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Schmierstoffgeber für den Bergbau: Brecher, Förderbänder, Siebanlagen

Im Bergbau und Tagebau müssen Lager das Härteste aushalten: feiner Gesteinsstaub, ständige Schläge an Brechern und Sieben, Nässe beim Waschen und kilometerlange Förderstrecken. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager zuverlässig — auch dort, wo manuelles Schmieren zu aufwendig oder zu gefährlich ist.

Betrieb: 24/7 Dauerlast
Förderstrecke: oft >1 km
Schmierstellen: hunderte je Standort
Hauptproblem: Staub & Schlag
Schaufelradbagger im Tagebau mit Abraumförderband
5 m
Abgesetzte Montage per Schlauch
24/7
Dauerbetrieb unter Volllast
100 +
Schmierstellen je Förderstrecke
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

Im Bergbau haben es Lager dreifach schwer: feiner Gesteinsstaub wirkt wie Schmirgel, Brecher und Siebe schlagen ständig, und Wasser wäscht das Fett aus. Am kritischsten sind die Lager an Backen- und Kegelbrechern, Schwingsieben, Förderband-Trommeln und Schaufelradbaggern — oft schwer erreichbar und stark in Vibration. Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich; bei starken Erschütterungen montiert man den Geber abgesetzt über eine bis zu 5 m lange Leitung. Im Untertagebau und in Ex-Zonen kommen gasbetriebene Schmierstoffgeber zum Einsatz. Für Brecher und Siebe eignet sich ein Hochlastfett (NLGI 2, EP/MoS₂), an Förderbändern und Pumpen ein wasserfestes EP-Fett.

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Herausforderungen im Bergbau & Tagebau

Was Lager und Antriebe in Bergbau und Schwerindustrie täglich zerstört
Kritisch
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Gesteinsstaub & Abrasion

Beim Brechen, Sieben und Fördern entsteht überall feiner Staub. Dringt er ins Lager, wirkt er wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf.

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Schlag- & Stoßlast

Backen- und Kegelbrecher arbeiten mit ständigen Schlägen, Siebe mit harten Vibrationen. Der Schmierfilm reißt leicht ab, wenn er nicht hält.

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Dauervibration

Schwingsiebe und Brecher übertragen starke Erschütterungen auf jede Schmierstelle. Sie lockern Verschraubungen und belasten auch den Geber selbst.

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Wasser & Schlamm

Beim Waschen und Klassieren stehen Pumpen und Lager ständig in Wasser und Schlamm. Das Fett wird ausgewaschen, Korrosion und Verschleiß folgen.

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Schwer erreichbare Stellen

Viele Lager sitzen hoch, tief oder weit draußen an der Förderstrecke. Manuelles Abschmieren ist aufwendig — Stellen werden vergessen.

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Arbeitssicherheit & Ex-Zonen

Schmieren an laufenden Anlagen ist gefährlich. Im Untertagebau und bei Staub gelten zusätzlich Ex-Vorgaben für die Geräte.

Im Bergbau fallen Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Staub, Schlag und Nässe zusammen. Ein Hochlastfett allein reicht dann nicht: Es muss in kleinen Mengen laufend nachgedrückt werden, damit frisches Fett den Staub und das Wasser aus dem Lager schiebt. Genau das leisten automatische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit — und der Mitarbeiter muss nicht mehr an die laufende Anlage.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Tagebau- und Aufbereitungsanlagen
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle im Bergbau und Tagebau
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Schmierstellen nach Prozessbereich im Bergbau

Abbau & Transport · Aufbereitung · Einlagerung & Verladung
01 · Abbau & Transport

Bagger, Winden & Förderbänder

Schaufelradbagger Drehkranz-, Schaufelrad- und Winden-Lager unter Schwerlast und Staub
Eimerkettenbagger Ketten-, Umlenk- und Antriebslager im Dauereinsatz
Förderbandanlagen Antriebs-, Umlenk- und Tragrollenlager über lange Strecken
Pumpen Lager und Dichtungen für Wasser- und Schlammförderung
02 · Aufbereitung

