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Späne, Emulsion und Mikrometer-Präzision im Griff: automatische Schmierung in der Metallverarbeitung

In der Metallverarbeitung treffen feine Späne, Kühlschmierstoff und hohe Präzision aufeinander. Spindellager, Linearführungen und Pressenführungen reagieren empfindlich auf Schmutz und auf zu viel Fett. Automatische Schmierstoffgeber dosieren genau und halten so jede Schmierstelle sauber versorgt — auch dort, wo das Nachschmieren von Hand schwierig ist.

Betrieb: 1–3 Schichten
Lagertemperatur: bis +90 °C
Schmierstellen: 50–300 je Halle
Hauptproblem: Späne & Emulsion
Automatische Schmierung an einer CNC-Werkzeugmaschine in der Metallverarbeitung – Späne und Kühlschmierstoff
±0,01 mm
Geforderte Bearbeitungs-Präzision
90 °C
Typische Spindellager-Temperatur
200 +
Schmierstellen je Fertigungshalle
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

In der Metallverarbeitung haben es Lager schwer: Feine Späne wirken wie Schmirgel, Kühlschmierstoff wäscht das Fett aus, und schnell laufende Spindellager vertragen keine Überfettung. Am kritischsten sind die Spindellager der Hauptspindel, die Linearführungen und Kugelgewindetriebe der CNC-Achsen sowie Pleuel- und Stößelführungen an Pressen. Automatische Einzelpunkt-Schmierstoffgeber dosieren kleine Mengen genau und drängen Späne und Emulsion aus dem Lager; viele Stellen an einer Maschine bündelt man in einem Mehrpunktsystem. Für die meisten Lager eignet sich ein sauberes Wälzlagerfett der Klasse NLGI 2, an Pressen ein Hochlastfett mit MoS₂.

⚠️

Herausforderungen in der Metallverarbeitung

Was Lager und Führungen in der Metallverarbeitung täglich belastet
Kritisch
🪵

Späne & Metallabrieb

Beim Drehen, Fräsen und Sägen fallen feine Späne an. Dringen sie ins Lager oder in die Führung, wirken sie wie Schmirgel und reiben die Laufbahnen auf.

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Kühlschmierstoff & Emulsion

Die Kühlschmierstoff-Emulsion spritzt überall hin. Sie wäscht das Fett aus Lagern und Führungen und lässt blanke Flächen rosten.

🎯

Präzision & Überfettung

Spindellager laufen schnell und brauchen nur wenig Fett. Zu viel davon erzeugt Reibung und Hitze — das Lager läuft heiß und verliert seine Genauigkeit.

💥

Stoßlast an Pressen

Pressen und Stanzen schlagen bei jedem Takt zu. Exzenter, Pleuel und Stößelführung sehen harte Stoßlasten, bei denen der Schmierfilm leicht abreißt.

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Schwer erreichbare Stellen

Viele Lager sitzen tief in der Maschinenverkleidung. Sie werden beim Abschmieren von Hand übersehen oder gar nicht erst erreicht.

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Hohe Maschinenauslastung

Werkzeugmaschinen laufen im Mehrschichtbetrieb durch. Ein ungeplanter Lager- oder Spindelschaden stoppt den Auftrag und kostet teure Stillstandzeit.

In der Metallverarbeitung fallen Lager selten an einer einzigen Ursache aus — meist treffen Späne, Emulsion und falsches Schmieren von Hand zusammen. Gerade Spindellager reagieren empfindlich: Schon ein bisschen zu viel Fett lässt sie heiß laufen. Automatische Schmierstoffgeber geben laufend kleine Mengen ab und halten die Schmierstelle so genau dosiert und sauber.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Werkzeugmaschinen und Pressen
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle in der Metallverarbeitung
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Schmierstellen nach Prozessbereich in der Metallverarbeitung

Spanende Fertigung · Umformen & Trennen · Materialfluss & Peripherie
01 · Spanende Fertigung

Drehen, Fräsen & Bohren

Hauptspindel-Lager Schnell drehende Wälzlager der Arbeitsspindel — Präzision, wenig Fett
Linearführungen Achsführungen der X-, Y- und Z-Schlitten unter Späneanfall
Kugelgewindetrieb Spindel-Mutter-Lager der Vorschubachsen, hohe Genauigkeit
Werkzeugwechsler & Rundtisch Dreh- und Schwenklager am Magazin und Teilapparat
02 · Umformen & Trennen

