Späne, Emulsion und Mikrometer-Präzision im Griff: automatische Schmierung in der Metallverarbeitung
In der Metallverarbeitung treffen feine Späne, Kühlschmierstoff und hohe Präzision aufeinander. Spindellager, Linearführungen und Pressenführungen reagieren empfindlich auf Schmutz und auf zu viel Fett. Automatische Schmierstoffgeber dosieren genau und halten so jede Schmierstelle sauber versorgt — auch dort, wo das Nachschmieren von Hand schwierig ist.
In der Metallverarbeitung haben es Lager schwer: Feine Späne wirken wie Schmirgel, Kühlschmierstoff wäscht das Fett aus, und schnell laufende Spindellager vertragen keine Überfettung. Am kritischsten sind die Spindellager der Hauptspindel, die Linearführungen und Kugelgewindetriebe der CNC-Achsen sowie Pleuel- und Stößelführungen an Pressen. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber dosieren kleine Mengen genau und drängen Späne und Emulsion aus dem Lager; viele Stellen an einer Maschine bündelt man in einem Mehrpunktsystem. Für die meisten Lager eignet sich ein sauberes Wälzlagerfett der Klasse NLGI 2, an Pressen ein Hochlastfett mit MoS₂.
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Herausforderungen in der Metallverarbeitung
Was Lager und Führungen in der Metallverarbeitung täglich belastet
Kritisch
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Späne & Metallabrieb
Beim Drehen, Fräsen und Sägen fallen feine Späne an. Dringen sie ins Lager oder in die Führung, wirken sie wie Schmirgel und reiben die Laufbahnen auf.
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Kühlschmierstoff & Emulsion
Die Kühlschmierstoff-Emulsion spritzt überall hin. Sie wäscht das Fett aus Lagern und Führungen und lässt blanke Flächen rosten.
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Präzision & Überfettung
Spindellager laufen schnell und brauchen nur wenig Fett. Zu viel davon erzeugt Reibung und Hitze — das Lager läuft heiß und verliert seine Genauigkeit.
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Stoßlast an Pressen
Pressen und Stanzen schlagen bei jedem Takt zu. Exzenter, Pleuel und Stößelführung sehen harte Stoßlasten, bei denen der Schmierfilm leicht abreißt.
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Schwer erreichbare Stellen
Viele Lager sitzen tief in der Maschinenverkleidung. Sie werden beim Abschmieren von Hand übersehen oder gar nicht erst erreicht.
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Hohe Maschinenauslastung
Werkzeugmaschinen laufen im Mehrschichtbetrieb durch. Ein ungeplanter Lager- oder Spindelschaden stoppt den Auftrag und kostet teure Stillstandzeit.
In der Metallverarbeitung fallen Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Späne, Emulsion und falsches Schmieren von Hand zusammen. Gerade Spindellager reagieren empfindlich: Schon ein bisschen zu viel Fett lässt sie heiß laufen. Automatische Schmierstoffgeber geben laufend kleine Mengen ab und halten die Schmierstelle so genau dosiert und sauber.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Werkzeugmaschinen und Pressen
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Schmierstellen nach Prozessbereich in der Metallverarbeitung
Abkant- / Biegepresse-Lager Schwenk- und Zylinderführungen
Umformen
SchwerlastLangsamdrehend
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Antriebs-Elektromotoren Lager der Spindel- und Achsmotoren
Gesamte Anlage
DrehzahlVibrationen
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone in der Metallverarbeitung
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Metallverarbeitung
Zone A — Präzision & Drehzahl
Schnelllauffett PAO NLGI 2
Für Spindellager, Kugelgewindetriebe & Motoren
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-40 °C bis +140 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast
EP-Hochlastfett mit MoS₂
Für Pressen, Stanzen & Stößelführungen
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Nässe & Späne
Wasserfestes EP-Fett
Für Sägen, Späneförderer & Pumpen
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalcium-/Li-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
⚠️ Dosierung und Fettverträglichkeit beachten
An Spindellagern entscheidet die richtige Menge: Zu viel Fett erzeugt Reibung und Hitze, das Lager läuft heiß. Hier sind kleine, häufige Mengen besser als eine große Füllung. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen — Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und worauf es bei der Gleitlager-Schmierung an Pressen ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
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Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Wann welche Montagevariante in der Metallverarbeitung sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen Motor- und Pumpenlagern
Für Antriebe und Hallenaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Werkzeugmaschinen
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt außerhalb von Spänen und Spritzbereich
Ideal für tief verbaute Spindel- und Achslager (Schlauch bis 5 m)
Schützt Geber und Batterie vor Emulsion und Schmutz
Austausch ohne Demontage der Maschinenverkleidung
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Geber vor Emulsion und Spänen schützen
Elektromechanische Geber und ihre Batterien mögen die Dauerberieselung mit Kühlschmierstoff nicht. An tief verbauten oder spritzwasserbelasteten Lagern gehört der Geber an eine saubere Stelle, verbunden über eine Leitung. So bleibt nur das Fett im Schmutzbereich, nicht die Elektronik.
