Salzluft, Schwerlast und Krane in luftiger Höhe: Schmierstoffgeber für die Werft
Beim Bau und der Reparatur von Schiffen arbeiten Krane, Docktore und Bearbeitungsanlagen im Freien direkt am Wasser. Salzluft, Regen und schwere Lasten greifen jedes Lager an — und viele Schmierstellen liegen weit oben oder schwer erreichbar. Automatische Schmierstoffgeber versorgen sie kontinuierlich, ohne dass jemand mit der Fettpresse klettern muss.
Auf der Werft haben es Lager schwer: Salzluft lässt sie rosten, Regen und Spritzwasser waschen das Fett aus, und Schwerlastkrane belasten die Lager bei langsamer Drehung stark. Am kritischsten sind die Lager an Portal- und Schwerlastkranen, an Dockanlagen und Toren sowie an Schweißportalen und Plattenbearbeitung — viele davon hoch oben und schwer erreichbar. Indirekt montierte Einzelpunkt-Schmierstoffgeber sitzen an einer gut zugänglichen Stelle und versorgen das Lager über eine kurze Leitung; mehrere Lager an einer Maschine bündelt man in einem Mehrpunktsystem. Empfohlen wird ein Fett mit Calciumsulfonat-Komplex (NLGI 2) wegen seines starken Korrosionsschutzes; an Schwerlastlagern darf es zusätzlich EP-Wirkstoffe enthalten.
⚠️
Herausforderungen auf der Werft
Was Lager und Antriebe im Schiffbau täglich angreift
Kritisch
🧂
Salzluft & Korrosion
Direkt am Wasser greift salzhaltige Luft jedes Lager an. Ohne dauerhaften Fettfilm setzt schnell Rost an Laufbahnen und Wellen an — das Lager läuft rau und fällt früh aus.
💧
Regen & Spritzwasser
Krane und Dockanlagen stehen im Freien. Regen und Spritzwasser waschen das Fett aus offenen Lagern, sodass Wasser eindringt und die Schmierung versagt.
🏗️
Schwerlast bei langsamer Drehung
Portal- und Schwerlastkrane heben sehr schwere Sektionen. Die Laufrad- und Drehkranzlager tragen hohe Lasten bei langsamer Bewegung — der Schmierfilm reißt leicht ab.
🪜
Schwer erreichbare Kranlaufbahnen
Viele Lager sitzen viele Meter hoch oben an Kranlaufbahnen und Seilrollen. Manuelles Abschmieren bedeutet Klettern, Hubsteiger und Absturzgefahr — Stellen werden ausgelassen.
💨
Strahlmittel & Schleifstaub
Beim Strahlen und Schleifen der Stahlplatten entsteht feiner, harter Staub. Dringt er ins Lager ein, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf.
🌡️
Wetter & Temperaturwechsel
Frost im Winter, Hitze im Sommer und ständige Feuchte fordern den Schmierstoff. Ein zu zähes Fett läuft im Kalten nicht an, ein zu weiches wird ausgewaschen.
Auf der Werft fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Salzluft, Wasser und schwere Last zusammen. Ein gutes Korrosionsschutzfett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett das Wasser aus dem Lager schiebt und einen Schutzfilm hält. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit — auch an Stellen, die man nur mit dem Hubsteiger erreicht.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Werften und Hafenkranen
⚙️
Schmierstellen nach Prozessbereich auf der Werft
Krananlagen · Dock & Slip · Bearbeitung & Konservierung
01 · Krananlagen
Portal-, Brücken- & Schwerlastkrane
LaufradlagerRäder der Kranstützen auf der Laufbahn — Schwerlast, im Freien
Seil- & UmlenkrollenRollenlager am Ausleger, ständig der Salzluft ausgesetzt
Drehkranz & HubwerkGroßwälzlager und Getriebelager am Schwenkwerk
KatzfahrwerkLauf- und Antriebslager der Laufkatze, hoch oben
02 · Dock & Slip
Trockendock, Slipanlage & Tore
Docktor-AntriebSpindeln, Zahnstangen und Lager am Schiebe- oder Klapptor
Slipwagen & HellingRollen und Seilwinden, die Schiffe aus dem Wasser ziehen
Schwenk- & PallunglagerLager an Aufbockeinrichtungen und Kielblöcken
DockpumpenLager und Dichtungen der Lenz- und Flutpumpen
03 · Bearbeitung
Plattenbearbeitung & Konservierung
Brennschneid- & PlasmaportalLinearführungen und Antriebslager der Schneidanlage
Schweißportal & RoboterFührungen, Getriebe- und Drehlager der Schweißautomaten
Strahl- & SchleifanlageLager an Walzen und Förderern unter feinem Strahlstaub
Förder- & TransportsystemeRollenbahnen, Ketten und Hubtische der Plattenlogistik
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Schmierstellen-Matrix Werft
Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle
Prozessbereich
Beanspruchung
Kritikalität
Schmierstoff & System
Portalkran — Laufradlager Räder der Kranstützen auf der Laufbahn
Krananlagen
SchwerlastSalzluftLangsamdrehend
A — Kritisch
Ca-Sulfonat-Komplex EP NLGI 2, wasserfest, Korrosionsschutz Einzelpunkt-Geber, indirekt bei schwerem Zugang
Kran-Drehkranz Großwälzlager am Schwenkwerk
Krananlagen
HöchstlastLangsamdrehendSalzluft
A — Kritisch
EP-Hochlastfett NLGI 2, hochviskos Mehrpunktsystem auf dem Drehkranz verteilt
Wasserbeständiges Wälzlagerfett NLGI 2 Direkt am Motorlager, Kleinstmengen
Förder- & Rollenbahnen Rollen- und Kettenlager der Plattenlogistik
Bearbeitung
StaubLast
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2, für Kette Haftöl Einzelpunkt-Geber je Gruppe, Kettenschmierung
Hallenkran & E-Motoren Lager der Hallenkrane und Antriebe
Gesamte Werft
DrehzahlVibrationen
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3 Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone auf der Werft
Drei Basistypen für Salzluft, Schwerlast und Bearbeitung
Zone A — Salzluft & Nässe
Ca-Sulfonat-Komplex EP NLGI 2