Pressen, Stanzen & Sägen

Exzenter & Pleuellager Gleitlager im Pressenantrieb unter harter Stoßlast
Stößelführung Gleitführungen des Pressenstößels, hohe Flächenpressung
Sägeband-Umlenkung Lager der Band- und Kreissägen, Späne und Kühlmittel
Abkant- & Biegepresse Schwenklager und Hydraulikzylinder-Führungen
03 · Materialfluss & Peripherie

Förderer, Pumpen & Antriebe

Späneförderer Ketten- und Rollenlager im Späneband, nass und schmutzig
Kühlmittelpumpen Lager der Hochdruck- und Filterpumpen, Dauerbetrieb
Roboter & Handling Achsgetriebe und Lager der Be- und Entladeroboter
Elektromotoren Lager der Spindel- und Achsmotoren, Vibrationen
Schematische Darstellung der Schmierstellen in der Metallverarbeitung: Spanen, Umformen und Materialfluss
📋

Schmierstellen-Matrix Metallverarbeitung

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Prozessbereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Hauptspindel-Lager
Wälzlager der Arbeitsspindel
Spanen HochdrehzahlPräzisionEmulsion A — Kritisch Schnelllauffett NLGI 2, synthetisch (PAO)
Kleinstmengen, Überfettung unbedingt vermeiden
Linearführung X/Y/Z
Profilschienenführung der Achsen
Spanen SpäneEmulsionPräzision A — Kritisch Führungsfett NLGI 2, Lithium, haftend
Einzelpunkt- oder Mehrpunktgeber je Achse
Kugelgewindetrieb
Spindel-Mutter der Vorschubachse
Spanen PräzisionWechsellast A — Kritisch Spezialfett NLGI 2 für Kugelgewindetriebe
Genaue Dosierung, Herstellervorgabe beachten
Exzenter- & Pleuellager Presse
Gleitlager im Pressenantrieb
Umformen StoßlastSchwerlastLangsamdrehend A — Kritisch EP-Hochlastfett NLGI 2 mit MoS₂
Mehrpunktsystem, kurzes Intervall je Takt
Stößelführung Presse
Gleitführung des Pressenstößels
Umformen FlächenpressungStoß B — Mittel Haftendes EP-Fett NLGI 1–2, MoS₂
Zentralschmierung Führungsbahn
Werkzeugwechsler & Rundtisch
Dreh- und Schwenklager
Spanen WechsellastSpäne B — Mittel Mehrzweckfett NLGI 2, Lithium
Einzelpunkt-Geber, Laufzeit 3–6 Monate
Sägeband-Umlenkrolle
Lager an Band- und Kreissägen
Trennen SpäneKühlmittel B — Mittel Wasserfestes EP-Fett NLGI 2, Li-Komplex
Einzelpunkt-Geber, gut gekapselt
Späneförderer-Lager
Ketten- und Rollenlager
Materialfluss SchmutzEmulsionLangsamdrehend B — Mittel Wasserbeständiges Fett NLGI 2, Ca-Komplex
Einzelpunkt-Geber, Spritzwasserschutz
Kühlmittelpumpe
Lager der Filter- und Hochdruckpumpen
Peripherie DrehzahlDauerbetrieb B — Mittel Mehrzweckfett NLGI 2, synthetisch
Kleinstmengen, Direktmontage am Lagerschild
Handling-Roboter-Achsen
Achsgetriebe der Be- und Entladung
Materialfluss WechsellastGetriebe C — Standard Getriebefließfett NLGI 00–0
Herstellervorgabe Roboter beachten
Abkant- / Biegepresse-Lager
Schwenk- und Zylinderführungen
Umformen SchwerlastLangsamdrehend C — Standard EP-Universalfett NLGI 2
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Antriebs-Elektromotoren
Lager der Spindel- und Achsmotoren
Gesamte Anlage DrehzahlVibrationen C — Standard Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff
Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone in der Metallverarbeitung

Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen der Metallverarbeitung
Zone A — Präzision & Drehzahl

Schnelllauffett PAO NLGI 2

Für Spindellager, Kugelgewindetriebe & Motoren
BasisSynthetisch (PAO)
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-40 °C bis +140 °C
Zone B — Stoß & Schwerlast

