Sand wäscht das Fett aus, Wasser frisst das Lager: automatische Schmierung im Kieswerk
Im Kieswerk arbeiten Lager mitten im Nassen und Abrasiven: feiner Sand wirkt wie Schmirgel, Waschwasser spült das Fett aus, und das Sieb rüttelt den Schmierfilm auseinander. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager kontinuierlich — auch dort, wo das Abschmieren von Hand mühsam und gefährlich ist.
Im Kieswerk haben es Lager dreifach schwer: feiner Sand dringt ins Lager und reibt wie Schmirgel, das Waschwasser spült das Fett aus, und die Vibrationen am Sieb belasten den Schmierfilm. Am kritischsten sind die Lager an Schwingsieben, Bandtrommeln der Förderbänder, Brechern und den Pumpen für das Kies-Wasser-Gemisch. Robuste, autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber drücken laufend kleine Fettmengen nach und verdrängen so Sand und Wasser aus dem Lager. An Sieben mit starken Vibrationen wird der Geber abgesetzt über einen Schlauch montiert. In der nassen Aufbereitung gehört ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2 ans Lager, im Winter zusätzlich mit gutem Kälteverhalten.
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Herausforderungen im Kieswerk
Was Lager und Antriebe in Kies- und Schotterwerken täglich zerstört
Kritisch
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Sand & Abrasion
Feiner Quarzsand ist überall. Dringt er ins Lager ein, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Das Lager verschleißt schneller als jedes Fett es ausgleichen kann.
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Wasser & Auswaschung
In der Wäsche und an nassen Sieben steht das Lager ständig im Spritzwasser. Normales Fett wird ausgewaschen, das Lager rostet und läuft trocken.
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Vibrationen am Sieb
Schwingsiebe rütteln die Lager dauerhaft durch. Das belastet den Schmierfilm und kann angebaute Schmiergeräte beschädigen, wenn sie nicht entkoppelt sind.
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Schwer zugängliche Lager
Stehlager an Bandtrommeln liegen oft hoch oben oder über laufenden Bändern. Das Abschmieren von Hand ist mühsam, zeitraubend und nicht ungefährlich.
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Weitläufige Anlagen
Förderbänder, Siebe und Pumpen verteilen sich über große Flächen. Ein kompletter Schmierrundgang dauert lange und wird bei Personalmangel leicht vergessen.
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Frost & Außenbetrieb
Die meisten Anlagen stehen im Freien. Im Winter wird es kalt, im Sommer heiß. Das Fett muss bei Frost noch fördern und im Sommer trotzdem stabil bleiben.
Im Kieswerk fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Sand, Wasser und Vibration zusammen. Ein wasserfestes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Sand und das Wasser aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Kies- und Schotterwerken
Verladeband / Abfüllung Lager an Silo und Verladung
Einlagerung
StaubStandard
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2, wasserbeständig Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Antriebsmotoren & Getriebe Lager der E-Motoren der Anlage
Gesamte Anlage
DrehzahlVibration
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3 Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone im Kieswerk
Drei Basistypen für die nassen und abrasiven Bedingungen im Kieswerk
Zone A — Nass & Wäsche
Ca-Sulfonat-Komplex EP
Für Wäsche, Entwässerungssieb & Pumpen
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast
EP-Komplex mit MoS₂
Für Brecher, Siebe & Schwerlastlager
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Staub & Standard
Mehrzweckfett EP
Für Bänder, Becherwerk & Antriebe
BasisMineralöl
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
⚠️ Wasserbeständigkeit zuerst, dann Kälteverhalten
In der nassen Aufbereitung ist die Wasserbeständigkeit das wichtigste Kriterium: Das Fett darf vom Spritzwasser kaum ausgewaschen werden und muss gut gegen Rost schützen. Im Außenbetrieb kommt das Kälteverhalten dazu — das Fett muss bei Frost noch zur Schmierstelle gefördert werden. Bei einem Fettwechsel die Verträglichkeit prüfen: Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Wann welche Montagevariante im Kieswerk sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal an ruhigen, gut zugänglichen Stehlagern
Für Bandtrommeln, Motoren und Hallenaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Siebe & nasse Lager
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Entkoppelt den Geber von den Vibrationen am Sieb
Ideal für Schwingsiebe und schwer erreichbare Lager (Schlauch bis 5 m)
Geber sitzt an einer sicheren, trockenen Stelle
Einfacher Austausch ohne Aufstieg ans laufende Band
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Vibration vom Geber fernhalten
Schwingsiebe rütteln dauerhaft. Sitzt ein Schmierstoffgeber direkt am Sieblager, kann die Vibration ihn lösen oder beschädigen. An solchen Stellen gehört der Geber abgesetzt an eine ruhige Stelle, verbunden über einen flexiblen Schlauch. So wird nur die Fettleitung bewegt, nicht das Gerät selbst.