Brecher, Mühlen & Siebe

Backen- & Kegelbrecher Hauptlager und Exzenterbuchsen unter höchster Schlaglast
Walzenbrecher Walzenlager mit Stoßlast und grobem Gesteinsstaub
Schwing- & Sandsiebe Erreger- und Unwuchtlager unter extremer Vibration
Mühlen & Mixergetriebe Getriebe- und Antriebslager beim Klassieren und Waschen
03 · Einlagerung & Verladung

Stapler, Bänder & Verladung

Halden-Förderbänder Trommel- und Tragrollenlager zur Einlagerung
Absetzer & Stapler Dreh- und Auslegerlager der Haldengeräte
Entstaubung & Lüfter Hochdrehzahl-Lager der Filter- und Lüfteranlagen
Verladestation Lager an Verladebändern und Beschickern
Schematische Darstellung der Schmierstellen im Bergbau: Abbau, Aufbereitung und Verladung
📋

Schmierstellen-Matrix Bergbau & Tagebau

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Backenbrecher-Hauptlager
Exzenterwelle und Pleuellager
Aufbereitung HöchstlastSchlagStaub A — Kritisch Hochlastfett NLGI 2, EP/MoS₂, hochviskos
Mehrpunktsystem, abgesetzt via Schlauch
Kegelbrecher-Lager
Brechkegel- und Antriebslager
Aufbereitung HöchstlastSchlagLangsamdrehend A — Kritisch Hochlastfett NLGI 2, EP/MoS₂
Mehrpunktsystem, kurzes Intervall
Schwingsieb — Erregerlager
Unwucht- und Siebwellenlager
Aufbereitung ExtremvibrationStaubDrehzahl A — Kritisch Vibrationsfestes Hochlastfett NLGI 2
Geber abgesetzt montiert, vibrationsentkoppelt
Schaufelradbagger-Drehkranz
Großdrehkranz und Schaufelradlager
Abbau SchwerlastLangsamdrehendStaub A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2, hochviskose Basis
Zentralschmierung Drehkranz, kontinuierlich
Förderband-Antriebstrommel
Antriebs- und Umlenklager
Transport DauerlastStaubSchwer erreichbar A — Kritisch Wasserfestes EP-Fett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber je Trommel, indirekt
Walzenbrecher-Lager
Brechwalzenlager
Aufbereitung StoßlastStaub B — Mittel EP-Hochlastfett NLGI 2 mit Festschmierstoff
Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber
Förderband-Tragrollen
Tragrollenlager entlang der Strecke
Transport StaubLange Strecke B — Mittel Mehrzweck-EP-Fett NLGI 2, staubdicht
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 6–12 Monate
Schlamm- & Wasserpumpen
Lager und Dichtungen
Aufbereitung NässeSchlammAuswaschung B — Mittel Wasserbeständiges Fett NLGI 2, Ca-Komplex
Lager- und Dichtungsschmierung getrennt
Mixergetriebe / Mühle
Antriebs- und Getriebelager
Aufbereitung DauerlastNässe B — Mittel EP-Fett NLGI 2, wasserbeständig
Herstellervorgabe für Menge beachten
Entstaubung & Lüfter
Lager der Filter- und Lüfteranlagen
Aufbereitung HochdrehzahlStaub C — Standard Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Überschmierung vermeiden
Antriebs-Elektromotoren
Motor-Lagerschilde A- und B-Seite
Gesamte Anlage DrehzahlVibration C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Untertage-Lager (Ex-Zone)
Lager in gas- oder staubgefährdeten Bereichen
Untertagebau Ex-ZoneStaubFeucht C — Standard EP-Fett NLGI 2, je nach Stelle
Gasbetriebener Geber mit Ex-Zulassung

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone im Bergbau

Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen im Tagebau
Zone A — Schlag & Schwerlast

EP Hochlast mit MoS₂

Für Brecher, Bagger & Siebe
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Ca-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone B — Nässe & Schlamm

Wasserfestes EP-Fett

Für Pumpen, Wäsche & Förderband
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalcium-/Ca-Sulfonat-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +140 °C
Zone C — Drehzahl & Standard

Mehrzweck NLGI 2

Für Motoren, Lüfter & Antriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium / Polyharnstoff
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +130 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und Förderband-Lager automatisch versorgt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Welcher Schmierstoffgeber passt zu Ihrem Bergbaubetrieb?
Noch manuell schmieren? In wenigen Fragen zur passenden perma-Lösung — inklusive Fettempfehlung und Einstellungsvorschlag.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante im Bergbau sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei ruhig laufenden, leicht zugänglichen Lagern
  • Für Förderbänder, Pumpen und Motoren geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – Bergbau & TagebauDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Staub & Stößen · am FörderbandRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Bergbau/Tagebau. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma CLASSIC

Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.

