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Schmierstoffgeber mit eigenem Fett befüllen

Viele automatische Schmierstoffgeber lassen sich mit dem eigenen, freigegebenen Fett des Betriebs befüllen – nicht nur mit Standardfüllungen. Das spart die Fettumstellung. Worauf es bei Eignung und Befüllung ankommt.

Eigenfett befüllen – Bestandsfett im Geber nutzen · LUBIX WissenLUBIX · WISSENEigenfettDen Geber mit eigenem Fett befüllen
⚡ Kurz erklärt

Viele automatische Schmierstoffgeber lassen sich auf Wunsch mit dem eigenen Fett des Betriebs befüllen, statt nur mit Standardfüllungen. Vorteil: Bestandsfett und Freigaben weiternutzen, keine Fettumstellung, ein Fett für Hand- und Automatikschmierung. Voraussetzung ist, dass das Fett für den Geber geeignet ist (Konsistenz/NLGI, Förderbarkeit) und die Befüllung sauber erfolgt. Nicht jeder Geber ist nachfüllbar – im Zweifel den Hersteller fragen.

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Was Eigenfett-Befüllung bedeutet

Das Betriebsfett statt Standardfüllung

Automatische Schmierstoffgeber kommen ab Werk mit einer Standardfüllung. Viele gibt es aber auch mit dem eigenen Fett des Betriebs – dem Fett, das ohnehin schon im Einsatz und freigegeben ist.

Statt für die Automatik ein zusätzliches Fett einzuführen, läuft so dasselbe Fett an Hand- und Automatikschmierstellen. Das vermeidet eine Fettumstellung und die damit verbundene Verträglichkeitsprüfung – und genau das bewerben viele Hersteller, ohne die Voraussetzungen zu erklären.

Illustration: Schmierstoffgeber in vier Schritten mit eigenem Fett befüllenMit Eigenfett befüllenIn vier Schritten zum eigenen Fett im Geber1Eignung prüfenKonsistenz/NLGI, Förderbarkeit, Freigabe2Befüllweg wählenWerkseitig befüllen lassen oder selbst nachfüllen3Sauber befüllenKein Schmutz, keine Lufteinschlüsse4DokumentierenFett je Geber und Schmierstelle festhaltenRichtwert · lubix.de

Vorteile auf einen Blick

Warum sich Eigenfett lohnt
  • Bestandsfett weiternutzen – kein zusätzliches Fett im Lager, keine neue Bevorratung.
  • Freigaben behalten – das freigegebene Fett bleibt im Einsatz, Maschinen- und Lagervorgaben bleiben gewahrt.
  • Keine Fettumstellung – damit entfällt die Verträglichkeitsprüfung zwischen Alt- und Neufett.
  • Ein Fett für alles – Hand- und Automatikschmierung mit demselben Fett, weniger Verwechslungsgefahr.
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Grenzen und worauf zu achten ist

Nicht in jedem Fall möglich

Eigenfett ist nicht immer möglich – diese Punkte entscheiden:

  • Eignung des Fetts – es muss förderbar sein und zur Bauart passen, meist bis etwa NLGI 2. Sehr feste oder Sonderfette eignen sich nicht für jeden Geber.
  • Geber nachfüllbar? – manche Geber sind Einweg, andere wiederbefüllbar. Ob werkseitige Wunschbefüllung oder Selbstnachfüllung geht, gibt der Hersteller vor.
  • Sauberkeit – beim Befüllen dürfen kein Schmutz und keine Luftblasen ins Fett, sonst wird die Abgabe ungleichmäßig.
  • Restfüllung – trifft das Eigenfett auf eine Standard-Restfüllung, ist die Verträglichkeit der beiden Fette zu prüfen.
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So gehst du vor

Vier Schritte zur Eigenfett-Befüllung
  • Eignung prüfen – Konsistenz, Förderbarkeit und Freigabe des Eigenfetts klären und beim Geber-Hersteller die Eignung erfragen.
  • Befüllweg wählen – den Geber werkseitig mit Wunschfett befüllen lassen oder, wenn er nachfüllbar ist, selbst befüllen.
  • Sauber befüllen – ohne Schmutz und ohne Lufteinschlüsse, damit die Abgabe gleichmäßig bleibt.
  • Dokumentieren – festhalten, welches Fett in welchem Geber und an welcher Schmierstelle läuft, zum Beispiel im Schmierstellen-Manager.
Eignung beim Hersteller erfragen. Ob ein bestimmter Geber mit Ihrem Fett befüllbar ist, hängt von Konsistenz, Förderbarkeit und Bauart ab. Eignung und Befüllart (werkseitig oder nachfüllbar) gibt der Geber-Hersteller verbindlich vor. Feste Preise gibt es dafür meist nicht – die Wunschbefüllung ist im Einzelfall anzufragen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet
Viele automatische Schmierstoffgeber gibt es auf Wunsch mit dem eigenen Fett des Betriebs statt nur mit Standardfüllung. So bleibt man bei einem freigegebenen Bestandsfett. Voraussetzung ist, dass das Fett für den Geber geeignet ist – das klärt der Geber-Hersteller.
Es muss förderbar sein und zur Bauart passen – meist bis etwa NLGI 2. Sehr feste Fette oder Sonderfette sind nicht für jeden Geber geeignet. Die Konsistenz und Eignung gibt der Geber-Hersteller vor.
Sauberkeit ist entscheidend: kein Schmutz und keine Lufteinschlüsse, sonst wird die Abgabe ungleichmäßig. Trifft das Eigenfett auf eine Restfüllung, ist die Verträglichkeit der beiden Fette zu prüfen.
Die Befüllung mit Wunschfett wird meist als gesonderte Leistung angeboten und ist im Einzelfall anzufragen. Der Vorteil: keine Fettumstellung, ein Fett für Hand- und Automatikschmierung und bestehende Freigaben bleiben gültig.