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Glühende Lager, Zunder und Kühlwasser im Griff: automatische Schmierung im Stahlwerk

Im Stahlwerk arbeiten Lager direkt neben glühendem Stahl: Strahlungshitze, feiner Zunderstaub und Kühlwasser treffen oft an derselben Stelle zusammen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager kontinuierlich — auch dort, wo manuelles Schmieren zu heiß und zu gefährlich ist.

Betrieb: 24/7 Dauerbetrieb
Lagertemperatur: bis +150 °C
Schmierstellen: 200–1000+ je Werk
Hauptproblem: Hitze & Zunder
Automatischer Schmierstoffgeber auf einem Walzenlager im Stahlwerk
+150 °C
Lagertemperatur an Walzgerüsten
24/7
Dauerbetrieb ohne Stillstand
500 +
Typische Schmierstellen je Werk
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

Im Stahlwerk haben es Lager dreifach schwer: Strahlungshitze lässt das Fett altern, Zunderstaub wirkt wie Schmirgel, und Kühlwasser wäscht das Fett wieder aus. Am kritischsten sind die Lager an Walzgerüsten, der Stranggießanlage, dem Konverter-Kipplager und dem Pfannendrehturm — oft direkt neben glühendem Stahl. Indirekt montierte Einzelpunkt-Schmierstoffgeber sitzen an einer kühlen Stelle und versorgen das heiße Lager über eine Leitung; viele Lager an einer Maschine bündelt man in einem Mehrpunktsystem. Für die heißen Bereiche eignet sich ein Hochtemperatur-Fett auf Polyharnstoff-Basis (NLGI 2), an Rollgängen und Kühlbett ein wasserfestes EP-Fett.

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Herausforderungen im Stahlwerk

Was Lager und Antriebe in der Stahlindustrie täglich zerstört
Kritisch
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Strahlungshitze & glühende Lager

An Walzgerüsten, Öfen und der Stranggießanlage steigt die Lagertemperatur weit über die eines normalen Fettes. Standardfett verharzt und altert schnell — das Lager läuft trocken.

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Zunder & Walzstaub

Beim Walzen löst sich feiner Zunder von der Stahloberfläche. Dringt er ins Lager ein, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf.

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Kühlwasser & Auswaschung

Walzen und Brammen werden mit viel Wasser gekühlt. An Rollgängen und Stützrollen wäscht das Wasser das Fett aus den Lagern — Korrosion und Verschleiß folgen.

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Stoß- und Schwerlast

Walzgerüst-Einbaustücke, Konverter-Kipplager und der Pfannendrehturm tragen enorme Lasten bei sehr langsamer Drehung. Der Schmierfilm reißt leicht ab.

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Gefahrbereich glühender Stahl

Viele Lager liegen so nah am heißen Material, dass manuelles Nachschmieren riskant ist. Stellen werden aus Sicherheitsgründen ausgelassen.

Dauerbetrieb ohne Stillstand

Eine Walzstraße läuft im Dauerbetrieb durch. Ein ungeplanter Lagerschaden mit Walzenwechsel kostet pro Stunde Stillstand sehr viel Geld.

Im Stahlwerk fallen Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Hitze, Zunder und Wasser zusammen. Ein Hochtemperatur-Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Zunder und das Wasser aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Hütten- und Walzwerken
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle in einem Stahlwerk
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Schmierstellen nach Prozessbereich im Stahlwerk

Stahlerzeugung · Stranggießen & Öfen · Walzwerk & Adjustage
01 · Stahlerzeugung

Hochofen, Konverter & Pfanne

Konverter-Kipplager Großlager der Kippachse — höchste Last, langsame Drehung, Strahlungshitze
Pfannendrehturm Drehkranz- und Schwenklager unter schwerer Last und Hitze der Gießpfanne
Hochofen-Gebläse Hochdrehzahl-Lager der Turbogebläse für den Heißwind
Schlackentransport Lager an Kübelwagen und Förderern unter Hitze und Staub
02 · Gießen & Öfen

