Aggressive Medien und Ex-Zonen im Griff: Schmierstoffgeber fürs Chemiewerk
Im Chemiewerk treffen Säuren, Laugen und Lösemitteldämpfe auf explosionsgefährdete Bereiche. Viele Lager liegen in Ex-Zonen oder lassen sich nur unter Schutzausrüstung erreichen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle laufend — ATEX-zertifiziert und ohne dass jemand in den Gefahrenbereich treten muss.
Im Chemiewerk haben es Lager schwer: aggressive Medien und Dämpfe greifen an, viele Stellen liegen in Ex-Zonen, und die Anlage läuft rund um die Uhr. Am kritischsten sind die Lager an Prozesspumpen, Rührwerken und Reaktoren, Gebläsen und Verdichtern sowie Extrudern und Zentrifugen. In explosionsgefährdeten Bereichen kommen gasbetriebene ATEX-Schmierstoffgeber zum Einsatz, weil sie ohne Strom und ohne Funken arbeiten — passend für Gas-Zone 0 bis 2 und Staub-Zone 20 bis 22. Außerhalb der Ex-Zonen versorgen elektromechanische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber die Lager. Für korrosive Bereiche eignet sich ein chemiebeständiges Fett (Calciumsulfonat-Komplex oder PFPE), für warme Pumpen ein wasserbeständiges NLGI-2-Fett.
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Herausforderungen im Chemiewerk
Was Lager und Antriebe in der chemischen Industrie täglich belastet
Kritisch
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Ex-Zonen & ATEX
Wo Gase, Dämpfe oder Staub eine zündfähige Atmosphäre bilden, darf nur ein zugelassener Geber laufen. Gasbetriebene Schmierstoffgeber kommen ohne Strom und ohne Funken aus.
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Aggressive Medien & Korrosion
Säuren, Laugen und Lösemitteldämpfe greifen Lager und Fett an. Normales Fett baut sich schnell ab, das Lager rostet und läuft trocken.
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Temperaturschwankungen
Manche Prozesse laufen heiß, andere kalt — oft an derselben Anlage. Das Fett muss über einen weiten Temperaturbereich tragfähig bleiben.
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Schwer erreichbare Stellen
Viele Lager sitzen hoch, eng oder hinter Rohrleitungen. Manuelles Schmieren ist umständlich, riskant und wird darum oft ausgelassen.
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Hygiene & Sauberkeit
In Reinbereichen und bei Produktkontakt zählt Sauberkeit. Tropfendes Fett und manuelle Eingriffe sind ein Risiko für Charge und Anlage.
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Dauerbetrieb & Verfügbarkeit
Chemieanlagen laufen rund um die Uhr. Ein ungeplanter Pumpen- oder Rührwerksausfall stoppt den ganzen Prozess und kostet viel Geld.
Im Chemiewerk entscheidet oft nicht das Lager selbst, sondern die Umgebung: Ex-Zone, aggressive Medien und schwere Zugänglichkeit zugleich. Manuelles Schmieren scheitert daran regelmäßig. Ein ATEX-zugelassener Schmierstoffgeber drückt kleine Fettmengen laufend nach — das hält die Anlage sicher in Betrieb und nimmt die kritischen Stellen aus dem Gefahrenbereich.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Chemie- und Verfahrensanlagen
EP-Fett NLGI 2, wasserbeständig Einzelpunkt-Geber an End- und Stützlagern
Kettenförderer Kettentrieb beim Gebindetransport
Versand
VerschleißLast
B — Mittel
Haftendes Kettenfließfett oder Kettenöl Automatische Kettenschmierung, kurzes Intervall
Förderband-Antrieb Trommel- und Umlenklager
Aufbereitung
LastStaub
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Standard-Elektromotor Lager der Antriebsmotoren
Gesamte Anlage
DrehzahlVibration
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers sowie das Ex-Schutzdokument der Anlage; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone im Chemiewerk
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der chemischen Industrie
Zone A — Ex-Bereich / ATEX
Synthetisch NLGI 2
Für Pumpen & Rührwerke in Ex-Zonen
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerLithium-/Sulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +140 °C
Zone B — Korrosiv / Chemie
Chemiebeständig PFPE
Für Säure-, Laugen- & Lösemittelnähe
BasisPFPE / Sulfonat-Komplex
VerdickerPTFE / Calciumsulfonat
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +200 °C
Zone C — Standard / Antriebe
EP-Universalfett NLGI 2
Für Motoren, Bänder & Förderer
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
⚠️ Medienverträglichkeit und Ex-Zone beachten
Prüfen Sie zuerst, welche Ex-Zone für die Stelle gilt — der Geber muss dafür zugelassen sein. Beim Fett zählt die Beständigkeit gegen das konkrete Medium: Nicht jedes Fett verträgt jede Chemikalie. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen, denn Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit mit dem konkreten Medium vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers sowie das Ex-Schutzdokument. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Wann welche Montagevariante im Chemiewerk sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei leicht und sicher zugänglichen Lagern
Für Motoren, Förderer und Hallenaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Chemiewerke
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt außerhalb des Gefahren- und Medienbereichs
Ideal für Pumpen und Rührwerke in Ex-Zonen (Schlauch bis 5 m)
Hält den Geber von Dämpfen, Spritzern und Vibration fern
Einfacher Austausch ohne Eingriff in den Prozessbereich
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ In Ex-Zonen nur zugelassene Geber
In ausgewiesenen Ex-Bereichen darf nur ein ATEX-zugelassener Schmierstoffgeber laufen. Gasbetriebene Geber arbeiten ohne Strom und ohne Funken und sind je nach Modell für Gas-Zone 0, 1 oder 2 und Staub-Zone 20, 21 oder 22 zugelassen. Maßgeblich ist die für die Stelle ausgewiesene Zone aus dem Ex-Schutzdokument. Bei Vibration den Geber zusätzlich über einen Schlauch abkoppeln.
