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Sand wäscht das Fett aus, Wasser frisst das Lager: automatische Schmierung im Kieswerk

Im Kieswerk arbeiten Lager mitten im Nassen und Abrasiven: feiner Sand wirkt wie Schmirgel, Waschwasser spült das Fett aus, und das Sieb rüttelt den Schmierfilm auseinander. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager kontinuierlich — auch dort, wo das Abschmieren von Hand mühsam und gefährlich ist.

Betrieb: Außen, ganzjährig
Umgebung: nass & abrasiv
Schmierstellen: 50–300+ je Werk
Hauptproblem: Sand & Wasser
Automatische Schmierung an einer Siebanlage im Kieswerk – Förderbänder und Kieshaufen
300 +
Schmierstellen je größerem Werk
Nass
Wäsche & Klassierung im Spritzwasser
−20 °C
Frost im Außenbetrieb im Winter
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

Im Kieswerk haben es Lager dreifach schwer: feiner Sand dringt ins Lager und reibt wie Schmirgel, das Waschwasser spült das Fett aus, und die Vibrationen am Sieb belasten den Schmierfilm. Am kritischsten sind die Lager an Schwingsieben, Bandtrommeln der Förderbänder, Brechern und den Pumpen für das Kies-Wasser-Gemisch. Robuste, autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber drücken laufend kleine Fettmengen nach und verdrängen so Sand und Wasser aus dem Lager. An Sieben mit starken Vibrationen wird der Geber abgesetzt über einen Schlauch montiert. In der nassen Aufbereitung gehört ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2 ans Lager, im Winter zusätzlich mit gutem Kälteverhalten.

⚠️

Herausforderungen im Kieswerk

Was Lager und Antriebe in Kies- und Schotterwerken täglich zerstört
Kritisch
🏖️

Sand & Abrasion

Feiner Quarzsand ist überall. Dringt er ins Lager ein, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Das Lager verschleißt schneller als jedes Fett es ausgleichen kann.

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Wasser & Auswaschung

In der Wäsche und an nassen Sieben steht das Lager ständig im Spritzwasser. Normales Fett wird ausgewaschen, das Lager rostet und läuft trocken.

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Vibrationen am Sieb

Schwingsiebe rütteln die Lager dauerhaft durch. Das belastet den Schmierfilm und kann angebaute Schmiergeräte beschädigen, wenn sie nicht entkoppelt sind.

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Schwer zugängliche Lager

Stehlager an Bandtrommeln liegen oft hoch oben oder über laufenden Bändern. Das Abschmieren von Hand ist mühsam, zeitraubend und nicht ungefährlich.

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Weitläufige Anlagen

Förderbänder, Siebe und Pumpen verteilen sich über große Flächen. Ein kompletter Schmierrundgang dauert lange und wird bei Personalmangel leicht vergessen.

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Frost & Außenbetrieb

Die meisten Anlagen stehen im Freien. Im Winter wird es kalt, im Sommer heiß. Das Fett muss bei Frost noch fördern und im Sommer trotzdem stabil bleiben.

Im Kieswerk fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Sand, Wasser und Vibration zusammen. Ein wasserfestes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Sand und das Wasser aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Kies- und Schotterwerken
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle in einem Kieswerk
⚙️

Schmierstellen nach Prozessbereich im Kieswerk

Aufbereitung & Brechen · Sieben & Waschen · Einlagerung & Verladung
01 · Aufbereitung

Brechen & Antransport

Backen- & Kegelbrecher Großlager und Exzenter unter Stoßlast, Staub und Schwerlast
Walzenbrecher Walzenlager beim Vorbrechen, hohe Last und Vibration
Annahme-Förderbänder Stehlager der Bandtrommeln und Tragrollen, viel Staub
Radlader-Anbau Bolzen und Gelenke beim Beschicken — Schwerlast im Schmutz
02 · Sieben & Waschen