EP-Hochlastfett mit MoS₂

Für Pressen, Stanzen & Stößelführungen
BasisMineralöl, hochviskos
VerdickerLithium-/Calcium-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C
Zone C — Nässe & Späne

Wasserfestes EP-Fett

Für Sägen, Späneförderer & Pumpen
BasisMineralöl / PAO
VerdickerCalcium-/Li-Komplex
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +130 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und worauf es bei der Gleitlager-Schmierung an Pressen ankommt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

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Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Anfrage erfolgreich übermittelt
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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
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Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante in der Metallverarbeitung sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei gut zugänglichen Motor- und Pumpenlagern
  • Für Antriebe und Hallenaggregate geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – MetallverarbeitungDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Hitze & Spänen · an der MaschineRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Metallverarbeitung. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

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perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

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perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

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perma CLASSIC

Robuster Geber im Metallgehäuse mit Ex- und Bergbau-Zulassung.

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Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung in der Metallverarbeitung

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In der Metallverarbeitung bewähren sich elektromechanische Schmierstoffgeber mit einstellbarer Laufzeit. Sie geben kleine Fettmengen ab und halten so Späne und Kühlschmierstoff aus dem Lager fern. An Werkzeugmaschinen mit vielen Schmierstellen auf engem Raum, etwa an Linearführungen und Kugelgewindetrieben, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind ein robustes Gehäuse gegen Spritzwasser und Emulsion sowie eine genaue Dosierung, weil empfindliche Spindellager keine Überfettung vertragen.
Linearführungen und Kugelgewindetriebe brauchen ein sauberes Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 mit Lithium-Verdicker und guter Haftung, das vom Kühlschmierstoff kaum ausgewaschen wird. Bei sehr feinen Vorschüben und hoher Präzision empfehlen viele Maschinenhersteller ein spezielles Führungsbahnfett oder -öl. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Maschinenherstellers.
Spindellager laufen schnell und reagieren empfindlich auf Verschmutzung und auf zu viel Fett. Ein automatischer Schmierstoffgeber gibt laufend kleine Mengen frisches Fett ab. Dadurch entsteht im Lager ein leichter Überdruck, der Späne, Emulsion und Wasser nach außen drängt. Für Hauptspindeln eignet sich ein leichtes Schnelllauffett auf synthetischer Basis. Die Dosierung muss klein bleiben, weil Überfettung das Lager überhitzt.
Die häufigsten Ursachen sind feine Späne, Kühlschmierstoff und falsches Nachschmieren. Späne wirken im Lager wie Schmirgel, die Emulsion wäscht das Fett aus, und beim Schmieren von Hand wird oft zu viel oder zu wenig Fett gegeben. Bei schnell laufenden Spindellagern führt schon eine kleine Überfettung zu Hitze und Schaden. Automatische Schmierstoffgeber liefern kleine, häufige Mengen und drücken frisches Fett nach, das Späne und Emulsion aus dem Lager schiebt.
Eine CNC-Werkzeugmaschine hat Spindellager der Hauptspindel, Linearführungen und Kugelgewindetriebe der Achsen, Lager des Werkzeugwechslers und Drehlager am Rundtisch. Dazu kommen Lager an Späneförderern, Pumpen für Kühlschmierstoff und Hydraulikaggregaten. Die Achsführungen werden meist über eine Zentralschmierung mit Öl oder Fließfett versorgt, einzelne Lager über Schmierstoffgeber. Wichtig ist eine genaue Dosierung, weil viele Stellen empfindlich auf Über- und Unterfettung reagieren.
Ja. Eine Presse hat viele Gleitlager und Führungen, die unter starker Stoßlast arbeiten — Exzenter, Pleuel, Stößelführung und Ziehkissen. Ein Mehrpunktsystem versorgt sie gemeinsam und drückt bei jedem Takt frisches Fett nach. Das hält den Schmierfilm trotz Stoßlast stabil. Schon ein vermiedener Lager- oder Führungsschaden wiegt die Investition meist auf, weil ein Stillstand der Presse die ganze Fertigungslinie stoppt.
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Schmierstellen in der Metallverarbeitung digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Werkzeugmaschinen, Pressen, Sägen. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.