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Das Lager entscheidet über den Motor: Elektromotoren automatisch schmieren statt von Hand

Ein großer Teil der Elektromotor-Ausfälle geht auf die Lager zurück — und ein Großteil davon auf falsche Schmierung. Dieser Leitfaden für Instandhalter zeigt branchenübergreifend, wo Motorlager sitzen, welches Fett passt, wie viel und wie oft Sie nachschmieren und welche Fehler einen Motor unnötig früh kosten.

Industrie-Elektromotor im Schnitt mit Lagern an der A- und B-Seite des Lagerschilds
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

Industrie-Elektromotoren laufen auf Wälzlagern an der A- und der B-Seite, die meist mit Fett geschmiert werden. Ein großer Teil der Motorausfälle hängt mit diesen Lagern zusammen, und ein erheblicher Anteil der Lagerschäden geht auf falsche Schmierung zurück — also auf zu viel oder zu wenig Fett. Welches Fett, welche Menge und welches Intervall passen, hängt von Drehzahl, Lagergröße, Lagertyp, Betriebsstunden, Temperatur und Umgebung ab. Den verbindlichen Hinweis dazu liefert oft das Typen- oder Schmierschild des Motors. Ein automatischer Schmierstoffgeber am Nachschmiernippel gibt kleine Mengen kontinuierlich ab und vermeidet so die typischen Sprünge zwischen Über- und Unterschmierung.

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Warum die Lager von Elektromotoren geschmiert werden müssen

A- und B-Seite, das Schmierschild — und warum so viele Motoren am Lager scheitern

Ein Elektromotor wandelt elektrische Energie in Bewegung um. Damit sich der Rotor leicht dreht, läuft er auf Lagern — in der Regel Wälzlagern in den beiden Lagerschilden. Man unterscheidet die Antriebsseite (A-Seite, dort sitzt die Welle, die die Last antreibt) und die Nichtantriebsseite (B-Seite). Beide Lager sind eigene Schmierstellen und müssen versorgt werden.

Die Lager sind zugleich der wunde Punkt: Ein großer Teil der Elektromotor-Ausfälle hängt mit den Lagern zusammen, und ein erheblicher Anteil dieser Lagerschäden geht auf falsche Schmierung und falsche Montage zurück. Reißt der trennende Schmierfilm im Lager ab — durch zu wenig oder falsches Fett — oder wird das Lager mit zu viel Fett überfüllt, entstehen Reibung, Hitze und Verschleiß. Mehr dazu im Überblick zu den häufigsten Gründen für Lagerausfälle.

Schmierstellen an der Antriebsseite und Nichtantriebsseite eines Industrie-Elektromotors

Den wichtigsten Anhaltspunkt für die richtige Schmierung liefert der Motor selbst: Auf dem Typen- bzw. Schmierschild sind in der Regel der eingebaute Lagertyp, der vorgesehene Schmierstoff und die Fettmenge angegeben. Wie oft ein Motorlager geschmiert werden sollte, hängt von mehreren Größen ab — und die wichtigsten lassen sich so einordnen:

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Betriebsstunden & Drehzahl

Je länger und je schneller ein Motor läuft, desto häufiger braucht das Lager frisches Fett.

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Lagergröße & Lagertyp

Größe und Bauart des Lagers bestimmen Fettmenge und Intervall — beides steht oft auf dem Schmierschild.

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Temperatur & Einbaulage

Heißer Betrieb verlangt ein hochtemperaturtaugliches Fett; die Einbaulage des Motors beeinflusst die Schmierung mit.

Viele Motoren stehen schwer zugänglich oder im Gefahrenbereich. Deshalb werden sie oft nur unregelmäßig geschmiert — und genau diese Lücken führen zu Lagerschäden. Wer Elektromotoren zuverlässig schmiert, plant die Versorgung jeder Stelle nach den tatsächlichen Bedingungen, nicht nach Zufall und Erreichbarkeit.