Stranggießanlage & Wärmöfen

Segment- & Stützrollen Dutzende langsam drehende Lager in Hitze und Sekundärkühlung
Treibrollen & Richtmaschine Antriebslager am Strangauslauf, Wasser und Dampf
Hubbalkenofen Hub- und Tragrollenlager unter extremer Strahlungshitze
Ofenrollgang Rollenlager beim Ein- und Austrag glühender Brammen
03 · Walzwerk & Adjustage

Walzgerüste, Rollgang & Kühlbett

Walzgerüst-Einbaustücke Walzenlager unter Stoßlast, Hitze und Kühlwasser
Rollgang-Treibrollen Viele Rollenlager mit Zunder und Spritzwasser
Kühlbett Rechen- und Transferlager mit abklingender Hitze und Zunder
Haspel / Coiler Aufwickel-Lager unter Wechsellast und Resthitze
Schematische Darstellung der Schmierstellen im Stahlwerk: Stahlerzeugung, Stranggießen und Walzwerk
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Schmierstellen-Matrix Stahlwerk

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Walzgerüst-Einbaustück
Walzenlager im Warmwalzwerk
Walzwerk StoßlastHitzeKühlwasser A — Kritisch Hochtemperatur-Fett NLGI 2, Polyharnstoff, wasserfest
Mehrpunktsystem, indirekt via Schlauch
Stranggießanlage — Stützrollen
Segment- und Stützrollenlager
Gießen HitzeSpritzwasserLangsamdrehend A — Kritisch Wasserfestes Hochtemperatur-Fett NLGI 2, EP
Mehrpunkt-Zentralsystem, kontinuierlich
Konverter-Kipplager
Großlager der Kippachse
Stahlerzeugung HöchstlastStrahlungshitze A — Kritisch Hochlast-Hochtemperatur-Fett NLGI 2, EP/MoS₂
Mehrpunktsystem, indirekt montiert
Pfannendrehturm-Drehlager
Drehkranz- und Schwenklager
Stahlerzeugung SchwerlastLangsamdrehendHitze A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2, hochviskose Grundölbasis
Zentralschmierung Drehkranz, Intervall kurz
Hubbalkenofen — Rollenlager
Hub- und Tragrollen im Wärmofen
Öfen ExtremhitzeLangsamdrehend A — Kritisch Hochtemperatur-Fett NLGI 2, Polyharnstoff, hoher Tropfpunkt
Indirekt, Geber außerhalb der Hitzezone
Hochofen-Gebläse
Lager des Heißwind-Turbogebläses
Stahlerzeugung HochdrehzahlTemperatur B — Mittel Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Überschmierung vermeiden
Rollgang-Treibrollen
Rollenlager der Transportrollgänge
Walzwerk ZunderSpritzwasserStoß B — Mittel Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, Ca-Sulfonat- oder Li-Komplex
Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber je Gruppe
Kühlbett — Rechenlager
Rechen- und Transferlager
Adjustage ResthitzeZunder B — Mittel Hochtemperatur-EP-Fett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 3–6 Monate
Haspel / Coiler-Lager
Aufwickel-Lager Warmband
Adjustage WechsellastResthitze B — Mittel EP-Fett NLGI 2, hochviskos, temperaturstabil
Direkte oder indirekte Montage, automatisch
Brammen-Transportkette
Kettentrieb Materialtransport
Öfen HitzeZunder B — Mittel Hochtemperatur-Kettenöl oder Haftfett
Automatische Kettenschmierung, kurzes Intervall
Gießkran / Krananlage
Lauf-, Seilrollen- und Radlager
Halle SchwerlastResthitze im Dach C — Standard EP-Universalfett NLGI 2, wasserbeständig
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Walzantriebs-Motoren
Lager der E-Motoren und Getriebe
Gesamte Anlage DrehzahlVibrationen C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone im Stahlwerk

Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Stahlindustrie
Zone A — Hochtemperatur