Klassierung & Wäsche

Schwingsieb-Lager Unwucht- und Erregerlager bei hoher Drehzahl und starker Vibration
Entwässerungssieb Lager im Dauer-Spritzwasser, ständig nass
Wäsche & Schwertwäscher Wellenlager im Kies-Wasser-Gemisch, höchste Auswaschung
Lüfter- & Entstaubung Lager und Dichtungen der Entstaubungsanlage, Staub
03 · Einlagerung

Transport & Verladung

Halden-Förderbänder Bandtrommel- und Antriebsscheibenlager, lange Strecken
Becherwerk Kopf- und Fußlager beim senkrechten Fördern, Staub
Pumpen (Schlamm/Wasser) Lager der Kreisel- und Schlammpumpen für das Wassergemisch
Silo & Verladung Lager an Abfüllung, Verladeband und Antrieben
Schematische Darstellung der Schmierstellen im Kieswerk: Brechen, Sieben, Waschen und Verladung
📋

Schmierstellen-Matrix Kieswerk

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Schwingsieb — Erregerlager
Unwucht- und Erregereinheit
Sieben VibrationDrehzahlStaub A — Kritisch Spezialfett für Siebe NLGI 2, hochviskos, scherstabil
Geber abgesetzt via Schlauch (Vibration entkoppeln)
Entwässerungssieb — Lager
Lager im Dauer-Spritzwasser
Sieben NässeVibrationSand A — Kritisch Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, Ca-Sulfonat-Komplex
Geber abgesetzt, kurzes Intervall
Wäsche / Schwertwäscher
Wellenlager im Kies-Wasser-Gemisch
Waschen Höchste NässeSand A — Kritisch Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, hoher Rostschutz
Einzelpunkt-Geber, kontinuierlich nachdrücken
Backenbrecher — Exzenterlager
Großlager der Brechwelle
Aufbereitung StoßlastSchwerlastStaub A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2 mit MoS₂
Mehrpunktsystem oder Einzelpunkt-Geber, robust
Bandtrommel — Antriebsscheibe
Stehlager am Förderbandkopf
Transport RadiallastStaubAußen B — Mittel Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, Li-/Ca-Komplex
Einzelpunkt-Geber direkt am Stehlager
Schlammpumpe — Lager
Pumpe für Kies-Wasser-Gemisch
Waschen NässeDrehzahl B — Mittel Wasserfestes Fett NLGI 2, gute Wasserbeständigkeit
Einzelpunkt-Geber, Herstellermenge beachten
Kegelbrecher — Lager
Nachbrecher für Splitt
Aufbereitung StoßStaub B — Mittel EP-Hochlastfett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber oder Zentralsystem
Becherwerk — Kopf-/Fußlager
Senkrechtförderung
Einlagerung StaubDauerlauf B — Mittel EP-Universalfett NLGI 2, staubdicht eingebaut
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 3–6 Monate
Tragrollen-Lager Förderband
Lager der Tragrollen entlang der Strecke
Transport StaubAußen B — Mittel Wasserfestes Mehrzweckfett NLGI 2
Geber an kritischen Rollen, sonst Wartung
Lüfter / Entstaubung
Lager und Dichtung der Lüfteranlage
Sieben StaubDrehzahl C — Standard Mehrzweckfett NLGI 2, ggf. Schnelllauffett
Einzelpunkt-Geber, Überschmierung vermeiden
Verladeband / Abfüllung
Lager an Silo und Verladung
Einlagerung StaubStandard C — Standard EP-Universalfett NLGI 2, wasserbeständig
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Antriebsmotoren & Getriebe
Lager der E-Motoren der Anlage
Gesamte Anlage DrehzahlVibration C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone im Kieswerk

Drei Basistypen für die nassen und abrasiven Bedingungen im Kieswerk
Zone A — Nass & Wäsche

Ca-Sulfonat-Komplex EP

Für Wäsche, Entwässerungssieb & Pumpen
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast

EP-Komplex mit MoS₂

Für Brecher, Siebe & Schwerlastlager
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Staub & Standard

Mehrzweckfett EP

Für Bänder, Becherwerk & Antriebe
BasisMineralöl
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und wie die Lager von Pumpen automatisch geschmiert werden, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Welcher Schmierstoffgeber passt zu Ihrem Kieswerk?
Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante im Kieswerk sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal an ruhigen, gut zugänglichen Stehlagern
  • Für Bandtrommeln, Motoren und Hallenaggregate geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – KieswerkDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Staub · z. B. an Sieb & BrecherRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Kieswerk. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma CLASSIC

Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.

