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Kalkstaub, der Lager auffrisst: Schmierstoffgeber fürs Gips- und Kalkwerk

Im Gips- und Kalkwerk dreht sich alles um feinen, abrasiven Staub. Er kriecht in jedes Lager und reibt es auf — am Brecher, an der Mühle, am Drehrohrofen und an jedem Förderband. Automatische Schmierstoffgeber drücken laufend frisches Fett nach und halten den Staub draußen, auch an den weit verteilten Stellen, die von Hand kaum noch zu schaffen sind.

Betrieb: oft 24/7
Lagertemperatur: bis +120 °C am Ofen
Schmierstellen: Hunderte je Werk
Hauptproblem: Kalk- & Gipsstaub
Schmierstoffgeber am Drehrohrofen eines Kalkwerks, staubige Industrieanlage mit Kalkstaub
80 %
Schäden durch Verschmutzung
+120 °C
Lagertemperatur am Drehrohrofen
100 +
Typische Schmierstellen je Werk
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

Im Gips- und Kalkwerk ist der feine, abrasive Staub das größte Problem: Er dringt in die Lager und wirkt wie Schmirgel. Ein großer Teil der Lagerschäden geht auf solche Verschmutzung zurück. Am kritischsten sind die Lager an Drehrohrofen oder Schachtofen, Brechern, Kugel- und Rohrmühlen sowie Förderbändern und Becherwerken. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber liefern laufend kleine Fettmengen und bilden einen Fettkragen, der den Staub am Lagerspalt abweist. Für die meisten Stellen passt ein zähes EP-Fett (NLGI 2), am heißen Ofen ein Hochtemperatur-Fett auf Polyharnstoff-Basis. Am Ofen wird der Geber indirekt über einen Schlauch außerhalb der Hitze montiert.

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Herausforderungen im Gips- und Kalkwerk

Was Lager und Antriebe in Kalk- und Gipswerken täglich zerstört
Kritisch
💨

Feiner, abrasiver Staub

Kalk- und Gipsstaub ist sehr fein und kriecht in jeden Lagerspalt. Im Lager wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf — die häufigste Schadensursache im Werk.

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Staub klebt bei Feuchte ab

Kommt Wasser oder Sprühnebel hinzu, bindet der Gips- und Kalkstaub ab und wird hart. Er verklebt die Dichtungen und blockiert das Nachfetten von Hand.

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Hitze am Ofen

Die Lager am Drehrohrofen, Schachtofen und am Gipskocher stehen in der Strahlungshitze. Standardfett verharzt dort und altert schnell, das Lager läuft trocken.

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Weitläufige Anlagen

Die Schmierstellen verteilen sich über das ganze Werksgelände — vom Steinbruch bis zur Verpackung. Lange Kontrollgänge kosten viel Zeit, einzelne Stellen werden vergessen.

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Schwer erreichbare Stellen

Viele Lager sitzen hoch oben an Türmen, Sichtern und Becherwerken oder im Gefahrbereich. Manuelles Abschmieren ist mühsam und teils riskant.

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Stoß- und Schwerlast

Brecher und Mühlen arbeiten mit harten Schlägen und enormen Lasten bei langsamer Drehung. Der Schmierfilm reißt leicht ab, ein Hochlastfett ist Pflicht.

Im Kalk- und Gipswerk fällt ein Lager fast nie durch zu wenig Fett aus, sondern durch Staub im Fett. Wer nur seltener von Hand abschmiert, verteilt den Staub im Lager nur besser. Entscheidend ist eine laufende, kleine Fettzufuhr: Frisches Fett baut am Lagerspalt einen Kragen auf, der den Staub abweist und mit jedem Stoß wieder nach außen drückt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Gips-, Kalk- und Zementwerken
Automatischer Schmierstoffgeber am staubigen Stehlager eines Brechers im Kalkwerk
⚙️

Schmierstellen nach Prozessbereich im Gips- und Kalkwerk

Aufbereitung · Brennen & Mahlen · Einlagerung & Verpackung
01 · Aufbereitung

Brechen, Sieben & Fördern

Backen- & Prallbrecher Hauptlager unter Stoßlast, Vibration und grobem Steinstaub
Siebmaschinen Unwucht- und Schwinglager mit Dauervibration und Staub
Förderband-Trommeln Stehlager an Antriebs-, Umlenk- und Spanntrommeln
Becherwerke Kopf- und Fußlager der Senkrechtförderer, hoch und staubig
02 · Brennen & Mahlen

