzlager ausfallenDie häufigsten Ursachen – die meisten sind vermeidbarSchmierung = häufigste vermeidbare UrsacheSchmierungsfehlerVerschmutzungFeuchtigkeit / WasserFehlmontageÜberlast & StößeWerkstoffermüdungRichtwert · lubix.de
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Die zehn häufigsten Ursachen

Vom Schmierfehler bis zum Lagerstrom
  1. Schmierstoffmangel / Unterschmierung – zu wenig oder zu selten Fett, der Schmierfilm reißt, die Laufbahn verschleißt.
  2. Falsches Fett – ungeeignet für Temperatur, Drehzahl oder Last. Wie man richtig auswählt, steht unter Schmierstoff auswählen.
  3. Überschmierung – zu viel Fett lässt das Lager heiß laufen; siehe Überfettung von Lagern.
  4. Unverträgliche Fette gemischt – die Mischung wird weich oder fest und verliert die Schmierwirkung. Vorher die Verträglichkeit prüfen.
  5. Feststoff-Verschmutzung – Staub, Späne oder Abrieb wirken wie Schmirgel auf der Laufbahn.
  6. Wasser und Feuchtigkeit – führen zu Korrosion und waschen das Fett aus.
  7. Lagerströme / Stromdurchgang – vor allem an umrichtergespeisten Elektromotoren; mehr unter Elektromotorlager.
  8. Fehlausrichtung, Unwucht, Vibration – erzeugen ungleiche Lasten und Stillstandsmarken.
  9. Überlastung und falsche Lagerluft – zu hohe Last oder falsche Vorspannung überfordern die Wälzkörper.
  10. Montage- und Handhabungsfehler – Schläge auf den Lagerring, falsches Werkzeug, Schmutz beim Einbau.

Die Punkte 1 bis 4 und 7 sind unmittelbar schmierungsbezogen – sie machen einen erheblichen Teil der vermeidbaren Ausfälle aus.

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Wie sich die meisten Ausfälle vermeiden lassen

Schmierung, Sauberkeit, Dokumentation

Die wirksamsten Hebel sind unspektakulär: das richtige Fett in der richtigen Menge im richtigen Intervall, Sauberkeit beim Schmieren und eine nachvollziehbare Dokumentation. Eine automatische Schmierung setzt mehrere Punkte auf einmal an – sie liefert kleine, gleichmäßige Mengen, vergisst keine Schmierstelle und hält Schmutz durch die ständige Fettabgabe besser fern. Welche Stelle welches Fett, welche Menge und welches Intervall hat, behältst du im Schmierstellen-Manager im Blick. Die Grundlagen der sauberen Lagerschmierung stehen unter Lager richtig schmieren.

Schadensbild lesen lohnt sich. Bevor ein neues Lager eingebaut wird, klärt der Blick auf das alte die Ursache – sonst fällt das nächste aus demselben Grund wieder aus.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet
Schmierungsfehler stehen weit vorn – zu wenig, zu viel oder das falsche Fett. Zusammen mit Verschmutzung machen sie einen großen Teil der vorzeitigen Ausfälle aus.
Oft nicht. Die rechnerische Lebensdauer setzt einwandfreie Schmierung, Sauberkeit und Montage voraus. Fehlt eine dieser Bedingungen, fällt das Lager vorzeitig aus.
Die Norm ordnet Wälzlagerschäden in sechs Hauptgruppen: Ermüdung, Verschleiß, Korrosion, elektrische Erosion, plastische Verformung sowie Risse und Brüche – als Hilfe zur Ursachenanalyse.
Mit dem passenden Fett in richtiger Menge und Intervall, Sauberkeit beim Schmieren, korrekter Montage und Ausrichtung. Automatische Schmierung und Dokumentation helfen, das dauerhaft einzuhalten.