Verteilt, im Freien, oft unbemannt: automatische Schmierung für erneuerbare Energien
Solar-Tracker im Feld, Turbinenlager in der Wasserkraft, Förderschnecken im Biomasse-Heizkraftwerk: In Anlagen für erneuerbare Energien liegen die Schmierstellen weit verteilt, stehen oft im Freien und werden selten von Hand erreicht. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager kontinuierlich — auch dort, wo kein Servicetrupp täglich vorbeikommt.
In Anlagen für erneuerbare Energien liegen die Lager weit verteilt, stehen oft im Freien und werden selten von Hand geschmiert. Am kritischsten sind die Drehlager und Antriebe der Solar-Tracker, die Turbinen- und Generatorlager in der Wasserkraft, die Wehr- und Rechenreiniger-Antriebe sowie die Förderschnecken und Gebläse im Biomasse-Heizkraftwerk. Autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen einzelne, abgelegene Stellen; viele Lager an einer Maschine bündelt ein Mehrpunktsystem. Für die meisten Stellen passt ein wasserfestes Mehrzweckfett (NLGI 2), in Gewässernähe ein biologisch abbaubares Fett auf Esterbasis. Wer den Überblick über Wälzlager und Getriebe behalten will, erfasst alle Stellen digital im Manager. Hinweis: Windenergie und Biogasanlagen behandeln wir auf eigenen Seiten.
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Herausforderungen bei erneuerbaren Energien
Was Lager und Antriebe in Solar-, Wasserkraft- und Biomasse-Anlagen täglich belastet
Kritisch
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Wetter im Dauereinsatz
Solar-Tracker, Wehr-Antriebe und Rechenreiniger stehen ganzjährig im Freien. Regen, UV-Strahlung und Frost altern das Fett und lassen Lager korrodieren.
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Wasser & Auswaschung
In der Wasserkraft laufen Turbinen-, Generator- und Wehrlager mit ständigem Wasserkontakt. Das Wasser wäscht normales Fett aus den Lagern.
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Weit verteilte Stellen
Bei Solarparks und Wasserkraftketten liegen die Lager über große Flächen verstreut. Jede Stelle einzeln von Hand zu schmieren kostet viel Fahrzeit.
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Staub & Holzfasern
In Biomasse-Heizkraftwerken dringen feiner Staub und Holzfasern in die Lager von Förderschnecken und Gebläsen ein und wirken wie Schmirgel.
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Langsame Drehung, hohe Last
Tracker-Drehlager, Wehrschütze und Schneckenantriebe drehen sehr langsam unter hoher Last. Der Schmierfilm reißt leicht ab, das Lager läuft trocken.
🛰️
Unbemannter Betrieb
Viele Anlagen laufen ohne festes Personal vor Ort. Manuelles Nachschmieren wird vergessen oder zu spät erledigt — bis ein Lager ausfällt.
Bei erneuerbaren Energien fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Wetter, Wasser und lange Wege zusammen. Ein gutes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett Wasser und Schmutz aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit — ohne dass jemand jede Reihe anfahren muss.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Solar-, Wasserkraft- und Biomasse-Anlagen
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Schmierstellen nach Prozessbereich bei erneuerbaren Energien
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone bei erneuerbaren Energien
Drei Basistypen für Solar, Wasserkraft und Biomasse
Zone A — Wetter & Standard
Mehrzweckfett NLGI 2
Für Solar-Tracker & Außenlager
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
Zone B — Wasser & Gewässernähe
Bio & wasserfest
Für Wasserkraft, Wehr & Rechenreiniger
BasisEster (bio) / Mineralöl
VerdickerCa-Komplex / Ca-Sulfonat
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone C — Staub & Schwerlast
EP mit MoS₂
Für Förderschnecken & Biomasse
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
⚠️ Kälte, Wasser und Verträglichkeit beachten
Im Freien zählt die echte Lagertemperatur, nicht die Hallenluft. Bei Frost muss das Fett noch fördern, im Sommer darf es nicht zu dünn werden. In Gewässernähe ein wasserfestes, möglichst biologisch abbaubares Fett wählen. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen aus verschiedenen Verdickern können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Den richtigen Schmierstoffgeber finden
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Welcher Schmierstoffgeber passt zu Ihrer Anlage für erneuerbare Energien?
Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante bei erneuerbaren Energien sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal an frei zugänglichen Tracker- und Pumpenlagern
Für Generatoren, Gebläse und Hallenaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Oft empfohlen
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt geschützt vor Spritzwasser und Witterung
Ideal für Wehr-, Rechenreiniger- und Förderschnecken-Lager (Schlauch bis 5 m)
Schützt Elektronik und Batterie vor Nässe und Kälte
Einfacher Austausch an schwer erreichbaren Stellen
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Nässe und Kälte vom Geber fernhalten
Elektromechanische Geber und ihre Batterien vertragen Dauernässe und starke Kälte nur bedingt. An Wehr-, Wasserkraft- und Außenlagern gehört der Geber an eine geschützte Stelle, verbunden über eine wetterfeste Leitung. So bleibt nur das Fett der Witterung ausgesetzt, nicht die Elektronik.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Erneuerbare Energien. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
perma FLEX
Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung bei erneuerbaren Energien
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Das hängt vom Anlagentyp ab. Für einzelne, schwer erreichbare Lager an Solar-Trackern oder Wehr-Antrieben passen autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit von 1–12 Monaten. In Wasserkraftwerken und Biomasse-Heizkraftwerken mit vielen Lagern an einer Maschine lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig ist überall ein wetter- und wasserfestes Gehäuse, weil viele Stellen im Freien oder im Spritzwasser liegen.
Solar-Tracker bewegen die Module dem Sonnenstand nach und tragen dabei Drehlager, Schwenkantriebe und teils Getriebe. Diese Lager liegen weit verteilt im Feld, drehen langsam und stehen ganzjährig im Freien. Autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager kontinuierlich, ohne dass ein Servicetrupp jede Reihe einzeln anfahren muss. Empfohlen wird ein wasserfestes Mehrzweckfett der NLGI-Klasse 2, das auch bei Frost noch fördert.
Turbinen- und Generatorlager in Wasserkraftwerken laufen oft mit Wasserkontakt, hoher Last und langsamer bis mittlerer Drehzahl. Empfohlen wird ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2, das vom Wasser kaum ausgewaschen wird und vor Korrosion schützt. In Gewässernähe ist ein biologisch abbaubares Fett auf Esterbasis sinnvoll. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Die häufigsten Ursachen sind Wetter, Wasser und lange Wartungsintervalle. Viele Lager an Solar-Trackern, Wehr-Antrieben und Rechenreinigern stehen im Freien und werden von Regen und Frost belastet. In der Wasserkraft wäscht Wasser das Fett aus, in Biomasse-Anlagen dringen Staub und Holzfasern in die Lager ein. Weil Anlagen oft abgelegen und unbemannt sind, wird zu selten von Hand nachgeschmiert. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken frisches Fett nach, das Wasser und Schmutz verdrängt.
Ein Biomasse-Heizkraftwerk hat Schmierstellen entlang der gesamten Brennstoffkette: Lager an Förderschnecken und Kratzkettenförderern für Hackschnitzel, Antriebslager der Brennstoffzuteilung, Gebläse- und Saugzuglager am Kessel sowie Pumpen- und Generatorlager im Wasser-Dampf-Kreislauf. Förderschnecken und Gebläse sehen Staub und Holzfasern, Stellen am Kessel sehen Wärme. Wegen der vielen, oft schwer erreichbaren Lager bieten sich automatische Schmierstoffgeber und Mehrpunktsysteme an.
In Gewässernähe, etwa an Wehren, Rechenreinigern und Schützenantrieben, ist ein biologisch abbaubares Fett auf Esterbasis sinnvoll. Es erfüllt die Anforderungen umweltverträglicher Schmierstoffe und schützt das Gewässer, falls geringe Mengen austreten. Wichtig ist, dass das Fett trotz Umweltverträglichkeit wasserfest bleibt und vor Korrosion schützt. Verträglichkeit und Eignung mit dem Hersteller abklären.
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Schmierstellen in Anlagen für erneuerbare Energien digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Solar-Tracker, Wasserkraft, Biomasse. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.