Schmierstoffgeber für den Bergbau: Brecher, Förderbänder, Siebanlagen
Im Bergbau und Tagebau müssen Lager das Härteste aushalten: feiner Gesteinsstaub, ständige Schläge an Brechern und Sieben, Nässe beim Waschen und kilometerlange Förderstrecken. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager zuverlässig — auch dort, wo manuelles Schmieren zu aufwendig oder zu gefährlich ist.
Im Bergbau haben es Lager dreifach schwer: feiner Gesteinsstaub wirkt wie Schmirgel, Brecher und Siebe schlagen ständig, und Wasser wäscht das Fett aus. Am kritischsten sind die Lager an Backen- und Kegelbrechern, Schwingsieben, Förderband-Trommeln und Schaufelradbaggern — oft schwer erreichbar und stark in Vibration. Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich; bei starken Erschütterungen montiert man den Geber abgesetzt über eine bis zu 5 m lange Leitung. Im Untertagebau und in Ex-Zonen kommen gasbetriebene Schmierstoffgeber zum Einsatz. Für Brecher und Siebe eignet sich ein Hochlastfett (NLGI 2, EP/MoS₂), an Förderbändern und Pumpen ein wasserfestes EP-Fett.
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Herausforderungen im Bergbau & Tagebau
Was Lager und Antriebe in Bergbau und Schwerindustrie täglich zerstört
Kritisch
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Gesteinsstaub & Abrasion
Beim Brechen, Sieben und Fördern entsteht überall feiner Staub. Dringt er ins Lager, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf.
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Schlag- & Stoßlast
Backen- und Kegelbrecher arbeiten mit ständigen Schlägen, Siebe mit harten Vibrationen. Der Schmierfilm reißt leicht ab, wenn er nicht hält.
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Dauervibration
Schwingsiebe und Brecher übertragen starke Erschütterungen auf jede Schmierstelle. Sie lockern Verschraubungen und belasten auch den Geber selbst.
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Wasser & Schlamm
Beim Waschen und Klassieren stehen Pumpen und Lager ständig in Wasser und Schlamm. Das Fett wird ausgewaschen, Korrosion und Verschleiß folgen.
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Schwer erreichbare Stellen
Viele Lager sitzen hoch, tief oder weit draußen an der Förderstrecke. Manuelles Abschmieren ist aufwendig — Stellen werden vergessen.
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Arbeitssicherheit & Ex-Zonen
Schmieren an laufenden Anlagen ist gefährlich. Im Untertagebau und bei Staub gelten zusätzlich Ex-Vorgaben für die Geräte.
Im Bergbau fallen Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Staub, Schlag und Nässe zusammen. Ein Hochlastfett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Staub und das Wasser aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit — und der Mitarbeiter muss nicht mehr an die laufende Anlage.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Tagebau- und Aufbereitungsanlagen
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Schmierstellen nach Prozessbereich im Bergbau
Abbau & Transport · Aufbereitung · Einlagerung & Verladung
01 · Abbau & Transport
Bagger, Winden & Förderbänder
SchaufelradbaggerDrehkranz-, Schaufelrad- und Winden-Lager unter Schwerlast und Staub
EimerkettenbaggerKetten-, Umlenk- und Antriebslager im Dauereinsatz
FörderbandanlagenAntriebs-, Umlenk- und Tragrollenlager über lange Strecken
PumpenLager und Dichtungen für Wasser- und Schlammförderung
02 · Aufbereitung
Brecher, Mühlen & Siebe
Backen- & KegelbrecherHauptlager und Exzenterbuchsen unter höchster Schlaglast
WalzenbrecherWalzenlager mit Stoßlast und grobem Gesteinsstaub
Schwing- & SandsiebeErreger- und Unwuchtlager unter extremer Vibration
Mühlen & MixergetriebeGetriebe- und Antriebslager beim Klassieren und Waschen
03 · Einlagerung & Verladung
Stapler, Bänder & Verladung
Halden-FörderbänderTrommel- und Tragrollenlager zur Einlagerung
Absetzer & StaplerDreh- und Auslegerlager der Haldengeräte
Entstaubung & LüfterHochdrehzahl-Lager der Filter- und Lüfteranlagen
VerladestationLager an Verladebändern und Beschickern
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Schmierstellen-Matrix Bergbau & Tagebau
Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle
Prozessbereich
Beanspruchung
Kritikalität
Schmierstoff & System
Backenbrecher-Hauptlager Exzenterwelle und Pleuellager
Aufbereitung
HöchstlastSchlagStaub
A — Kritisch
Hochlastfett NLGI 2, EP/MoS₂, hochviskos Mehrpunktsystem, abgesetzt via Schlauch
Antriebs-Elektromotoren Motor-Lagerschilde A- und B-Seite
Gesamte Anlage
DrehzahlVibration
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Untertage-Lager (Ex-Zone) Lager in gas- oder staubgefährdeten Bereichen
Untertagebau
Ex-ZoneStaubFeucht
C — Standard
EP-Fett NLGI 2, je nach Stelle Gasbetriebener Geber mit Ex-Zulassung
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone im Bergbau
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen im Tagebau
Zone A — Schlag & Schwerlast
EP Hochlast mit MoS₂
Für Brecher, Bagger & Siebe
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Ca-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone B — Nässe & Schlamm
Wasserfestes EP-Fett
