Weichen, die bei Frost festfrieren? Automatische Schmierung für die Bahntechnik
Im Bahnbetrieb sitzen tausende Schmierstellen weit verteilt im Freien — an Weichen, Schienen, Signalanlagen und Fahrzeugen. Frost, Nässe und Streusalz machen ihnen zu schaffen, und vieles ist sicherheitsrelevant. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich, auch dort, wo bei jedem Wetter keiner ins Gleis möchte.
In der Bahntechnik liegen die meisten Schmierstellen im Freien und sind sicherheitsrelevant. Am kritischsten sind Weichen (Gleitstühle, Antrieb, Verschluss), Schienenkopf und Spurkranz in engen Kurven, Türantriebe und Radsatzlager der Fahrzeuge. Frost lässt Standardfett hart werden, Nässe und Streusalz waschen es aus und greifen das Metall an. Direkt oder per Schlauch montierte Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle automatisch und punktgenau, auch ohne Strom vor Ort. Für Weichen und Schienen eignet sich ein wasser- und salzbeständiges Haftfett (NLGI 2) mit Tieftemperatur-Grundöl; Radsatzlager brauchen ein temperaturstabiles Wälzlagerfett.
⚠️
Herausforderungen in der Bahntechnik
Was Schmierstellen im Gleis und am Fahrzeug täglich belastet
Kritisch
🧊
Frost & Tieftemperatur
Im Winter wird Standardfett hart. Eine Weiche kann dann festfrieren oder schwergängig werden — und stellt im Ernstfall nicht mehr um.
🧂
Streusalz & Korrosion
Im Gleisbereich landet viel Streusalz. Es greift Metallteile an und beschleunigt Korrosion an Gleitstühlen, Stellstangen und Lagern.
💧
Nässe & Auswaschung
Regen, Schnee und Spritzwasser waschen das Fett aus offenen Schmierstellen. Ohne Nachschmierung läuft die Stelle trocken.
💥
Stöße & Vibrationen
Jede überrollende Achse erzeugt Schläge. Stoßlast und Dauervibration drücken das Fett aus dem Spalt und reißen den Schmierfilm.
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Weit verteilte Stellen
Schmierstellen liegen über das ganze Netz verstreut — viele weit weg von Strom und Werkstatt. Manuelles Abschmieren kostet enorm viel Zeit.
🛡️
Hohe Sicherheitsrelevanz
Klemmt eine Weiche oder ein Signal, steht der Verkehr. Eine vergessene Schmierstelle kann eine systemrelevante Komponente lahmlegen.
In der Bahntechnik scheitert die Schmierung selten am Fett selbst, sondern an der Erreichbarkeit und am Wetter. Eine Stelle, die nur zweimal im Jahr von Hand erreicht wird, ist im Winter längst trocken. Automatische Schmierstoffgeber lösen genau das: Sie geben über Monate kleine, gleichbleibende Mengen ab — frostfest, salzbeständig und ohne dass jemand ins Gleis steigen muss.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Betriebswerken, Fahrzeugen und Infrastruktur
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Schmierstellen nach Bereich in der Bahntechnik
Infrastruktur · Schienenfahrzeuge · Betriebswerke & Bahnhof
01 · Infrastruktur
Weichen, Schienen & Signale
Weichen-GleitstühleGleitflächen, auf denen die Zungenschiene umläuft — frostgefährdet
Weichenantrieb & VerschlussStellstange, Verschluss und Gelenke des Antriebs
Schienenkopf in KurvenSchienenflanke gegen Verschleiß und Kurvenquietschen
Signal- & SchrankenantriebeGleitlager und Kompensatoren an Signalen, Schranken am Bahnübergang
02 · Schienenfahrzeuge
Triebzug, Lok & Tram
RadsatzlagerWälzlager im Drehgestell unter Stoß und Vibration
SpurkranzschmierungSchmierung am Spurkranz gegen Reibung in engen Kurven
Türantriebe & FührungenSpindeln und Führungen der Fahrgasttüren
Pantograph & KupplungGelenke des Stromabnehmers, Kupplung und Puffer
03 · Werk & Bahnhof
Betriebswerk & Bahnhofstechnik
Hub- & RevisionsanlagenSpindeln der Hebeböcke für Waggons und Lokomotiven
FahrtreppenStufenketten und Antrieb der Rolltreppen im Bahnhof
AufzügeFührungen und Antriebslager der Bahnhofsaufzüge
Schienenbaukran & AntriebskettenKetten und Lager von Bau- und Wartungsmaschinen
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Schmierstellen-Matrix Bahntechnik
Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle
Bereich
Beanspruchung
Kritikalität
Schmierstoff & System
Weichen-Gleitstühle Gleitfläche der Zungenschiene
Infrastruktur
FrostStreusalzNässe
A — Kritisch
Wasser-/salzfestes Haftfett NLGI 2, Tieftemperatur Einzelpunkt-Geber je Gleitstuhl, Schlauchmontage
Mehrzweckfett NLGI 2 für Führungen und Lager Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Stellen
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone in der Bahntechnik
Drei Basistypen für Frost, Streusalz und die Stellen am Fahrzeug
Zone A — Frost & Streusalz
Haftfett Li/Ca NLGI 2
Für Weichen, Signale & Außenstellen
BasisMineralöl / synthetisch
VerdickerLithium-/Ca-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone B — Fahrzeug & Lager
Wälzlagerfett NLGI 2
Für Radsatzlager, Motoren & Getriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +140 °C
Zone C — Schiene & Umwelt
Schienen- / Bio-Fett
Für Spurkranz, Schienenkopf & Kurven
BasisEster / biolog. abbaubar
VerdickerCalcium / haftend
NLGI1–2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
⚠️ Frost und Fettverträglichkeit beachten
