80 Meter über dem Boden, kaum erreichbar: automatische Schmierung für Windkraftanlagen
Die kritischen Lager einer Windkraftanlage sitzen hoch oben in der Gondel — schwer zugänglich, oft offshore, langsam drehend und ständig in Wind, Nässe und Temperaturwechsel. Automatische Schmierstoffgeber versorgen Rotor-, Pitch-, Azimut- und Generatorlager kontinuierlich, ohne dass jemand für jede kleine Fettmenge in die Höhe steigen muss.
In Windkraftanlagen sind die wichtigsten Lager schwer zu erreichen: Sie sitzen in der Gondel auf 80 bis 150 Metern Höhe, oft offshore. Am kritischsten sind die Rotorblattlager mit ihrer Verzahnung, die Pitch-Antriebe, das Hauptlager der Rotorwelle, das Azimutlager für die Windnachführung und die Generatorlager. Die meisten bewegen sich nur langsam oder in kleinen Schritten — dabei drohen Stillstandsmarken (False Brinelling). Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber geben über 1 bis 12 Monate kleine Fettmengen ab und ersetzen die teure Hand-Schmierung in der Höhe. Für die Wälzlager eignet sich ein synthetisches Mehrzweckfett (NLGI 2), für Rotor- und Azimutlager ein Hochlastfett mit EP-Zusätzen, für offene Verzahnungen ein haftstarkes Getriebefließfett.
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Herausforderungen in der Windkraft
Was Lager und Antriebe in der Gondel täglich belastet
Kritisch
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Schwer zugängliche Lager
Die Lager liegen in der Gondel weit oben, oft an abgelegenen oder Offshore-Standorten. Jeder Wartungsgang bedeutet Anfahrt, Aufstieg und Arbeit in der Höhe.
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Teure, seltene Wartung
Weil ein Einsatz so aufwändig ist, wird selten gewartet. Wird dabei zu wenig oder zu viel geschmiert, leidet das Lager bis zum nächsten Termin.
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Langsamlauf & Stillstandsmarken
Rotor-, Pitch- und Azimutlager drehen langsam oder pendeln nur in kleinen Winkeln. Der Schmierfilm bricht ab, an festen Punkten entstehen Stillstandsmarken (False Brinelling).
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Feuchtigkeit & Nässe
Luftfeuchte, Kondenswasser und Offshore-Salzluft greifen die Lager an. Ohne genügend frisches Fett dringt Wasser ein und das Lager korrodiert.
🌡️
Große Temperaturwechsel
In der Gondel reicht die Spanne von Frost im Winter bis über +50 °C im Sommer. Das Fett muss in diesem ganzen Bereich tragen und darf weder steif noch zu dünn werden.
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Schwinglast & Böen
Wind und Böen erzeugen wechselnde Lasten und Vibrationen. Besonders Rotor- und Azimutlager brauchen ein haftstarkes Hochlastfett, das den Schmierfilm hält.
In der Windkraft ist nicht die extreme Hitze das Problem, sondern die Kombination aus schwerem Zugang und Langsamlauf. Ein Lager, das nur pendelt und nicht durchdreht, baut keinen tragenden Schmierfilm auf. Es braucht laufend kleine Fettmengen, damit an jeder Position frisches Fett an die Laufbahn kommt — genau das leisten automatische Schmierstoffgeber, die man nur ein- bis zweimal im Jahr wechselt.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Windkraftanlagen
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Schmierstellen nach Baugruppe in der Windkraftanlage
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone in der Windkraftanlage
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen in der Gondel
Zone A — Wälzlager
Mehrzweckfett NLGI 2
Für Generator-, Getriebe- & Hilfslager
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerLithium-/Li-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone B — Hochlast
EP-Hochlastfett NLGI 1–2
Für Rotorblatt-, Haupt- & Azimutlager
BasisMineralöl / PAO, hochviskos
VerdickerLithium-Komplex
NLGI1–2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
Zone C — Verzahnung
Getriebefließfett EP
Für Blatt-, Azimut- & Ritzelverzahnung
BasisMineralöl, haftstark
VerdickerAluminium-Komplex
NLGI00–0
Temperatur-25 °C bis +120 °C
⚠️ Temperaturwechsel und Fettverträglichkeit beachten
In der Gondel reicht die Spanne von Frost bis über +50 °C. Das Fett muss in diesem ganzen Bereich tragen, ohne zu versteifen oder zu dünn zu werden. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen und die Herstellervorgabe einhalten.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und worauf es bei der automatischen Getriebeschmierung ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Verzahnungen, Antriebe — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante in der Windkraftanlage sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei ruhigen, gut zugänglichen Lagern
Für Generatorlager und Hilfsaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Windkraftanlagen
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt entkoppelt von starker Vibration und Schwinglast
Ideal für Rotor-, Pitch- und Azimutlager (Schlauch bis 5 m)
Geber an gut erreichbarer Stelle für den Wechsel
Schützt Elektronik und Behälter vor Böen-Erschütterung
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Vibration vom Geber fernhalten
Wind, Böen und der Rotor erzeugen dauerhaft Schwingungen. Direkt am Lager montiert, leidet ein Geber unter diesen Erschütterungen. An stark schwingenden Stellen gehört er deshalb über einen Schlauch abgesetzt an eine ruhige, gut erreichbare Stelle. Der Spenderwechsel ist dann ohne Abschalten der Anlage möglich.