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Schmierstoffwahl für Elektromotoren: Fett oder Öl, NLGI & Viskosität

Warum meist Fett — und worauf das Schmierschild Sie hinweist

Für die Lager von Elektromotoren kommen grundsätzlich Fett oder Öl infrage. In den meisten Industriemotoren fällt die Wahl auf Fett, weil es an der Schmierstelle haften bleibt, das Lager mit abdichtet und keine umlaufende Versorgung braucht. Öl wird vor allem dort gewählt, wo gekühlt werden muss oder sehr hohe Drehzahlen erreicht werden.

Fettschmierung

Fett ist die robuste Standardlösung für die meisten Motorlager. Es besteht aus einem Grundöl und einem Verdicker, der das Öl wie ein Schwamm hält und an der richtigen Stelle freigibt. Welches Fett der Motorhersteller vorsieht, steht in der Regel auf dem Schmierschild — diese Vorgabe ist maßgeblich.

Ölschmierung

Öl kühlt das Lager und führt Wärme ab. Es eignet sich für hohe Drehzahlen und hohe Temperaturen, an denen Fett an seine Grenzen kommt, verlangt aber einen geschlossenen Kreislauf oder ein Ölbad und eine zuverlässige Abdichtung. Bei Standard-Industriemotoren ist das eher die Ausnahme.

NLGI & Grundölviskosität

Bei Fett beschreibt die NLGI-Klasse, wie fest oder weich es ist; die Grundölviskosität gibt an, wie dünn- oder dickflüssig das Öl im Fett ist. Als Faustregel brauchen schneller laufende Motoren tendenziell ein leichteres Fett, langsam laufende ein höher viskoses. Welche Werte konkret passen, hängt von Drehzahl, Last und Temperatur des Motors ab — eine pauschale Zahl, die für jeden Motor stimmt, gibt es nicht. Maßgeblich sind die Vorgaben des Motoren- und Lagerherstellers.

Für besondere Anforderungen gibt es spezialisierte Fette: hochtemperaturtaugliche Fette mit synthetischem Grundöl für heiße Motoren, leichtere Fette für hohe Drehzahlen, wasserfeste Fette für nasse Umgebungen sowie lebensmitteltaugliche und biologisch abbaubare Varianten. Solche Fette bieten alle gängigen Hersteller an, etwa SKF, Klüber, Mobil, Fuchs oder Shell — die Auswahl bleibt herstellerneutral und richtet sich nach Motor und Anwendung.

Die Angaben zur Schmierstoffauswahl sind unverbindliche Orientierungswerte und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit sind vorab mit dem Motoren-, Lager- und Schmierstoffhersteller abzuklären; eine Haftung wird nicht übernommen.

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Elektromotoren richtig nachschmieren

Menge, Intervall, Altfettauslass — und der Grat zwischen zu viel und zu wenig

Im Betrieb altert das Fett im Lager und geht nach und nach verloren. Deshalb müssen Motorlager nachgeschmiert werden — über den Nachschmiernippel am Lagerschild der A- und der B-Seite. Wie viel Fett und in welchem Abstand, hängt von Lagergröße, Lagertyp, Drehzahl und Betriebsstunden ab. Eine feste Menge, die für jeden Motor passt, gibt es nicht; den verbindlichen Wert liefert das Schmierschild oder die Herstellerdokumentation.

Eine Besonderheit beim Elektromotor ist der Altfettauslass: Das verdrängte alte Fett muss über Auslassöffnungen, Labyrinthe oder Altfetträume entweichen können. Fehlen diese Austrittsmöglichkeiten oder ist der Altfettraum überfüllt, staut sich das Fett im Lager und es überhitzt. Beim Nachschmieren ist deshalb immer auch der Altfettauslass im Blick zu behalten.

⚠️ Zu viel und zu wenig schaden beide Wird von Hand einmalig zu viel Fett eingebracht, wird das Lager überschmiert: Überschüssiges Fett wird ständig durchgewalkt, das Lager erwärmt sich, und das überschüssige Fett wird erst nach Stunden verteilt — das kann bis zur Brandgefahr und bei Temperaturüberwachung zur Abschaltung führen. Werden die Intervalle dann nicht eingehalten, kippt es ins Gegenteil: Mangelschmierung, Lagerschaden, ungewollter Stillstand. Richtig ist die passende Menge in passenden Abständen.