Ofen, Mühle & Sichter

Drehrohr- / Schachtofen Laufring- und Stützrollenlager unter Hitze und Schwerlast
Gipskocher / Calcinator Rührwerks- und Trommellager bei Hitze und feinem Gipsstaub
Kugel- & Rohrmühle Großlager der Mahltrommel, höchste Last, langsam drehend
Sichter & Lüfter Schnell drehende Lager an Windsichter und Prozessgebläsen
03 · Einlagerung & Verpackung

Silo, Förderung & Versand

Förderband-Anlagen Stehlager auf dem Weg zu Silos und Verladung
Schnecken & Mischer Wellenlager an Förderschnecken und Gipsmischern
Packmaschine Lager an Sack- und Drehpackmaschinen im Feinstaub
Palettierer Lager und Führungen der Palettier- und Verladeroboter
Schematische Darstellung der Schmierstellen im Gips- und Kalkwerk: Aufbereitung, Brennen und Verpackung
📋

Schmierstellen-Matrix Gips- und Kalkwerk

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Drehrohrofen — Stützrollen
Laufring- und Stützrollenlager
Brennen HitzeSchwerlastLangsamdrehend A — Kritisch Hochtemperatur-Fett NLGI 2, Polyharnstoff
Indirekt via Schlauch, Geber außerhalb der Hitze
Kugel- / Rohrmühle — Hauptlager
Großlager der Mahltrommel
Mahlen HöchstlastLangsamdrehendStaub A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2, hochviskos
Mehrpunktsystem, kurzes Intervall
Backen- / Prallbrecher
Hauptwellenlager des Brechers
Aufbereitung StoßlastVibrationGrobstaub A — Kritisch EP-Fett NLGI 2 mit MoS₂, sehr haftfähig
Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber, indirekt
Gipskocher / Calcinator
Rührwerks- und Trommellager
Brennen HitzeGipsstaub A — Kritisch Hochtemperatur-Fett NLGI 2, Polyharnstoff
Indirekt montiert, hoher Tropfpunkt
Becherwerk — Kopf-/Fußlager
Lager der Senkrechtförderer
Aufbereitung StaubSchwer zugänglich B — Mittel EP-Fett NLGI 2, staubabweisend
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 6–12 Monate
Sichter & Lüfter
Lager an Windsichter und Gebläse
Mahlen DrehzahlStaubTemperatur B — Mittel Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Überschmierung vermeiden
Förderband — Antriebstrommel
Stehlager der Bandtrommeln
Förderung StaubAußenbereichDauerbetrieb B — Mittel EP-Fett NLGI 2, wasser- und staubbeständig
Einzelpunkt-Geber je Lager, autark
Siebmaschine
Unwucht- und Schwinglager
Aufbereitung VibrationStaub B — Mittel EP-Fett NLGI 2 für Schwinglager, haftfähig
Indirekt montiert, Geber entkoppelt
Förderschnecke / Mischer
Wellenlager an Schnecke und Gipsmischer
Verpackung StaubWechsellast B — Mittel EP-Universalfett NLGI 2
Direkte oder indirekte Montage, automatisch
Packmaschine
Lager an Sack- und Drehpacker
Verpackung FeinstaubTaktbetrieb C — Standard Mehrzweckfett NLGI 2, Li/Ca
Einzelpunkt-Geber an verdeckten Lagern
Palettierer / Verlade
Lager und Führungen der Roboter
Verpackung Taktbetriebleichter Staub C — Standard Mehrzweckfett NLGI 2; Führungen mit Haftöl
Einzelpunkt-Geber, Herstellervorgabe beachten
Antriebsmotoren & Getriebe
Lager der E-Motoren und Getriebe
Gesamte Anlage DrehzahlStaub C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone im Gips- und Kalkwerk

Drei Basistypen für Staub, Hitze und Schwerlast
Zone A — Staub & Standard

EP-Fett NLGI 2

Für Förderbänder, Becherwerke & Verpackung
BasisMineralöl
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast

EP-Fett mit MoS₂

Für Brecher, Mühlen & Siebmaschinen
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +150 °C
Zone C — Hitze am Ofen