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Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
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Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung im Kieswerk
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Kieswerk bewähren sich robuste, autarke Schmierstoffgeber, die ohne Strom auskommen — denn an Sieben, Förderbändern und im Außenbereich liegt oft kein Anschluss an. Gas- oder elektromechanische Einzelpunkt-Geber versorgen jedes Lager mit kleinen Fettmengen und schieben so Sand und Wasser laufend nach außen. An Stellen mit starken Vibrationen, etwa am Sieb, wird der Geber besser abgesetzt über einen Schlauch montiert. Wichtig sind ein geschlossenes, schmutzdichtes Gehäuse und ein wasserfestes Fett.
An nassen Sieben und in der Wäsche steht das Lager ständig im Spritzwasser, und feiner Sand wäscht das Fett aus. Geeignet ist ein wasserfestes Fett der NLGI-Klasse 2 auf Basis von Calciumsulfonat- oder Lithium-Komplexseife mit EP-Zusatz, das vom Wasser kaum ausgewaschen wird und gut gegen Rost schützt. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Stehlager an Bandtrommeln und Tragrollen liegen oft hoch oben, weit verteilt oder über laufenden Bändern — manuelles Schmieren ist mühsam und gefährlich. Mit automatischen Einzelpunkt-Schmierstoffgebern wird jedes Lager kontinuierlich versorgt, ohne dass jemand am laufenden Band hochsteigen muss. Sitzt das Lager an einer schwer erreichbaren Stelle, montiert man den Geber über einen bis zu 5 m langen Schlauch an einem sicheren Ort. Mehr dazu auf der Seite Förderband-Lager schmieren.
Die häufigsten Ursachen sind Sand, Wasser und Vibrationen. Feiner Quarzsand dringt ins Lager ein und wirkt wie Schmirgel, das Waschwasser wäscht das Fett aus, und die Schwingungen am Sieb belasten den Schmierfilm zusätzlich. Wird dann von Hand zu selten oder mit der falschen Menge geschmiert, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken frisches Fett nach, das Sand und Wasser aus dem Lager verdrängt.
Eine Siebanlage hat in der Regel zwei bis vier Lager am Schwingsieb selbst, dazu die Lager der Unwucht- oder Erregereinheit, die das Sieb in Schwingung versetzt. Diese Lager sehen hohe Drehzahlen, starke Vibrationen, Staub und bei nassen Sieben zusätzlich Spritzwasser. Sie zählen zu den kritischsten Stellen im Werk. Empfohlen wird ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2, das über abgesetzt montierte Schmierstoffgeber versorgt wird, damit die Vibration den Geber nicht beschädigt.
Ja, gerade dort. Ein Kieswerk erstreckt sich oft über große Flächen mit vielen verteilten Förderbändern, Sieben und Pumpen. Das manuelle Abschmieren kostet viel Zeit und wird bei Personalmangel leicht vergessen. Automatische Schmierstoffgeber an jedem Lager sparen die täglichen Rundgänge, machen das Schmieren unabhängig vom Personal und verhindern Ausfälle, die ganze Linien stillstehen lassen. Schon ein vermiedener Bandriss oder Lagerschaden wiegt die Investition meist auf.
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