Genau hier liegt die Stärke automatischer Schmierung: Ein Schmierstoffgeber am Nachschmiernippel gibt kontinuierlich kleine Mengen ab, statt in seltenen, großen Schüben von Hand zu schmieren. So bleibt der Schmierfilm stabil, schwer zugängliche oder im Gefahrenbereich stehende Motoren werden zuverlässig versorgt, und die typischen Sprünge zwischen Über- und Unterschmierung entfallen. Häufig genügt ein Geber je Schmierstelle, also je A- und B-Seite. Mehr dazu im Überblick zur Einzelpunktschmierung.

Nachschmiernippel am Lagerschild eines Elektromotors

Die häufigsten Schmierungsfehler bei Elektromotoren

Diese sechs Fehler kosten Motoren unnötig Lebensdauer
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Überschmierung von Hand

Einmalig zu viel Fett überfüllt das Lager, es erwärmt sich, und überschüssiges Fett wird erst nach Stunden verteilt — bis hin zur Brandgefahr.

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Intervall verpasst

Werden die Nachschmierintervalle nicht eingehalten, kommt es zur Mangelschmierung, der Film reißt ab und das Lager nimmt Schaden.

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Altfettauslass übersehen

Sind Auslassöffnungen oder Altfetträume verstopft oder überfüllt, kann das alte Fett nicht entweichen und das Lager überhitzt.

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Falsches Fett gewählt

Ein Fett, das nicht zu Drehzahl, Last oder Temperatur des Motors passt, trägt den Film nicht. Auswahl nach Schmierschild statt nach Gewohnheit.

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Schwer zugänglich, selten geschmiert

Motoren an schwer erreichbaren Stellen oder im Gefahrenbereich werden oft nur unregelmäßig versorgt und laufen so trocken.

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Schmutz beim Nachschmieren

Verunreinigtes Fett oder ein schmutziger Nippel tragen Partikel direkt ins Lager. Nippel und Werkzeug vor dem Schmieren sauber halten.

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Elektromotoren in der Praxis — branchenübergreifend

Dieselben Grundregeln, andere Umgebungen

Elektromotoren treiben praktisch alles an — Pumpen, Lüfter, Förderbänder, Gebläse, Mühlen. Die Grundregeln zum Schmieren bleiben überall gleich, doch die Umgebung entscheidet über Fettwahl und Intervall: im Kraftwerk Dauerbetrieb und Wärme, im Chemiewerk Ex-Bereiche und aggressive Atmosphäre, in der Kläranlage Feuchtigkeit, in der Metallverarbeitung Staub und Späne. So sieht das in der Praxis aus:

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Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
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Gibt es besondere Anforderungen?
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⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
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perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
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Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

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Diese perma-Schmierstoffgeber eignen sich für die automatische Schmierung im Bereich Elektromotoren. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

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Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

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perma STAR VARIO BLUETOOTH

Wie STAR VARIO, zusätzlich per Bluetooth-App überwach- und einstellbar.

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perma STAR CONTROL

Anlagengesteuerter Einzelpunkt-Geber (TIME/IMPULSE) mit externer Spannungsversorgung.

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perma NOVA

Gasbetrieben mit elektronischer Temperaturkompensation – konstante Abgabe bei schwankender Temperatur.