Details →
1

perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

Details →
1

perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

Details →
1

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung im Kieswerk

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Kieswerk bewähren sich robuste, autarke Schmierstoffgeber, die ohne Strom auskommen — denn an Sieben, Förderbändern und im Außenbereich liegt oft kein Anschluss an. Gas- oder elektromechanische Einzelpunkt-Geber versorgen jedes Lager mit kleinen Fettmengen und schieben so Sand und Wasser laufend nach außen. An Stellen mit starken Vibrationen, etwa am Sieb, wird der Geber besser abgesetzt über einen Schlauch montiert. Wichtig sind ein geschlossenes, schmutzdichtes Gehäuse und ein wasserfestes Fett.
An nassen Sieben und in der Wäsche steht das Lager ständig im Spritzwasser, und feiner Sand wäscht das Fett aus. Geeignet ist ein wasserfestes Fett der NLGI-Klasse 2 auf Basis von Calciumsulfonat- oder Lithium-Komplexseife mit EP-Zusatz, das vom Wasser kaum ausgewaschen wird und gut gegen Rost schützt. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Stehlager an Bandtrommeln und Tragrollen liegen oft hoch oben, weit verteilt oder über laufenden Bändern — manuelles Schmieren ist mühsam und gefährlich. Mit automatischen Einzelpunkt-Schmierstoffgebern wird jedes Lager kontinuierlich versorgt, ohne dass jemand am laufenden Band hochsteigen muss. Sitzt das Lager an einer schwer erreichbaren Stelle, montiert man den Geber über einen bis zu 5 m langen Schlauch an einem sicheren Ort. Mehr dazu auf der Seite Förderband-Lager schmieren.
Die häufigsten Ursachen sind Sand, Wasser und Vibrationen. Feiner Quarzsand dringt ins Lager ein und wirkt wie Schmirgel, das Waschwasser wäscht das Fett aus, und die Schwingungen am Sieb belasten den Schmierfilm zusätzlich. Wird dann von Hand zu selten oder mit der falschen Menge geschmiert, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken frisches Fett nach, das Sand und Wasser aus dem Lager verdrängt.
Eine Siebanlage hat in der Regel zwei bis vier Lager am Schwingsieb selbst, dazu die Lager der Unwucht- oder Erregereinheit, die das Sieb in Schwingung versetzt. Diese Lager sehen hohe Drehzahlen, starke Vibrationen, Staub und bei nassen Sieben zusätzlich Spritzwasser. Sie zählen zu den kritischsten Stellen im Werk. Empfohlen wird ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2, das über abgesetzt montierte Schmierstoffgeber versorgt wird, damit die Vibration den Geber nicht beschädigt.
Ja, gerade dort. Ein Kieswerk erstreckt sich oft über große Flächen mit vielen verteilten Förderbändern, Sieben und Pumpen. Das manuelle Abschmieren kostet viel Zeit und wird bei Personalmangel leicht vergessen. Automatische Schmierstoffgeber an jedem Lager sparen die täglichen Rundgänge, machen das Schmieren unabhängig vom Personal und verhindern Ausfälle, die ganze Linien stillstehen lassen. Schon ein vermiedener Bandriss oder Lagerschaden wiegt die Investition meist auf.
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Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Siebe, Förderbänder, Brecher, Pumpen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.
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Weiterführende Informationen zur Instandhaltung