Für Krane, Seilrollen & Dock im Freien
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone B — Schwerlast
EP Komplex mit MoS₂
Für Drehkranz, Laufräder & Slipanlage
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Bearbeitung & Staub
Mehrzweck-EP NLGI 2
Für Schweißportal, Förderer & Halle
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2 (Führungen 0/1)
Temperatur-30 °C bis +130 °C
⚠️ Korrosionsschutz und Fettverträglichkeit beachten
Entscheidend ist der Korrosionsschutz: An der Wasserkante muss das Fett salzhaltige Luft und Wasser abhalten. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen — Mischungen aus verschiedenen Komplexseifen können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen und einen sauberen Übergang einplanen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und wie sich Gleitlager schmieren lassen, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante auf der Werft sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen Lagern in der Halle
Für Pumpen, E-Motoren und Förderanlagen geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Werften
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt an gut erreichbarer, geschützter Stelle
Ideal für hohe Kranlaufbahnen und Seilrollen (Schlauch bis 5 m)
Schützt Elektronik und Batterie vor Spritzwasser und Salzluft
Gerätetausch ohne Klettern oder Hubsteiger
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Geber vor Salzluft und Wasser schützen
Elektromechanische Geber und ihre Batterien vertragen dauerhaftes Spritzwasser und Salzluft nicht gut. An exponierten Lagern gehört der Geber an eine geschützte, gut erreichbare Stelle, verbunden über eine kurze Leitung. So bleibt nur das Fett dem Wetter ausgesetzt, nicht die Elektronik — und der Tausch ist sicher vom Boden aus möglich.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
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Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
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Häufige Fragen zur Schmierung auf der Werft
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Auf der Werft bewähren sich robuste Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit dicht geschlossenem Gehäuse, das Salzluft und Spritzwasser standhält. An Kranlaufbahnen und im Dock sitzen viele Lager weit oben oder schwer zugänglich — hier spart der automatische Geber das gefährliche Klettern mit der Fettpresse. Wichtig sind eine einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und ein Fett mit gutem Korrosionsschutz. Für mehrere Lager an einer Maschine, etwa an einem Schweißportal, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter.
An der Wasserkante greift Salzluft jedes Lager an. Empfohlen wird ein Fett mit Calciumsulfonat-Komplex der NLGI-Klasse 2: Es bietet von Haus aus sehr guten Korrosionsschutz, wird vom Wasser kaum ausgewaschen und trägt hohe Lasten. An langsam drehenden Schwerlastlagern darf das Fett zusätzlich EP-Wirkstoffe enthalten. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Kranlaufbahnen, Seilrollen und Laufradlager liegen oft viele Meter über dem Boden. Manuelles Abschmieren bedeutet dort Klettern, Hubsteiger und Absturzgefahr. Mit automatischen Schmierstoffgebern wird jedes Lager kontinuierlich mit kleinen Fettmengen versorgt, ohne dass jemand hinaufmuss. Schwer erreichbare Stellen verbindet man indirekt über eine kurze Leitung mit einem Geber, der an gut zugänglicher Stelle sitzt — so wird der Gerätetausch sicher und schnell. Wie sich Förderband-Lager schmieren lassen, zeigt die Anwendungsseite analog.
Die häufigsten Ursachen sind Salzluft, Wasser und Schwerlast. Salzhaltige Luft lässt Lager rosten, Regen und Spritzwasser waschen das Fett aus, und Schwerlastkrane belasten die Laufradlager bei langsamer Drehung sehr stark. Kommt manuelles Schmieren mit vergessenen, schwer erreichbaren Stellen hinzu, läuft das Lager trocken und rostet. Automatische Schmierstoffgeber drücken laufend kleine Mengen frisches Fett nach, das Wasser und Schmutz aus dem Lager verdrängt und einen Korrosionsfilm hält.
Ein Portalkran hat Laufradlager an den Stützen, Seilrollen und Umlenkrollen, das Lager der Seiltrommel sowie Lager an Katze und Hubwerk. Dazu kommen Drehkränze, Antriebsgetriebe und oft offene Zahnkränze. Viele dieser Stellen sitzen hoch oben und im Freien, also direkt in der Salzluft. Sie brauchen ein wasserfestes Fett mit gutem Korrosionsschutz, das über Einzelpunkt-Geber an den Wälzlagern oder ein Mehrpunktsystem verteilt wird.
Ja. Eine Werft hat hunderte Schmierstellen verteilt auf große Krane, Dock, Tore und Bearbeitungsanlagen — viele davon im Freien und schwer erreichbar. Manuelles Abschmieren kostet Zeit, ist bei Höhe und Wetter gefährlich und wird oft vergessen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle gleichmäßig, verlängern die Lagerlebensdauer und senken die Korrosionsschäden. Schon ein vermiedener Kranausfall, der einen Dock- oder Ablieferungstermin gefährdet, wiegt die Investition meist auf.
🔧 Kostenloses Tool für Instandhalter
Schmierstellen in der Werft digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Portalkrane, Dock und Tore, Bearbeitungsanlagen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.