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Salzwasser, Gischt und Vibration auf See: automatische Schmierung an Bord und Offshore

Auf Schiffen und Plattformen arbeiten Lager im rauesten Umfeld: salzige Luft, Spritzwasser und ständige Vibration treffen oft an derselben Stelle zusammen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich — auch hoch am Kran oder außen an Deck, wo Schmieren von Hand bei Seegang gefährlich ist.

Betrieb: 24/7 auf See
Umgebung: Salzwasser & Gischt
Schutzgrad: bis IP68
Hauptproblem: Korrosion
Automatische Schmierung an Kran und Winden einer Offshore-Plattform über der See
IP68
Schutzgrad gegen Salz- & Spritzwasser
24/7
Dauerbetrieb wochenlang auf See
100 +
Typische Schmierstellen je Schiff
12 Mon.
Einstellbare Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

An Bord und Offshore haben es Lager dreifach schwer: salzige Luft greift das Metall an, Spritzwasser wäscht das Fett aus, und Vibration verdrängt es aus der Laufbahn. Am kritischsten sind Deckskrane und Winden, die Ruderanlage, Propellerwellenlager, Pumpen und auf Plattformen die Förder- und Hebetechnik in der Ex-Zone — oft schwer erreichbar auf hoher See. Autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber sitzen direkt am Lager und geben laufend Fett ab, ohne dass jemand bei Seegang hinklettern muss. Gegen Salzwasser eignet sich ein Calciumsulfonat-Komplexfett (NLGI 2), an offenen Seilen und Ketten ein gut haftendes Fett; in Ex-Zonen sind ATEX-zugelassene, gasbetriebene Geber Pflicht.

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Herausforderungen an Bord und Offshore

Was Lager und Antriebe auf See täglich zerstört
Kritisch
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Salzwasser & salzige Luft

Schon die Seeluft trägt Salz an jedes Lager. Spritzwasser und Gischt waschen das Fett aus, danach setzt Korrosion an den Laufbahnen an. Ohne Schutzfilm rostet das Lager von innen.

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Dauervibration

Wellen, Hauptmotor und Antriebe rütteln ununterbrochen. Vibration drückt das Fett aus der Laufbahn — das Lager läuft dann teils trocken.

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Schwer erreichbar auf See

Viele Stellen sitzen hoch am Mast, am Kranausleger oder außen an Deck. Bei Seegang ist Schmieren von Hand dort riskant — Stellen werden ausgelassen.

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Ex-Zonen auf Plattformen

Auf Öl- und Gasplattformen herrschen explosionsgefährdete Bereiche. Dort sind nur Geber mit ATEX- oder IECEx-Zulassung erlaubt.

Lange Zeit ohne Wartung

Zwischen den Häfen liegen oft Wochen. In dieser Zeit muss jede Stelle ohne Eingriff zuverlässig versorgt bleiben.

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Wechsellast an Decksmaschinen

Winden, Krane und Schwenkeinrichtungen arbeiten mit stark wechselnder Last. Der Schmierfilm reißt leicht ab — Hochlastfett ist nötig.

An Bord fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Salzwasser, Vibration und lange Wartungspausen zusammen. Ein korrosionsschützendes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett das Wasser verdrängt und einen geschlossenen Schutzfilm hält. Genau das leisten autarke Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Schiffen und Offshore-Anlagen
Automatischer Schmierstoffgeber am Drehkranzlager eines Deckskrans an Bord eines Schiffs
⚙️

Schmierstellen nach Bereich an Bord und Offshore

Decksmaschinen · Antrieb & Maschinenraum · Offshore-Plattform
01 · Decksmaschinen

Krane, Winden & Seile

Deckskran-Drehkranz Drehlager des Krans unter Salzwasser und Wechsellast
Winden & Trommeln Anker-, Vertäu- und Ladewinden, langsam, schwer belastet
Drahtseile Lade- und Verholseile, brauchen haftendes Fett gegen Korrosion
Rettungsboot-Davits Schwenklager der Aussetzvorrichtung, selten bewegt, sicherheitsrelevant
02 · Antrieb & Maschinenraum

Welle, Ruder & Pumpen

Propellerwellenlager Stütz- und Drucklager der Antriebswelle, Dauerlast
Ruderanlage Ruderschaftlager und Steuermaschine unter Wasserdruck
Pumpen & Motoren Lager und Dichtungen von Kühl-, Ballast- und Brennstoffpumpen
Lüfter & HLK Ventilatorenlager der Maschinenraum- und Laderaumlüftung
03 · Offshore-Plattform