Details →
1

perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

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1

perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

Details →
1

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung im Bergbau

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Im Bergbau bewähren sich robuste Schmierstoffgeber, die Staub, Vibration und Nässe abkönnen. An gut zugänglichen Lagern montiert man den Geber direkt am Schmiernippel. An Brechern und Siebanlagen mit starken Erschütterungen oder im Gefahrbereich setzt man ihn besser abgesetzt und verbindet ihn über eine bis zu 5 m lange Leitung. So bleibt die Elektronik vor Stößen geschützt. Für viele Lager an einer Maschine lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Im Untertagebau und in staubigen Bereichen sind gasbetriebene Geber mit Ex-Zulassung üblich.
Backen- und Kegelbrecher tragen sehr hohe Lasten und arbeiten mit ständigen Schlägen. Dafür eignet sich ein Hochlastfett der NLGI-Klasse 2 mit EP-Zusätzen und oft mit Festschmierstoff (MoS₂), das den Schmierfilm auch unter Stoßlast hält. Das Grundöl sollte hochviskos sein, weil die Lager langsam drehen. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Lagerherstellers.
Förderbänder im Bergbau sind oft mehrere hundert Meter lang und haben dutzende Trommel- und Tragrollenlager, viele davon schwer erreichbar. Manuelles Abschmieren entlang der Strecke ist aufwendig und gefährlich. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber an jeder Antriebs- und Umlenktrommel versorgen die Lager kontinuierlich mit kleinen Fettmengen. So wird Staub aus dem Lager gedrückt, und niemand muss am laufenden Band arbeiten. Mehr dazu auf der Anwendungsseite zur Förderband-Lagerschmierung.
Die häufigsten Ursachen sind Staub, Schlag und Nässe. Feiner Gesteinsstaub wirkt im Lager wie Schmirgel und reibt die Laufbahnen auf. Brecher und Siebe erzeugen ständige Stöße und Vibrationen, die den Schmierfilm abreißen lassen. Wasser und Schlamm beim Waschen und Klassieren waschen das Fett aus. Kommt manuelles Schmieren mit vergessenen oder schwer erreichbaren Stellen hinzu, läuft das Lager trocken. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Fettmengen und drücken Staub und Wasser aus dem Lager.
Eine Schwing- oder Vibrationssiebanlage hat die kritischsten Lager in der Siebwelle und in den Unwucht- oder Erregerlagern, die das Sieb in Schwingung versetzen. Diese Lager sehen extreme Vibrationen, hohe Drehzahlen und viel Staub zugleich. Dazu kommen die Lager der Antriebsmotoren und Spannvorrichtungen. Wegen der starken Erschütterungen montiert man den Schmierstoffgeber abgesetzt über eine Leitung, damit er nicht selbst durch die Vibration beschädigt wird. Empfohlen wird ein staubdichtes Hochlastfett der NLGI-Klasse 2.
Im Untertagebau und in staubigen oder gasführenden Bereichen braucht es Schmierstoffgeber mit Ex-Zulassung. Gasbetriebene Geber kommen ganz ohne Strom und Batterie aus und sind für hohe Gas- und Staub-Ex-Zonen zugelassen. Elektromechanische Geber mit Funküberwachung gibt es für die niedrigeren Ex-Zonen (Zone 2 und Zone 22). Welcher Gerätetyp passt, hängt von der eingestuften Zone vor Ort ab — die Einstufung der Anlage und die Gerätekennzeichnung müssen zusammenpassen.
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Schmierstellen im Bergbau digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Brecher, Siebe, Förderbänder, Bagger. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.