Staub, Schlamm und Stoßlast: der Schmierstoffgeber für die Baumaschine, der jede Schicht durchhält
Auf der Baustelle bleibt fürs Abschmieren kaum Zeit — und trotzdem fressen Staub, Wasser und harte Schläge an jedem Bolzen. Automatische Schmierstoffgeber versorgen Bolzen, Buchsen, Drehkranz und Lager an Bagger, Radlader und Mobilkran rund um die Uhr, auch an Stellen, die von Hand kaum erreichbar sind.
An Baumaschinen reißt der Schmierfilm vor allem dort ab, wo hohe Last auf langsame, ruckartige Bewegung trifft. Am kritischsten sind die Bolzen und Buchsen an Ausleger, Stiel und Löffel, der Drehkranz und die Lager an Brech- und Förderanlagen auf der Baustelle. Staub, Schlamm und Wasser dringen in das Lagerspiel und wirken wie Schleifpaste. Ein automatischer Schmierstoffgeber drückt kleine Fettmengen laufend nach und verdrängt Schmutz aus dem Spalt. Für Bolzen und Buchsen eignet sich ein Hochdruckfett (NLGI 2) mit EP-Zusätzen und MoS2, für den Drehkranz ein zähes EP-Fett plus Haftschmierstoff am Zahnkranz. Bei vielen Stellen lohnt eine Zentralschmierung aus einem Behälter.
⚠️
Herausforderungen an der Baumaschine
Was Bolzen, Buchsen und Lager im Baustelleneinsatz zerstört
Kritisch
💥
Stoß- und Wechsellast
Beim Graben, Heben und Reißen wirken harte Schläge auf Bolzen und Buchsen. Die Bewegung ist langsam und ruckartig — der Schmierfilm wird immer wieder herausgepresst.
💨
Staub, Sand & Schlamm
Auf der Baustelle ist alles voller Feinstaub und Sand. Dringt er ins Lagerspiel ein, wirkt er wie Schleifpaste und reibt Bolzen und Buchse in kurzer Zeit aus.
💧
Nässe & Auswaschung
Regen, Pfützen und Hochdruckreiniger waschen das Fett aus den Gelenken. Ohne Wasserbeständigkeit folgen Korrosion und Verschleiß an den Laufflächen.
🙈
Schwer erreichbare Stellen
Viele Schmiernippel sitzen hoch am Ausleger oder unter der Maschine. Beim Abschmieren von Hand werden sie aus Zeit- oder Sicherheitsgründen oft ausgelassen.
🥶
Frost & Hitze im Wechsel
Im Winter wird Fett bei Frost zäh und lässt sich kaum fördern, im Sommer wird es dünn. Die Maschine läuft trotzdem das ganze Jahr.
⏱️
Keine Zeit zum Schmieren
Auf der Baustelle zählt jede Minute. Wird das tägliche Abschmieren vergessen oder verschoben, laufen Bolzen und Buchsen trocken und fressen.
An Baumaschinen fällt ein Gelenk selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Stoßlast, Schmutz und zu seltenes Schmieren zusammen. Ein gutes Hochdruckfett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Sand und das Wasser aus dem Spalt schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Erdbau- und Hebegeräten
⚙️
Schmierstellen nach Maschinengruppe bei Baumaschinen
Erdbewegung · Heben & Verladen · Aufbereitung auf der Baustelle
01 · Erdbewegung
Bagger & Planierraupe
Ausleger- & StielbolzenBolzen und Buchsen unter Stoßlast, langsam und ruckartig bewegt
Löffel- & SchnellwechslerHoch belastete Gelenke direkt im Erdreich und Schlamm
DrehkranzlagerKugellaufbahn und Zahnkranz unter dem ganzen Oberwagengewicht
Laufwerk & KettenrollenLager und Bolzen am Fahrwerk, ständig in Sand und Wasser
02 · Heben & Verladen
Radlader & Mobilkran
Hubgerüst- & KnickgelenkRadlader-Bolzen am Knicklenker und Schaufelgestänge
Kran-DrehverbindungDrehkranz des Mobilkrans unter Schwerlast und Wind
Teleskop & SeilrollenGleitflächen und Seilrollenlager am Ausleger
Achsschenkel & LenkungLenk- und Pendelbolzen am Fahrwerk
03 · Aufbereitung
Brecher & Förderanlage
BrecherlagerGroßlager am mobilen Backen- oder Prallbrecher, Stoßlast und Staub
SiebanlageUnwucht- und Schwinglager der mobilen Siebmaschine
Förderband-LagerTrommel- und Rollenlager der Haldenbänder
Antriebe & GetriebeLager der Diesel- und Hydraulikantriebe
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Schmierstellen-Matrix Baumaschinen
Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle
Maschinengruppe
Beanspruchung
Kritikalität
Schmierstoff & System
Auslegerbolzen & Buchsen Hauptgelenke am Baggerausleger
Erdbewegung
StoßlastSchmutzLangsamdrehend
A — Kritisch
Hochdruckfett NLGI 2, EP + MoS₂, wasserfest Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber je Gelenk
Löffel- & Schnellwechsler-Bolzen Gelenke direkt im Erdreich
Erdbewegung
HöchstlastSchlammNässe
A — Kritisch
Hochdruckfett NLGI 2, EP + Festschmierstoff Automatischer Geber, kurzes Intervall
Drehkranz — Laufbahn Kugellaufbahn der Drehverbindung
Erdbewegung / Kran
SchwerlastLangsamdrehend
A — Kritisch
Zähes EP-Fett NLGI 2, hochviskose Grundölbasis Zentralschmierung über mehrere Schmiernippel
Drehkranz — Verzahnung Zahnkranz und Ritzel der Drehverbindung
Erdbewegung / Kran
Offene VerzahnungStaub
B — Mittel
Haftendes Getriebefließfett oder Haftschmierstoff Separater Geber für die Verzahnung
Radlader-Knickgelenk Knicklenker und Schaufelgestänge
Heben & Verladen
StoßlastSchwenkbewegung
A — Kritisch
Hochdruckfett NLGI 2, EP + MoS₂ Mehrpunktsystem aus zentralem Behälter
Mobilkran-Drehverbindung Drehkranz unter Schwerlast und Wind
Heben & Verladen
SchwerlastLangsamdrehend
A — Kritisch
Zähes EP-Fett NLGI 2, wasserbeständig Zentralschmierung, Intervall kurz halten
Antriebs- & Getriebelager Lager der Diesel- und Hydraulikantriebe
Gesamte Maschine
DrehzahlVibration
C — Standard
Mehrzweckfett NLGI 2, Li-Komplex Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone an der Baumaschine
Drei Basistypen für die typischen Anforderungen im Baustelleneinsatz
Zone A — Bolzen & Buchsen
EP-Hochdruckfett + MoS₂
Für Ausleger, Löffel & Knickgelenk
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Ca-Komplex
NLGI2
Temperatur-25 °C bis +130 °C
Zone B — Drehkranz
Zähes EP-Fett + Haftschmierstoff
Für Laufbahn und offene Verzahnung
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLi-Komplex / Haftfett
NLGI2 (Laufbahn) / Fließfett (Zahn)
Temperatur-25 °C bis +120 °C
Zone C — Nässe & Winter
Wasserfestes Mehrzweckfett
Für Fahrwerk, Lenkung & Förderband
BasisMineralöl / PAO synthetisch
VerdickerLi-Komplex / Ca-Sulfonat
NLGI1–2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
⚠️ Stoßlast und Wintertauglichkeit beachten
An Bolzen und Buchsen entscheidet die echte Belastung, nicht nur die Temperatur. Wo es stark schlägt, gehört ein Fett mit EP-Zusätzen und Festschmierstoff hinein. Im Winterbetrieb zusätzlich auf den Tieftemperaturpunkt achten, damit das Fett bei Frost noch pumpbar bleibt. Bei einem Fettwechsel die Verträglichkeit prüfen: Komplexseifen unterschiedlicher Bauart vertragen sich nicht immer.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Gleitlager und Buchsen richtig schmiert und worauf es bei der Wälzlagerschmierung ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Bolzen, Buchsen, Drehkranz und Lager — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Gelenktyp an Ihrer Maschine.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Maschine ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Wann welche Montagevariante an der Baumaschine sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen, geschützten Lagern
Für Förderband- und Antriebslager an Anlagen geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Baumaschinen
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt geschützt am Rahmen, weg von Schlag und Steinschlag
Ideal für Bolzen am Ausleger und schwer erreichbare Gelenke (Schlauch bis 5 m)
Schützt Gehäuse und Batterie vor Vibration und Schmutz
Einfacher Austausch ohne Klettern an den Ausleger
Mehrere Gelenke bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Hohen Fettdruck einplanen