Polyharnstoff NLGI 2

Für Walzgerüste, Öfen & Stranggießen
BasisSynthetisch / Mineralöl
VerdickerPolyharnstoff (Urea)
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +180 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast

EP Komplex mit MoS₂

Für Konverter, Pfannendrehturm & Walzlager
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone C — Nässe & Zunder

Ca-Sulfonat-Komplex EP

Für Rollgänge, Kühlbett & Kran
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert, zeigt die zugehörige Anwendungsseite.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
LUBIX Schmierstoffgeber-Finder
Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante im Stahlwerk sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei kühlen, leicht zugänglichen Lagern
  • Für Antriebe, Kran und Hallenaggregate geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – StahlwerkDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Hitze · z. B. am WalzgerüstRichtwert · lubix.de
🛒

Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Stahlwerk. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma STAR VARIO LONG RANGE

Einzelpunkt-Geber mit LoRa-Funk – zentrale Überwachung großer, verteilter Anlagen.

Details →
1

perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung im Stahlwerk

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Stahlwerk bewähren sich elektromechanische Schmierstoffgeber, die per Schlauch indirekt montiert werden. So sitzt der Geber außerhalb der Strahlungshitze, während nur die Fettleitung bis ans heiße Lager reicht. Für viele Lager an einer Maschine, etwa am Walzgerüst oder am Pfannendrehturm, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind eine einstellbare Laufzeit von 1–12 Monaten und ein robustes Gehäuse, das Zunder und Spritzwasser standhält.
Lager an Walzgerüsten sehen hohe Temperaturen, Stoßlasten und Kühlwasser zugleich. Empfohlen wird ein Hochtemperatur-Fett der NLGI-Klasse 2 mit Polyharnstoff-Verdicker und synthetischem Grundöl, das bis etwa +180 °C dauerhaft trägt und vom Wasser kaum ausgewaschen wird. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Lager an Stranggießanlage, Hubbalkenofen oder Walzstraße liegen oft im Gefahrbereich von glühendem Stahl. Manuelles Nachschmieren ist dort riskant. Mit indirekt montierten Schmierstoffgebern wird der Geber an einer kühlen, gut erreichbaren Stelle befestigt und über eine bis zu 5 m lange Leitung mit dem Lager verbunden. Das Lager wird kontinuierlich versorgt, ohne dass jemand in die Hitze treten muss.
Die häufigsten Ursachen sind Hitze, Zunder und Wasser. Strahlungshitze lässt das Fett verharzen und altern, feiner Zunderstaub wirkt im Lager wie Schmirgel, und Kühlwasser wäscht das Fett aus. Kommt manuelles Schmieren mit falscher Menge oder vergessenen Stellen hinzu, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken so frisches Fett nach, das Zunder und Wasser aus dem Lager verdrängt.
Eine Stranggießanlage hat dutzende Lager an den Segment- und Stützrollen entlang der Kokille bis zum Auslauf. Diese Rollen drehen langsam, tragen das noch heiße Brammenmaterial und stehen ständig in der Sekundärkühlung mit Spritzwasser und Dampf. Dazu kommen Treibrollenlager, Antriebe und Richtmaschinen. Wegen Hitze und Wasser zugleich braucht es ein wasserfestes Hochtemperatur-Fett der NLGI-Klasse 2, das über Mehrpunktsysteme verteilt wird.
Ja. Ein Walzgerüst hat viele Lager auf engem Raum — Einbaustücke, Anstellung, Antrieb — die alle ähnliche Bedingungen sehen. Ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter versorgt sie gemeinsam und spart das Einzeln-Abschmieren im heißen Bereich. Schon ein vermiedener Lagerschaden mit ungeplantem Walzenwechsel wiegt die Investition meist auf, weil ein Stillstand der Walzstraße sehr teuer ist.
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Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Walzgerüste, Stranggießanlage, Öfen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.
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Weiterführende Informationen zur Instandhaltung