Für Pumpen, Wäsche & Förderband
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalcium-/Ca-Sulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +140 °C
Zone C — Drehzahl & Standard
Mehrzweck NLGI 2
Für Motoren, Lüfter & Antriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium / Polyharnstoff
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C
⚠️ Schlag, Vibration und Fettverträglichkeit beachten
An Brechern und Sieben entscheidet die echte Belastung, nicht der Maschinenname. Bei Stoßlast und Vibration braucht das Fett EP-Zusätze und gute Haftung, sonst reißt der Schmierfilm. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen aus unterschiedlichen Verdickern können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante im Bergbau sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei ruhig laufenden, leicht zugänglichen Lagern
Für Förderbänder, Pumpen und Motoren geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Brecher & Siebe
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt außerhalb von Vibration und Gefahrbereich
Ideal für Brecher, Schwingsiebe und schwer erreichbare Lager (Schlauch bis 5 m)
Schützt Elektronik und Batterie vor Erschütterung
Einfacher Austausch ohne Annäherung an die laufende Anlage
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Vibration vom Geber fernhalten
An Schwingsieben und Brechern überträgt sich die Vibration direkt auf jeden Geber. Dauerhaft hält das die Elektronik nicht aus. An solchen Stellen gehört der Geber an einen ruhigen Punkt, verbunden über eine flexible Leitung. So bleibt nur das Fett der Erschütterung ausgesetzt, nicht das Gerät. Im Untertagebau und in Ex-Zonen zusätzlich auf die passende Gerätezulassung achten.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Bergbau/Tagebau. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
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Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung im Bergbau
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Bergbau bewähren sich robuste Schmierstoffgeber, die Staub, Vibration und Nässe abkönnen. An gut zugänglichen Lagern montiert man den Geber direkt am Schmiernippel. An Brechern und Siebanlagen mit starken Erschütterungen oder im Gefahrbereich setzt man ihn besser abgesetzt und verbindet ihn über eine bis zu 5 m lange Leitung. So bleibt die Elektronik vor Stößen geschützt. Für viele Lager an einer Maschine lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Im Untertagebau und in staubigen Bereichen sind gasbetriebene Geber mit Ex-Zulassung üblich.
Backen- und Kegelbrecher tragen sehr hohe Lasten und arbeiten mit ständigen Schlägen. Dafür eignet sich ein Hochlastfett der NLGI-Klasse 2 mit EP-Zusätzen und oft mit Festschmierstoff (MoS₂), das den Schmierfilm auch unter Stoßlast hält. Das Grundöl sollte hochviskos sein, weil die Lager langsam drehen. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Förderbänder im Bergbau sind oft mehrere hundert Meter lang und haben dutzende Trommel- und Tragrollenlager, viele davon schwer erreichbar. Manuelles Abschmieren entlang der Strecke ist aufwendig und gefährlich. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber an jeder Antriebs- und Umlenktrommel versorgen die Lager kontinuierlich mit kleinen Fettmengen. So wird Staub aus dem Lager gedrückt, und niemand muss am laufenden Band arbeiten. Mehr dazu auf der Anwendungsseite zur Förderband-Lagerschmierung.
Die häufigsten Ursachen sind Staub, Schlag und Nässe. Feiner Gesteinsstaub wirkt im Lager wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Brecher und Siebe erzeugen ständige Stöße und Vibrationen, die den Schmierfilm abreißen lassen. Wasser und Schlamm beim Waschen und Klassieren waschen das Fett aus. Kommt manuelles Schmieren mit vergessenen oder schwer erreichbaren Stellen hinzu, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken Staub und Wasser aus dem Lager.
Eine Schwing- oder Vibrationssiebanlage hat die kritischsten Lager in der Siebwelle und in den Unwucht- oder Erregerlagern, die das Sieb in Schwingung versetzen. Diese Lager sehen extreme Vibrationen, hohe Drehzahlen und viel Staub zugleich. Dazu kommen die Lager der Antriebsmotoren und Spannvorrichtungen. Wegen der starken Erschütterungen montiert man den Schmierstoffgeber abgesetzt über eine Leitung, damit er nicht selbst durch die Vibration beschädigt wird. Empfohlen wird ein staubdichtes Hochlastfett der NLGI-Klasse 2.
Im Untertagebau und in staubigen oder gasführenden Bereichen braucht es Schmierstoffgeber mit Ex-Zulassung. Gasbetriebene Geber kommen ganz ohne Strom und Batterie aus und sind für hohe Gas- und Staub-Ex-Zonen zugelassen. Elektromechanische Geber mit Funküberwachung gibt es für die niedrigeren Ex-Zonen (Zone 2 und Zone 22). Welcher Gerätetyp passt, hängt von der eingestuften Zone vor Ort ab — die Einstufung der Anlage und die Gerätekennzeichnung müssen zusammenpassen.
🔧 Kostenloses Tool für Instandhalter
Schmierstellen im Bergbau digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Brecher, Siebe, Förderbänder, Bagger. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.