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Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
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Häufige Fragen zur Schmierung im Chemiewerk
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Chemiewerk hängt die Wahl vor allem von der Ex-Zone ab. In explosionsgefährdeten Bereichen kommen ATEX-zertifizierte, gasbetriebene Schmierstoffgeber zum Einsatz, weil sie ohne Strom und ohne elektrische Funken arbeiten. Für Gas-Zone 0 und Staub-Zone 20 gibt es Geber mit der höchsten Zulassung, für Zone 1/21 und Zone 2/22 jeweils passende Modelle. Außerhalb der Ex-Zonen, etwa in Lagern oder im Versand, eignen sich elektromechanische Geber mit einstellbarer Laufzeit von 1 bis 12 Monaten. Das Gehäuse sollte beständig gegen Dämpfe, Spritzer und Reinigungsmittel sein.
Ja. In ausgewiesenen Ex-Zonen darf nur ein Schmierstoffgeber mit passender ATEX-Zulassung betrieben werden. Gasbetriebene Geber erzeugen den Druck über eine chemische Reaktion und brauchen keinen Strom — das macht sie für Gas-Zone 0, 1 und 2 sowie die Staub-Zonen 20, 21 und 22 geeignet. Maßgeblich ist die für die jeweilige Stelle ausgewiesene Zone aus dem Ex-Schutzdokument der Anlage. Der Geber muss mindestens für diese Zone zugelassen sein.
Prozesspumpen laufen oft warm und stehen im Bereich von Dämpfen und Spritzern. Bewährt hat sich ein wasserbeständiges Fett der NLGI-Klasse 2 auf Basis von Lithium- oder Calciumsulfonat-Komplex mit synthetischem Grundöl. Es trägt bis etwa +130 °C und wird von Spritzwasser kaum ausgewaschen. Bei sehr aggressiven Medien empfiehlt sich ein chemiebeständiges PFPE-Fett. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Pumpen- und Lagerherstellers.
Bei Säuren, Laugen und Lösemitteldämpfen greift Korrosion das Lager an, und normales Fett baut sich schnell ab. Hier hilft ein Fett mit gutem Korrosionsschutz und chemischer Beständigkeit, etwa ein Calciumsulfonat-Komplex oder bei Extrembedingungen ein PFPE-Fett. Wichtig ist außerdem kontinuierliches Nachschmieren in kleinen Mengen: Frisches Fett baut im Lager einen leichten Überdruck auf und hält aggressive Medien und Feuchtigkeit fern. Automatische Schmierstoffgeber leisten genau das.
Eine Chemieanlage hat viele gleichartige Schmierstellen, verteilt über den ganzen Prozess. Dazu zählen Lager an Kreisel- und Dosierpumpen, Antriebs- und Lagerstellen von Rührwerken und Reaktoren, Lager an Gebläsen, Verdichtern und Lüftern, Förderbänder und Förderschnecken sowie Lager an Extrudern, Zentrifugen und Mischern. Viele dieser Stellen liegen in Ex-Zonen oder sind schwer zugänglich, weshalb sich die automatische Schmierung über Schmierstoffgeber besonders lohnt.
Chemieanlagen sind hoch automatisiert und laufen oft rund um die Uhr. Die Instandhaltung ist ein wichtiger Kostenfaktor, und viele Schmierstellen sind schwer oder nur unter Schutzausrüstung erreichbar. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle laufend mit der richtigen Fettmenge, ohne dass jemand in den Gefahrenbereich treten muss. Das erhöht die Verfügbarkeit der Anlagen, senkt das Risiko von Lagerschäden und entlastet die Mitarbeiter bei der Arbeitssicherheit.
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