Gesteinsstaub, Schläge und Nässe stoppen kein Lager mehr: Schmierstoffgeber für den Steinbruch
Im Steinbruch arbeiten Lager mitten im scharfen Gesteinsstaub, unter ständigen Schlägen von Brecher und Sieb und im Regen. Automatische Schmierstoffgeber drücken laufend frisches Fett nach — auch an Stellen, die hoch oben am Förderband oder dicht am Brecher kaum erreichbar sind.
Im Steinbruch haben es Lager dreifach schwer: scharfer Gesteinsstaub wirkt wie Schmirgel, Brecher und Siebe erzeugen ständige Schläge, und Regen wäscht das Fett aus. Am kritischsten sind die Lager an Backen- und Kegelbrechern, den Erregerlagern der Schwingsiebe, den Stehlagern der Förderbänder und in den Mühlen. Robuste Einzelpunkt-Schmierstoffgeber werden direkt aufs Lager geschraubt und drücken laufend kleine Mengen frisches Fett nach — das hält den Staub draußen und schützt schwer erreichbare Stellen. Für Brecher eignet sich ein Hochlastfett mit EP-Zusätzen (NLGI 2), an Bändern und im Nassbereich ein wasserfestes EP-Fett. Mehrere Lager an einer Maschine bündelt man über ein Mehrpunktsystem.
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Herausforderungen im Steinbruch
Was Lager und Antriebe in Minen und Steinbrüchen täglich zerstört
Kritisch
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Scharfer Gesteinsstaub
Beim Brechen und Sieben entsteht feiner, harter Staub. Dringt er ins Lager ein, reibt er wie Schmirgel an den Laufbahnen und zerstört den Schmierfilm.
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Stoß- und Schwerlast
Backen-, Kegel- und Prallbrecher zerschlagen Hartgestein mit voller Wucht. Die Schläge laufen direkt auf die Lager — der Schmierfilm reißt leicht ab.
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Vibration der Siebe
Schwingsiebe arbeiten mit kräftiger Unwucht. Die Erregerlager drehen schnell, werden heiß und schütteln das Fett aus dem Lager.
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Regen, Schlamm & Waschwasser
Im Freien und in der Nassaufbereitung waschen Regen und Spritzwasser das Fett aus den Lagern. Korrosion und Auswaschung folgen.
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Schwer erreichbare Stellen
Viele Lager sitzen hoch am Förderband, am laufenden Sieb oder dicht am Brecher. Wer dort von Hand schmiert, riskiert Unfälle — oder vergisst die Stelle.
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Weit verteilte Anlage
Bänder, Brecher und Silos liegen über das ganze Gelände verstreut. Der Schmierrundgang dauert lange, einzelne Stellen werden zu selten versorgt.
Im Steinbruch fällt ein Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Staub, Stöße und Nässe zusammen. Ein gutes Fett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den eindringenden Staub wieder herausschiebt und eine Fettdichtung am Lager hält. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit stufenlos einstellbarer Laufzeit.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Steinbrüchen und Aufbereitungsanlagen
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Schmierstellen nach Prozessbereich im Steinbruch
Gewinnung & Transport · Brechen & Sieben · Aufbereitung & Verladung
01 · Gewinnung & Transport
Bohren, Laden & Fördern
BohrgeräteLager an Drehkopf und Vorschub im Dauerstaub des Bohrlochs
Radlader & BaggerBolzen, Buchsen und Schwenklager am Anbaugerät, Stoßlast
Förderband-StehlagerAntriebs- und Umlenktrommeln, weit verteilt und schwer erreichbar
Tragrollen & GurtstrafferViele Rollenlager entlang langer Bänder im Staub
02 · Brechen & Sieben
Brecher & Schwingsiebe
BackenbrecherPleuel- und Exzenterwellenlager unter höchster Stoßlast
Kegel- & PrallbrecherHaupt- und Wellenlager, langsam drehend, schwere Last
SchwingsiebeErregerlager mit hoher Drehzahl, Vibration und Wärme
Rollenrost & SchubtischeLager der Vorabsiebung mit grobem Material und Staub
03 · Aufbereitung & Verladung
Mühlen, Wäsche & Silos
MühlenGroßlager der Mahlanlage unter Dauerlast und Vibration
Nassaufbereitung & PumpenMotor- und Pumpenlager bei Wäsche und Schwimmaufbereitung
Lüfter & VentilatorenSchnell drehende Lager der Entstaubung
Silo & VerladungLager an Siloabfüllung, Absackung und Palettierung
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Schmierstellen-Matrix Steinbruch
Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle
Prozessbereich
Beanspruchung
Kritikalität
Schmierstoff & System
Backenbrecher — Exzenterwelle Pleuel- und Hauptlager
Brechen
StoßlastStaubSchwerlast
A — Kritisch
Hochlastfett NLGI 2, EP mit MoS₂ Mehrere Geber je Brecher, Schutzhaube
Kegelbrecher — Hauptlager Exzenter- und Wellenlager
Brechen
SchwerlastLangsamdrehendStaub
A — Kritisch
Hochlastfett NLGI 2, EP, hochviskos Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber
Schwingsieb — Erregerlager Unwucht-Antrieb der Siebmaschine
Haftendes EP-Fett NLGI 2, MoS₂ Geber an schwer erreichbaren Gelenken
Silo & Verladung Lager an Abfüllung, Absackung & Palettierung
Verladung
StaubStandardlast
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber, Laufzeit bis 12 Monate
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone im Steinbruch
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Gesteinsaufbereitung
Zone A — Stoß & Schwerlast
EP-Hochlastfett mit MoS₂
Für Brecher, Mühlen & Radlader
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +120 °C
