Salzwasser, Gischt und Vibration auf See: automatische Schmierung an Bord und Offshore
Auf Schiffen und Plattformen arbeiten Lager im rauesten Umfeld: salzige Luft, Spritzwasser und ständige Vibration treffen oft an derselben Stelle zusammen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich — auch hoch am Kran oder außen an Deck, wo Schmieren von Hand bei Seegang gefährlich ist.
An Bord und Offshore haben es Lager dreifach schwer: salzige Luft greift das Metall an, Spritzwasser wäscht das Fett aus, und Vibration verdrängt es aus der Laufbahn. Am kritischsten sind Deckskrane und Winden, die Ruderanlage, Propellerwellenlager, Pumpen und auf Plattformen die Förder- und Hebetechnik in der Ex-Zone — oft schwer erreichbar auf hoher See. Autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber sitzen direkt am Lager und geben laufend Fett ab, ohne dass jemand bei Seegang hinklettern muss. Gegen Salzwasser eignet sich ein Calciumsulfonat-Komplexfett (NLGI 2), an offenen Seilen und Ketten ein gut haftendes Fett; in Ex-Zonen sind ATEX-zugelassene, gasbetriebene Geber Pflicht.
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Herausforderungen an Bord und Offshore
Was Lager und Antriebe auf See täglich zerstört
Kritisch
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Salzwasser & salzige Luft
Schon die Seeluft trägt Salz an jedes Lager. Spritzwasser und Gischt waschen das Fett aus, danach setzt Korrosion an den Laufbahnen an. Ohne Schutzfilm rostet das Lager von innen.
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Dauervibration
Wellen, Hauptmotor und Antriebe rütteln ununterbrochen. Vibration drückt das Fett aus der Laufbahn — das Lager läuft dann teils trocken.
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Schwer erreichbar auf See
Viele Stellen sitzen hoch am Mast, am Kranausleger oder außen an Deck. Bei Seegang ist Schmieren von Hand dort riskant — Stellen werden ausgelassen.
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Ex-Zonen auf Plattformen
Auf Öl- und Gasplattformen herrschen explosionsgefährdete Bereiche. Dort sind nur Geber mit ATEX- oder IECEx-Zulassung erlaubt.
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Lange Zeit ohne Wartung
Zwischen den Häfen liegen oft Wochen. In dieser Zeit muss jede Stelle ohne Eingriff zuverlässig versorgt bleiben.
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Wechsellast an Decksmaschinen
Winden, Krane und Schwenkeinrichtungen arbeiten mit stark wechselnder Last. Der Schmierfilm reißt leicht ab — Hochlastfett ist nötig.
An Bord fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Salzwasser, Vibration und lange Wartungspausen zusammen. Ein korrosionsschützendes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett das Wasser verdrängt und einen geschlossenen Schutzfilm hält. Genau das leisten autarke Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Schiffen und Offshore-Anlagen
Rettungsboot-Davit Schwenklager der Aussetzvorrichtung
Decksmaschinen
KorrosionSelten bewegt
B — Mittel
Korrosionsschützendes Fett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber, hält Stelle dauerhaft versorgt
Verdichter & Prozesspumpen Lager im Plattform-Prozessbereich
Plattform
Ex-ZoneDauerbetrieb
C — Standard
Mehrzweckfett NLGI 2 mit Gas-Geber (ATEX) Gasbetriebener Geber, Herstellervorgabe beachten
Schwenkeinrichtungen Gelenke, Klappen und Schieberspindeln
Gesamte Anlage
SalzwasserSelten bewegt
C — Standard
Haftfett oder Universalfett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Stellen
E-Motoren & Antriebe Lager der Elektromotoren an Bord
Gesamte Anlage
DrehzahlVibration
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3 Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone an Bord und Offshore
Drei Basistypen — Korrosionsschutz im Salzwasser steht im Mittelpunkt
Zone A — Salzwasser & Korrosion
Calciumsulfonat-Komplex
Für Ruder, Kran, Winden & Deck
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone B — Schwer- & Wechsellast
EP-Komplex mit MoS₂
Für Propellerwelle, Drehkranz & Davits
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Seile & offene Stellen
Haftfett / Seilfett
Für Drahtseile, Ketten & Gelenke
BasisMineralöl, haftend
VerdickerLithium / Aluminium-Komplex
NLGI1–2
Temperatur-20 °C bis +120 °C
⚠️ Korrosionsschutz und Fettverträglichkeit beachten
Im Salzwasser zählt vor allem, dass das Fett nicht ausgewaschen wird und das Lager vor Rost schützt. Calciumsulfonat-Komplexfette sind dafür besonders geeignet. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Seile, Ketten, Gelenke — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp an Bord.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand zwischen den Häfen.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante an Bord und Offshore sinnvoll ist
Empfohlen an Bord
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle Installation ohne Hilfsmittel — ideal auf engem Raum
Autark, kein Strom nötig — läuft wochenlang auf See weiter
Füllstand am Gehäuse mit einem Blick prüfbar
Robustes, dicht geschlossenes Gehäuse hält Spritzwasser ab
Variante 2
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt geschützt, weg von Gischt und Stoß
Gut für hoch oder außen liegende Lager (Schlauch bis 5 m)
Wartung an einer sicheren, gut erreichbaren Stelle
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Schutzgrad und Ex-Zone beachten
An Deck und außen muss der Geber Salz- und Spritzwasser standhalten — ein hoher Schutzgrad bis IP68 ist sinnvoll. Auf Öl- und Gasplattformen entscheidet die Ex-Zone: in explosionsgefährdeten Bereichen sind nur ATEX- oder IECEx-zugelassene, meist gasbetriebene Schmierstoffgeber erlaubt.