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Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Windenergie. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
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Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
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Häufige Fragen zur Schmierung von Windkraftanlagen
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In Windkraftanlagen bewähren sich automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber, die direkt am Lager oder über eine kurze Leitung sitzen. Sie geben über Monate kleine Fettmengen ab und müssen nicht bei jeder Wartung von Hand nachgefüllt werden. Bewährt haben sich Modelle mit stufenlos einstellbarer Laufzeit von 1 bis 12 Monaten, einem dicht geschlossenen Gehäuse (IP68) gegen Feuchtigkeit und einem transparenten Behälter zur Mengenkontrolle. Stark schwingende Stellen koppelt man besser indirekt über einen Schlauch an, damit die Vibration den Geber nicht beschädigt.
Die wichtigsten Schmierstellen einer Windkraftanlage sind die drei Rotorblattlager mit ihrer Verzahnung, die Pitch-Antriebe für die Blattverstellung, das Hauptlager der Rotorwelle, das Azimutlager mit der Azimutverzahnung für die Windnachführung sowie die Generatorlager. Dazu kommen je nach Bauart die Getriebelager. Fast alle dieser Stellen drehen langsam oder bewegen sich nur in kleinen Schritten und sind in der Gondel sehr schlecht erreichbar.
Die Lager sitzen in der Gondel auf 80 bis 150 Metern Höhe, oft an abgelegenen oder Offshore-Standorten. Jede Wartung bedeutet Anfahrt, Aufstieg und Arbeit in der Höhe — teuer und nur selten möglich. Wird von Hand zu wenig oder zu viel geschmiert, leiden die Lager. Automatische Schmierstoffgeber liefern dagegen kontinuierlich die richtige Fettmenge und müssen nur ein- bis zweimal im Jahr gewechselt werden.
Rotorblattlager und Pitch-Antriebe bewegen sich nur in kleinen Winkeln hin und her und stehen oft still. Dabei entsteht keine durchgehende Schmierschicht, und an den immer gleichen Kontaktstellen drohen Stillstandsmarken (False Brinelling). Hilfreich ist ein haftstarkes Hochlastfett mit EP-Zusätzen, das laufend in kleinen Mengen nachgedrückt wird. So gelangt an jeder Position frisches Fett an die Laufbahn und altes, belastetes Fett wird verdrängt. Mehr dazu auf der Seite Wälzlager richtig schmieren.
Für die meisten Wälzlager in der Gondel eignet sich ein synthetisches Mehrzweckfett der NLGI-Klasse 2, das von etwa -30 °C bis +120 °C trägt und Feuchtigkeit standhält. Rotorblatt- und Azimutlager mit Stoß- und Schwinglast brauchen ein Hochlastfett mit EP-Zusätzen, oft NLGI 1 bis 2. Offene Verzahnungen an Blatt- und Azimutring versorgt man mit einem haftstarken Getriebefließfett. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Ja. Weil jeder Wartungseinsatz in der Gondel teuer ist und ein Lagerschaden lange Stillstände verursacht, rechnen sich automatische Schmierstoffgeber meist schnell. Sie senken den Aufwand für die Hand-Schmierung, halten die Lager gleichmäßig versorgt und lassen sich beim Spenderwechsel im laufenden Betrieb tauschen. Schon ein vermiedener Hauptlager- oder Getriebeschaden wiegt die Investition in der Regel auf.
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Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Rotorblattlager, Hauptlager, Azimut, Generator. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.