Zone B — Nässe & Staub
Wasserfestes EP-Fett
Für Förderbänder, Pumpen & Nassaufbereitung
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalciumsulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Drehzahl & Vibration
Wälzlagerfett synthetisch
Für Erregerlager, Lüfter & Motoren
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2–3
Temperatur-30 °C bis +140 °C
⚠️ Herstellervorgabe und Verträglichkeit beachten
Erregerlager von Sieben haben oft eine genaue Vorgabe für Fettsorte und Menge — die hat Vorrang. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen und auf eine Sorte umstellen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und worauf es beim Schmieren der Förderband-Lager ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
LUBIX Schmierstoffgeber-Finder
Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante im Steinbruch sinnvoll ist
Empfohlen für Steinbrüche
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle, einfache Installation ohne Hilfsmittel
Ideal für Stehlager an Förderbändern und Brechern
Frisches Fett kommt direkt ans Lager, Staub bleibt draußen
Mit Schutzhaube auch nah am Brecher gegen Steinschlag sicher
Kein Schlauch, der durch Staub und Erschütterung leidet
Variante 2
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt geschützt abseits von Vibration und Steinschlag
Sinnvoll, wenn das Lager zu eng oder zu heiß sitzt
Bündelt mehrere Lager über ein Mehrpunktsystem
Einfacher Austausch ohne Klettern an den Brecher
⚡ Geber vor Steinschlag und Vibration schützen
An Brechern und Sieben treffen heftige Erschütterungen und herabfallendes Gestein auf den Geber. Eine Schutzhaube und eine vibrationsfeste Halterung halten ihn sicher an Ort und Stelle. Sitzt das Lager sehr eng, hilft eine kurze, stabile Leitung, damit der Geber abseits der Schlagzone bleibt.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Minen/Steinbruch. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
perma CLASSIC
Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung im Steinbruch
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Steinbruch bewähren sich robuste Einzelpunkt-Schmierstoffgeber mit transparentem Gehäuse, die direkt auf den Schmiernippel geschraubt werden. So kommt frisches Fett laufend ans Lager und der Staub bleibt draußen. An Brechern und Sieben mit starker Vibration schützt eine Schutzhaube den Geber vor Steinschlag. Wichtig sind eine stufenlos einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und eine stabile Bauweise gegen Stoß und Erschütterung. Für mehrere Lager an einer Maschine lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit einem zentralen Behälter.
Die Pleuel- und Exzenterwellenlager eines Backenbrechers tragen sehr hohe Lasten und ständige Stöße, dazu kommt feiner Gesteinsstaub. Empfohlen wird ein Hochlastfett der NLGI-Klasse 2 mit EP-Zusätzen und festem Schmierstoff wie MoS₂, das den Schmierfilm auch bei Schlägen hält. Ein automatischer Schmierstoffgeber drückt kleine Mengen laufend nach und schiebt eindringenden Staub aus dem Lager. So bleibt die Dichtwirkung erhalten und das Lager läuft nicht trocken.
Die Erregerlager von Schwingsieben drehen schnell und werden durch die Unwucht stark beansprucht; sie erwärmen sich im Betrieb deutlich. Geeignet ist ein temperaturstabiles Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 oder 3, oft auf Basis von synthetischem Grundöl, das hohe Drehzahl und Vibration verträgt. Maßgeblich sind die Vorgaben des Siebherstellers, denn viele Erreger haben eine eigene Fettsorte und genaue Mengenangaben. Ein Schmierstoffgeber liefert die kleine Menge gleichmäßig statt in seltenen großen Schüben.
Hauptursachen sind Gesteinsstaub, Stoßlast und Nässe. Der feine, scharfkantige Staub wirkt im Lager wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Brecher und Siebe erzeugen ständige Schläge und Vibration, die den Schmierfilm abreißen lassen. Regen und Spritzwasser waschen das Fett aus. Wird dann von Hand zu selten oder mit falscher Menge geschmiert, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und halten so eine Fettdichtung aufrecht, die den Staub draußen hält.
Förderbänder im Steinbruch haben viele Stehlager an Antriebs- und Umlenktrommeln sowie an den Tragrollen, oft weit verteilt und schwer erreichbar. Diese Lager stehen voll im Staub und werden von Regen benetzt. Ein Schmierstoffgeber wird direkt auf das Stehlager geschraubt und versorgt es kontinuierlich, ohne dass jemand zur Stelle laufen muss. Empfohlen wird ein wasserfestes EP-Fett der NLGI-Klasse 2. Mehr dazu auf der Seite zum Schmieren von Förderband-Lagern. So bleibt die Schmierung auch an entlegenen Bandtrommeln zuverlässig.
Ja, besonders dort. Viele Schmierstellen im Steinbruch liegen hoch oben am Förderband, an laufenden Sieben oder nah am Brecher — also dort, wo manuelles Abschmieren gefährlich und zeitraubend ist. Ein automatischer Schmierstoffgeber versorgt diese Stellen zuverlässig, ohne dass das Wartungspersonal in den Gefahrbereich klettern muss. Das senkt die Aufenthaltszeit in Lärm und Staub, erhöht die Arbeitssicherheit und verhindert vergessene Schmierstellen.
🔧 Kostenloses Tool für Instandhalter
Schmierstellen im Steinbruch digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Brecher, Siebe, Förderbänder. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.