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Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung an Bord und Offshore
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
An Bord und auf Plattformen bewähren sich autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit dicht geschlossenem Gehäuse. Sie sitzen direkt am Lager, brauchen keinen Strom und laufen unabhängig von Wartungsfahrten weiter. Wichtig ist ein hoher Schutzgrad gegen Salzwasser und Spritzwasser sowie eine einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten. So werden auch exponierte Stellen an Deck zuverlässig versorgt, ohne dass jemand bei Seegang hinklettern muss. Auf Öl- und Gasplattformen müssen Geber in Ex-Zonen zugelassen sein.
Gegen Salzwasser eignet sich ein Calciumsulfonat-Komplexfett der NLGI-Klasse 2. Es wird vom Wasser kaum ausgewaschen und schützt das Lager zusätzlich vor Korrosion. Für offene Stellen wie Drahtseile und Ketten passt ein gut haftendes Fett oder Kettenöl, das nicht abgewaschen wird. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lager- und Schmierstoffherstellers.
Viele Schmierstellen liegen hoch am Mast, am Kranausleger oder außen an Deck und sind bei Seegang kaum sicher erreichbar. Hier hilft ein autarker Schmierstoffgeber, der direkt am Lager sitzt und kontinuierlich kleine Fettmengen abgibt. Die Mannschaft muss nicht mehr mit der Fettpresse hinklettern. Am transparenten Gehäuse lässt sich der Füllstand bei der Routinerunde mit einem Blick prüfen. So bleibt die Stelle versorgt, auch wenn das Schiff wochenlang auf See ist.
Die Hauptursachen sind Salzwasser, salzhaltige Luft und ständige Vibration. Spritzwasser und Gischt waschen das Fett aus den Lagern, danach setzt Korrosion an den Laufbahnen an. Vibration durch Wellen, Motor und Antrieb verdrängt das Fett zusätzlich aus der Laufbahn. Kommt manuelles Schmieren mit zu langen Intervallen oder vergessenen Stellen hinzu, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber drücken laufend frisches Fett nach, das Wasser verdrängt und einen schützenden Film hält. Mehr dazu auf der Seite zu den häufigsten Gründen für Lagerausfall.
Ein Deckskran und seine Winden haben Drehkranzlager, Seilrollen, Trommellager, Schwenklager und das Getriebe des Antriebs. Dazu kommen die Drahtseile selbst, die gut haftendes Fett brauchen, damit sie innen geschmiert und außen vor Korrosion geschützt sind. Alle Stellen stehen unter Salzwasser, Wechsellast und Vibration. Sie lassen sich über autarke Einzelpunkt-Geber oder ein Mehrpunktsystem versorgen, bei Seilen oft mit Bürstenaufsatz, der gleichzeitig reinigt und schmiert.
Ja. In den Förder- und Prozessbereichen von Öl- und Gasplattformen herrschen explosionsgefährdete Zonen. Dort dürfen nur Schmierstoffgeber mit ATEX- oder IECEx-Zulassung eingesetzt werden. Gasbetriebene oder eigensichere Geber sind dafür geeignet, weil sie ohne zündfähige Energie auskommen. In sicheren Bereichen wie Wohn- und Maschinendecks reichen normale autarke Geber. Welche Zone vorliegt, gibt das Ex-Schutzdokument der Plattform vor — danach richtet sich die Gerätewahl.
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Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Krane, Winden, Ruder, Pumpen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.