Bolzen und Buchsen brauchen zähes Fett, das durch lange Leitungen gedrückt wird — vor allem bei Frost. An solchen Stellen gehört ein Geber mit hohem Druckaufbau, montiert an einer geschützten Stelle und verbunden über eine robuste Leitung. So erreicht das Fett zuverlässig den Lagerspalt, und die Elektronik bleibt vor Schlägen geschützt.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Baumaschinen/Bau. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
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Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung von Baumaschinen
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Für Baumaschinen bewähren sich robuste elektromechanische Schmierstoffgeber, die hohen Fettdruck aufbauen und so auch zähes Fett durch lange Leitungen zu Bolzen und Buchsen drücken. Sitzt die Schmierstelle voller Staub und Schlamm oder vibriert stark, montiert man den Geber indirekt über einen Schlauch an eine geschützte Stelle am Rahmen. Bei vielen Stellen an einem Bagger lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind ein stoßfestes Gehäuse, hohe Schutzart und eine Laufzeit, die zum Wartungsrhythmus der Maschine passt.
Bolzen und Buchsen am Ausleger tragen hohe Lasten bei langsamer, ruckartiger Bewegung — der Schmierfilm reißt leicht ab. Empfohlen wird ein Hochdruckfett der NLGI-Klasse 2 mit EP-Zusätzen und Festschmierstoff (MoS₂ oder Grafit), das auch unter Stoßlast trägt und vom Wasser kaum ausgewaschen wird. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Maschinenherstellers.
Der Drehkranz trägt das gesamte Oberwagengewicht und dreht sehr langsam. Laufbahn und Verzahnung brauchen unterschiedliche Schmierung: Die Kugellaufbahn wird mit einem zähen EP-Fett der NLGI-Klasse 2 versorgt, der Zahnkranz mit einem haftenden Getriebefließfett oder Haftschmierstoff. Ein automatischer Schmierstoffgeber drückt kleine Mengen kontinuierlich nach und verteilt sie beim Drehen gleichmäßig. So wird altes, verschmutztes Fett laufend aus der Laufbahn geschoben.
Die häufigsten Ursachen sind zu seltenes Schmieren, Stoßlast und Schmutz. Auf der Baustelle wird das Abschmieren oft vergessen oder bei laufendem Betrieb ausgelassen, dann läuft der Bolzen trocken. Staub, Sand und Schlamm dringen in das Lagerspiel ein und wirken wie Schleifpaste. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine Fettmengen laufend nach und drücken frisches Fett heraus, das Wasser und Schmutz aus dem Lagerspalt verdrängt. So bleibt der Schmierfilm auch unter Stoßlast erhalten.
Ja. Ein großer Bagger hat dutzende Schmierstellen an Ausleger, Stiel, Löffel und Drehkranz, von denen viele schwer und gefährlich zu erreichen sind. Eine automatische Zentralschmierung versorgt alle Stellen aus einem Behälter und spart das tägliche Abschmieren von Hand. Sie hält den Schmierfilm auch im Dauerbetrieb aufrecht und verlängert die Standzeit von Bolzen und Buchsen deutlich. Schon ein vermiedener Buchsenwechsel mit Maschinenstillstand rechnet sich meist schnell.
Ja, mit der richtigen Auslegung. Bei Frost wird Standardfett zäh und lässt sich kaum noch fördern. Für den Winterbetrieb wählt man ein Fett mit niedrigem Grundöl-Tieftemperaturpunkt, etwa ein synthetisches EP-Fett der NLGI-Klasse 1 bis 2, das bis etwa -30 °C pumpbar bleibt. Elektromechanische Schmierstoffgeber bauen genug Druck auf, um auch zähes Fett durch die Leitung zu drücken. Bei sehr tiefen Temperaturen sollte die Batterie oder die externe Stromquelle entsprechend ausgelegt sein.
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Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Auslegerbolzen, Drehkranz, Fahrwerk. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.