Details →
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Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zum Schmieren von Elektromotoren

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
Die Lager von Elektromotoren werden in den meisten Fällen mit Fett geschmiert. Welches Fett passt, hängt von Drehzahl, Last, Temperatur und Umgebung des Motors ab. Schneller laufende Motoren brauchen tendenziell ein leichteres Fett, heiße Motoren ein hochtemperaturtaugliches. Den entscheidenden Hinweis liefert oft das Typen- oder Schmierschild des Motors: Es nennt den verbauten Lagertyp, den vorgesehenen Schmierstoff und die Fettmenge. Maßgeblich sind die Vorgaben des Motoren- und Lagerherstellers; die Angaben hier sind herstellerneutral zu prüfen.
Ein festes Intervall für alle Motoren gibt es nicht. Wie oft ein Motorlager nachgeschmiert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab: Betriebsstunden, Drehzahl, Lagergröße, Lagertyp und Einbaulage des Motors. Je höher Drehzahl und Temperatur und je stärker der Einfluss von Staub oder Wasser, desto kürzer wird das Intervall. Das konkrete Intervall und die Menge richten sich nach der Vorgabe des Motoren- und Lagerherstellers — häufig auf dem Schmierschild des Motors angegeben. Ein automatischer Schmierstoffgeber gibt kontinuierlich kleine Mengen ab und vermeidet so die typischen Sprünge zwischen Über- und Unterschmierung beim Schmieren von Hand.
Ja, und das ist ein häufiger Fehler. Wird beim Schmieren von Hand einmalig zu viel Fett eingebracht, füllt sich der freie Raum im Lager. Das überschüssige Fett wird beim Drehen ständig durchgewalkt, das Lager erwärmt sich, und überschüssiges Fett kann erst nach Stunden verteilt werden. Das kann zu Lagererwärmung bis hin zur Brandgefahr führen, und bei Motoren mit Temperaturüberwachung sogar zur Abschaltung. Wichtig ist außerdem, dass das Altfett über die vorgesehenen Auslassöffnungen oder Altfetträume entweichen kann — sind diese überfüllt, überhitzt das Lager. Richtig ist die zum Motor passende Menge. Ein automatischer Schmierstoffgeber dosiert kontinuierlich und vermeidet so die einmalige Überfettung.
Ein großer Teil der Elektromotor-Ausfälle hängt mit den Lagern zusammen, und ein erheblicher Anteil dieser Lagerschäden geht auf falsche Schmierung zurück — also auf zu viel oder zu wenig Fett. Manuelles Schmieren dosiert ungleichmäßig: Es wird einmalig viel Fett zugeführt, was kurzfristig zur Überschmierung führt; werden die Nachschmierintervalle dann nicht eingehalten, kommt es später zur Mangelschmierung. Beides verkürzt die Lebensdauer. Weil viele Motoren schwer zugänglich sind oder in Gefahrenbereichen stehen, werden sie zudem oft nur unregelmäßig geschmiert. Eine kontinuierliche, dosierte Schmierung beugt beiden Problemen vor.
In vielen Fällen ja. Ein automatischer Schmierstoffgeber wird direkt am Nachschmiernippel des Lagerschilds montiert und gibt kontinuierlich kleine, dosierte Mengen ab, statt in seltenen großen Schüben von Hand. Das vermeidet die typischen Sprünge zwischen Über- und Unterschmierung und sorgt dafür, dass auch schwer zugängliche Motoren oder Motoren in Gefahrenbereichen zuverlässig versorgt werden, ohne dass jemand in den Bereich muss. Häufig genügt ein Geber je Schmierstelle, also je A- und B-Seite. Wichtig bleibt, dass das Altfett frei abfließen kann und die Herstellervorgaben zu Fett und Menge eingehalten werden.
Eine pauschale Menge, die für jeden Motor passt, gibt es nicht. Die Nachschmiermenge hängt von Lagergröße, Lagertyp, Drehzahl und Betriebsstunden ab. Den verbindlichen Wert liefert das Typen- bzw. Schmierschild des Motors oder die Herstellerdokumentation — dort sind in der Regel Lagertyp, Schmierstoff und Fettmenge angegeben. Wichtig ist, dass das überschüssige Altfett über Auslassöffnungen, Labyrinthe oder Altfetträume entweichen kann. Ein automatischer Schmierstoffgeber gibt die berechnete Menge über das Intervall verteilt ab, statt sie auf einmal einzubringen.
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