Hebetechnik & Ex-Bereich

Plattform-Krane Schwere Offshore-Krane mit Drehkranz und Seilrollen
Förder- & Hebewinden Winden im Prozessbereich, oft in der Ex-Zone
Verdichter & Pumpen Lager der Prozesspumpen und Kompressoren, Ex-zugelassen
Klappen & Schieber Spindeln und Gelenke an Armaturen, schwer erreichbar
Schematische Darstellung der Schmierstellen an Bord und Offshore: Decksmaschinen, Antrieb und Plattform
📋

Schmierstellen-Matrix Schiff & Offshore

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Bereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Propellerwellenlager
Stütz- und Drucklager der Antriebswelle
Antrieb DauerlastVibrationFeuchte A — Kritisch Hochlastfett NLGI 2, wasserbeständig
Mehrpunktsystem oder Einzelpunkt, kurzes Intervall
Ruderschaftlager
Lager der Ruderanlage und Steuermaschine
Antrieb WasserdruckSchwerlastLangsamdrehend A — Kritisch Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, Calciumsulfonat
Einzelpunkt-Geber, abgedichtet gegen Wassereintritt
Deckskran-Drehkranz
Drehlager des Lade- oder Bordkrans
Decksmaschinen SalzwasserWechsellastLangsamdrehend A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2, korrosionsschützend
Mehrpunktsystem am Drehkranz, kontinuierlich
Offshore-Plattformkran
Drehkranz und Seilrollen, Ex-Bereich
Plattform Ex-ZoneSalzwasserSchwerlast A — Kritisch EP-Fett NLGI 2 mit Gas-Geber (ATEX)
Gasbetriebener Geber, Ex-Zulassung Pflicht
Anker- & Verholwinden
Trommel- und Getriebelager der Winden
Decksmaschinen SchwerlastSalzwasser B — Mittel Wasserfestes EP-Fett NLGI 2
Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber je Winde
Drahtseile
Lade-, Verhol- und Kranseile
Decksmaschinen KorrosionReibung B — Mittel Haftendes Seilfett oder Seilöl
Geber mit Bürstenaufsatz, reinigt und schmiert zugleich
Kühl- & Ballastpumpen
Lager und Dichtungen der Pumpen
Maschinenraum DrehzahlFeuchte B — Mittel Mehrzweckfett NLGI 2, wasserbeständig
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 6–12 Monate
Maschinenraum-Lüfter
Ventilatorenlager der Lüftung
Maschinenraum HochdrehzahlVibration B — Mittel Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Überschmierung vermeiden
Rettungsboot-Davit
Schwenklager der Aussetzvorrichtung
Decksmaschinen KorrosionSelten bewegt B — Mittel Korrosionsschützendes Fett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber, hält Stelle dauerhaft versorgt
Verdichter & Prozesspumpen
Lager im Plattform-Prozessbereich
Plattform Ex-ZoneDauerbetrieb C — Standard Mehrzweckfett NLGI 2 mit Gas-Geber (ATEX)
Gasbetriebener Geber, Herstellervorgabe beachten
Schwenkeinrichtungen
Gelenke, Klappen und Schieberspindeln
Gesamte Anlage SalzwasserSelten bewegt C — Standard Haftfett oder Universalfett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Stellen
E-Motoren & Antriebe
Lager der Elektromotoren an Bord
Gesamte Anlage DrehzahlVibration C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

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Fettauswahl nach Zone an Bord und Offshore

Drei Basistypen — Korrosionsschutz im Salzwasser steht im Mittelpunkt
Zone A — Salzwasser & Korrosion

Calciumsulfonat-Komplex

Für Ruder, Kran, Winden & Deck
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone B — Schwer- & Wechsellast

EP-Komplex mit MoS₂

Für Propellerwelle, Drehkranz & Davits
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Seile & offene Stellen

Haftfett / Seilfett

Für Drahtseile, Ketten & Gelenke
BasisMineralöl, haftend
VerdickerLithium / Aluminium-Komplex
NLGI1–2
Temperatur-20 °C bis +120 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und Pumpenlager automatisch schmiert, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Welcher Schmierstoffgeber passt zu Ihrem Schiff oder Ihrer Offshore-Anlage?
Noch von Hand schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Seile, Ketten, Gelenke — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp an Bord.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand zwischen den Häfen.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
🔧

Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante an Bord und Offshore sinnvoll ist
Variante 2
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
  • Geber sitzt geschützt, weg von Gischt und Stoß
  • Gut für hoch oder außen liegende Lager (Schlauch bis 5 m)
  • Wartung an einer sicheren, gut erreichbaren Stelle
  • Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – OffshoreDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Nässe & Salzluft · schwer erreichbarRichtwert · lubix.de
🛒

Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Offshore. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

Details →
1

perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

Details →
1

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

perma FUTURA

Transparentes Gehäuse mit Füllstandskontrolle, korrosionsbeständig – ideal für hygienische/feuchte Bereiche.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung an Bord und Offshore

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
An Bord und auf Plattformen bewähren sich autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit dicht geschlossenem Gehäuse. Sie sitzen direkt am Lager, brauchen keinen Strom und laufen unabhängig von Wartungsfahrten weiter. Wichtig ist ein hoher Schutzgrad gegen Salzwasser und Spritzwasser sowie eine einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten. So werden auch exponierte Stellen an Deck zuverlässig versorgt, ohne dass jemand bei Seegang hinklettern muss. Auf Öl- und Gasplattformen müssen Geber in Ex-Zonen zugelassen sein.
Gegen Salzwasser eignet sich ein Calciumsulfonat-Komplexfett der NLGI-Klasse 2. Es wird vom Wasser kaum ausgewaschen und schützt das Lager zusätzlich vor Korrosion. Für offene Stellen wie Drahtseile und Ketten passt ein gut haftendes Fett oder Kettenöl, das nicht abgewaschen wird. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lager- und Schmierstoffherstellers.
Viele Schmierstellen liegen hoch am Mast, am Kranausleger oder außen an Deck und sind bei Seegang kaum sicher erreichbar. Hier hilft ein autarker Schmierstoffgeber, der direkt am Lager sitzt und kontinuierlich kleine Fettmengen abgibt. Die Mannschaft muss nicht mehr mit der Fettpresse hinklettern. Am transparenten Gehäuse lässt sich der Füllstand bei der Routinerunde mit einem Blick prüfen. So bleibt die Stelle versorgt, auch wenn das Schiff wochenlang auf See ist.
Die Hauptursachen sind Salzwasser, salzhaltige Luft und ständige Vibration. Spritzwasser und Gischt waschen das Fett aus den Lagern, danach setzt Korrosion an den Laufbahnen an. Vibration durch Wellen, Motor und Antrieb verdrängt das Fett zusätzlich aus der Laufbahn. Kommt manuelles Schmieren mit zu langen Intervallen oder vergessenen Stellen hinzu, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber drücken laufend frisches Fett nach, das Wasser verdrängt und einen schützenden Film hält. Mehr dazu auf der Seite zu den häufigsten Gründen für Lagerausfall.
Ein Deckskran und seine Winden haben Drehkranzlager, Seilrollen, Trommellager, Schwenklager und das Getriebe des Antriebs. Dazu kommen die Drahtseile selbst, die gut haftendes Fett brauchen, damit sie innen geschmiert und außen vor Korrosion geschützt sind. Alle Stellen stehen unter Salzwasser, Wechsellast und Vibration. Sie lassen sich über autarke Einzelpunkt-Geber oder ein Mehrpunktsystem versorgen, bei Seilen oft mit Bürstenaufsatz, der gleichzeitig reinigt und schmiert.
Ja. In den Förder- und Prozessbereichen von Öl- und Gasplattformen herrschen explosionsgefährdete Zonen. Dort dürfen nur Schmierstoffgeber mit ATEX- oder IECEx-Zulassung eingesetzt werden. Gasbetriebene oder eigensichere Geber sind dafür geeignet, weil sie ohne zündfähige Energie auskommen. In sicheren Bereichen wie Wohn- und Maschinendecks reichen normale autarke Geber. Welche Zone vorliegt, gibt das Ex-Schutzdokument der Plattform vor — danach richtet sich die Gerätewahl.
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Schmierstellen an Bord und Offshore digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Krane, Winden, Ruder, Pumpen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.
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Weiterführende Informationen zur Instandhaltung