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Häufige Fragen zur Schmierung in der Metallverarbeitung
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In der Metallverarbeitung bewähren sich elektromechanische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit. Sie geben kleine Fettmengen ab und halten so Späne und Kühlschmierstoff aus dem Lager fern. An Werkzeugmaschinen mit vielen Schmierstellen auf engem Raum, etwa an Linearführungen und Kugelgewindetrieben, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind ein robustes Gehäuse gegen Spritzwasser und Emulsion sowie eine genaue Dosierung, weil empfindliche Spindellager keine Überfettung vertragen.
Linearführungen und Kugelgewindetriebe brauchen ein sauberes Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 mit Lithium-Verdicker und guter Haftung, das vom Kühlschmierstoff kaum ausgewaschen wird. Bei sehr feinen Vorschüben und hoher Präzision empfehlen viele Maschinenhersteller ein spezielles Führungsbahnfett oder -öl. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Maschinenherstellers.
Spindellager laufen schnell und reagieren empfindlich auf Verschmutzung und auf zu viel Fett. Ein automatischer Schmierstoffgeber gibt laufend kleine Mengen frisches Fett ab. Dadurch entsteht im Lager ein leichter Überdruck, der Späne, Emulsion und Wasser nach außen drängt. Für Hauptspindeln eignet sich ein leichtes Schnelllauffett auf synthetischer Basis. Die Dosierung muss klein bleiben, weil Überfettung das Lager überhitzt.
Die häufigsten Ursachen sind feine Späne, Kühlschmierstoff und falsches Nachschmieren. Späne wirken im Lager wie Schmirgel, die Emulsion wäscht das Fett aus, und beim Schmieren von Hand wird oft zu viel oder zu wenig Fett gegeben. Bei schnell laufenden Spindellagern führt schon eine kleine Überfettung zu Hitze und Schaden. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Mengen und drücken frisches Fett nach, das Späne und Emulsion aus dem Lager schiebt.
Eine CNC-Werkzeugmaschine hat Spindellager der Hauptspindel, Linearführungen und Kugelgewindetriebe der Achsen, Lager des Werkzeugwechslers und Drehlager am Rundtisch. Dazu kommen Lager an Späneförderern, Pumpen für Kühlschmierstoff und Hydraulikaggregaten. Die Achsführungen werden meist über eine Zentralschmierung mit Öl oder Fließfett versorgt, einzelne Lager über Schmierstoffgeber. Wichtig ist eine genaue Dosierung, weil viele Stellen empfindlich auf Über- und Unterfettung reagieren.
Ja. Eine Presse hat viele Gleitlager und Führungen, die unter starker Stoßlast arbeiten — Exzenter, Pleuel, Stößelführung und Ziehkissen. Ein Mehrpunktsystem versorgt sie gemeinsam und drückt bei jedem Takt frisches Fett nach. Das hält den Schmierfilm trotz Stoßlast stabil. Schon ein vermiedener Lager- oder Führungsschaden wiegt die Investition meist auf, weil ein Stillstand der Presse die ganze Fertigungslinie stoppt.
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Schmierstellen in der Metallverarbeitung digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Werkzeugmaschinen, Pressen, Sägen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.