Für Außenstellen zählt die tiefste Wintertemperatur, nicht die mittlere. Wird ein Fett bei -20 °C hart, blockiert es die Weiche. Wählen Sie daher ein Grundöl, das bei Frost noch fließt. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen: Mischungen verschiedener Verdicker können die Struktur zerstören. Im Zweifel die Stelle vor dem Wechsel reinigen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und Gleitlager richtig versorgt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Temperatur an der Stelle im laufenden Betrieb — bei Außenstellen die tiefste Wintertemperatur.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
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Wann welche Montagevariante in der Bahntechnik sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen Lagern und Gelenken
Für Pantograph, Kupplung und Hallenaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Oft sinnvoll in der Bahntechnik
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt geschützt am Chassis oder Gestell
Ideal für enge Einbaulagen und schwer erreichbare Stellen
Mehrere Geber mit Schelle und Schlauch in der Gleiskurve
Schützt den Geber vor Streusalz, Schotter und Überrollen
Einfacher Austausch ohne Annäherung an Bauteil und Gleis
⚡ Geber vor Gleisumgebung schützen
Im Gleisbereich sind Geber Streusalz, Schotter und überrollenden Achsen ausgesetzt. An solchen Stellen gehört der Geber an eine geschützte Position, verbunden über einen Schlauch zum Schmierpunkt — oft zusätzlich mit einer Schutzhaube. So bleibt nur die Fettleitung der harten Umgebung ausgesetzt, nicht der Geber selbst.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Bahntechnik. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
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Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung in der Bahntechnik
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In der Bahntechnik bewähren sich autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber, weil viele Schmierstellen weit verteilt im Gleis stehen und keinen Stromanschluss haben. Der Geber sitzt direkt am Schmiernippel oder wird per Schlauch zur Stelle geführt, etwa an Weiche, Signalanlage oder am Fahrzeug-Chassis. Wichtig sind ein transparentes Gehäuse zur Mengenkontrolle, eine frei einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und ein robustes Design, das Frost, Nässe und Streusalz standhält. Geberbaugrößen von 15 bis 250 ml decken vom kleinen Gelenk bis zur Antriebskette alles ab.
Eine Weiche hat mehrere Schmierstellen: die Gleitstühle, auf denen die Zungenschiene gleitet, den Weichenantrieb mit seiner Stellstange und den Verschluss. Mit automatischen Schmierstoffgebern wird jede dieser Stellen kontinuierlich mit einer kleinen, gleichbleibenden Fettmenge versorgt. Das verhindert, dass die Zunge bei Frost festklebt oder die Gleitstühle trockenlaufen. Eingesetzt wird ein wasser- und salzbeständiges Haftfett, das auch bei Minustemperaturen nicht hart wird. So bleibt die Weiche das ganze Jahr leichtgängig, ohne dass jemand bei jedem Wetter ins Gleis muss.
Für Weichen und Schienen im Außenbereich braucht es ein Fett, das bei Frost weich bleibt und vom Wasser kaum ausgewaschen wird. Empfohlen wird ein Mehrzweck- oder Haftfett der NLGI-Klasse 2 mit Lithium- oder Calciumsulfonat-Verdicker und einem Tieftemperatur-Grundöl, das bis etwa -30 °C einsatzfähig bleibt. Wichtig ist ein guter Schutz gegen Streusalz und Korrosion. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Anlagenherstellers.
Viele Bauteile im Bahnbetrieb sind sicherheitsrelevant: Eine Weiche, die bei Frost nicht umstellt, ein Signal, das klemmt, oder ein Radsatzlager, das heißläuft, können den Verkehr stoppen oder gefährden. Eine unzureichende Schmierung führt zu Verschleiß, Schwergängigkeit und im schlimmsten Fall zum Ausfall systemrelevanter Komponenten. Automatische Schmierstoffgeber liefern den Schmierstoff immer zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge, auch an schwer erreichbaren Stellen. So werden Schmierstellen nicht mehr vergessen und der Betrieb bleibt zuverlässig.
Das Quietschen entsteht durch Reibung zwischen Spurkranz und Schienenflanke in engen Kurven. Eine gezielte Schmierung von Schienenkopf oder Spurkranz reduziert diese Reibung und damit das Geräusch. Praktisch werden mehrere Schmierstoffgeber mit Halteschelle und Schlauch in der Kurve am Gleis montiert; sie tragen einen dünnen, gleichmäßigen Schmierfilm auf die Schienenflanke auf. Das senkt zugleich den Verschleiß von Rad und Schiene und verlängert deren Lebensdauer. Der Schmierstoff muss umweltverträglich und gut haftend sein, damit er auf der Schiene bleibt.
An einem Schienenfahrzeug gibt es zahlreiche Schmierstellen: die Radsatzlager im Drehgestell, die Antriebsmotoren und Getriebe, die Türantriebe und ihre Führungen, die Kupplung zwischen den Wagen, der Stromabnehmer (Pantograph) mit seinen Gelenken sowie diverse Spindeln und Kugelgelenke am Chassis. Viele dieser Stellen sind eng eingebaut und schwer erreichbar. Mit kompakten automatischen Schmierstoffgebern, die direkt am Bauteil oder über einen Schlauch montiert werden, lassen sie sich auch auf engstem Raum zuverlässig versorgen.
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Schmierstellen in der Bahntechnik digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Weichen, Schienen, Fahrzeuge, Bahnhofstechnik. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.