Polyharnstoff NLGI 2

Für Drehrohrofen, Schachtofen & Gipskocher
BasisSynthetisch / Mineralöl
VerdickerPolyharnstoff (Urea)
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +180 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und worauf es beim Schmieren von Förderband-Lagern ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

🔍

Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Welcher Schmierstoffgeber passt zu Ihrem Gips- oder Kalkwerk?
Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante im Gips- und Kalkwerk sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei kühlen, leicht zugänglichen Lagern
  • Für Förderband-Antriebe, Verpackung und Hallenaggregate geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – Gips- & KalkwerkDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Staub & Hitze · am BrennofenRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Gips-/Kalkwerk. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma CLASSIC

Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.

Details →
1

perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

Details →
1

perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

Details →
1

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung im Gips- und Kalkwerk

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Kalkwerk bewähren sich robuste elektromechanische Schmierstoffgeber, die das Lager mit kleinen, häufigen Fettmengen versorgen. Der dadurch entstehende Fettkragen am Lagerspalt hält den feinen Kalkstaub draußen. Am heißen Drehrohrofen sollte der Geber indirekt über einen Schlauch montiert werden, damit er außerhalb der Hitze sitzt. Bei vielen Lagern an einer Maschine, etwa an der Mühle oder am Brecher, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind eine einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und ein staubdichtes Gehäuse.
Im Staub ist die Dichtwirkung entscheidend. Empfohlen wird ein zähes EP-Fett der NLGI-Klasse 2 mit Lithium- oder Calciumsulfonat-Verdicker, das gut am Lager haftet und einen dichten Fettkragen bildet. So bleibt der abrasive Kalkstaub außen vor. An nassen Stellen mit Sprühnebel oder Gipsfeuchte sollte das Fett zusätzlich wasserbeständig sein. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Hauptursache ist der feine, abrasive Kalk- und Gipsstaub. Dringt er ins Lager ein, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Ein großer Teil der Lagerschäden in solchen Werken geht auf Verschmutzung zurück. Kommt Feuchte hinzu, klebt der Gipsstaub am Lager fest und blockiert die Dichtungen. Manuelles Schmieren ist im Staub schwer planbar. Automatische Schmierstoffgeber liefern laufend kleine Fettmengen und drücken den Staub mit frischem Fett wieder aus dem Lager.
Der Drehrohrofen trägt sich auf großen Laufring- und Stützrollenlagern, die sehr langsam drehen, hohe Lasten tragen und in der Strahlungshitze des Ofens stehen. Hier eignet sich ein Hochtemperatur-Fett auf Polyharnstoff-Basis, das auch bei höheren Temperaturen nicht verharzt. Der Schmierstoffgeber wird indirekt über einen hitzebeständigen Schlauch von bis zu 5 m an einer kühleren Stelle montiert, damit Elektronik und Batterie der Hitze nicht ausgesetzt sind. So wird das Lager kontinuierlich versorgt, ohne dass jemand in den heißen Bereich treten muss.
Typische Schmierstellen sind die Stütz- und Laufrollenlager am Drehrohrofen oder Schachtofen, die Lager an Backen- und Prallbrechern, die Haupt- und Antriebslager der Kugel- und Rohrmühlen, die Lager an Sichtern und Lüftern, die Stehlager an Förderbändern und Becherwerken, der Gipskocher beziehungsweise Calcinator sowie die Lager an Palettierern und Verpackungsanlagen. Hunderte rotierende Bauteile verteilen sich oft über ein weitläufiges Werksgelände, sodass das Abschmieren von Hand sehr aufwändig ist.
Ja. Förderbänder im Kalkwerk haben viele Stehlager an Trommeln und Spannstationen, die über das ganze Gelände verteilt und oft schlecht erreichbar sind. Im Kalkstaub verschleißen sie schnell, wenn sie zu selten geschmiert werden. Einzelpunkt-Schmierstoffgeber an jedem Lager liefern laufend frisches Fett und sparen die langen Kontrollgänge. Schon ein vermiedener Bandstillstand durch ein blockiertes Trommellager rechnet sich meist, weil die Produktion sonst stillsteht.
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Schmierstellen im Gips- und Kalkwerk digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Drehrohrofen, Brecher, Mühlen, Förderbänder. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.