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Weichen, die bei Frost festfrieren? Automatische Schmierung für die Bahntechnik

Im Bahnbetrieb sitzen tausende Schmierstellen weit verteilt im Freien — an Weichen, Schienen, Signalanlagen und Fahrzeugen. Frost, Nässe und Streusalz machen ihnen zu schaffen, und vieles ist sicherheitsrelevant. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle kontinuierlich, auch dort, wo bei jedem Wetter keiner ins Gleis möchte.

Betrieb: ganzjährig, außen
Temperatur: -30 bis +60 °C
Schmierstellen: weit verteilt
Hauptproblem: Frost & Streusalz
Automatische Schmierung an einer Weiche im winterlichen Gleisbereich der Bahn
-30 °C
Tieftemperatur im Winterbetrieb
3
Bereiche: Werk · Fahrzeug · Infrastruktur
15–250 ml
Typische Gebergrößen je Stelle
12 Mon.
Max. Laufzeit Einzelpunkt-Geber
⚡ Zusammenfassung für Instandhalter

In der Bahntechnik liegen die meisten Schmierstellen im Freien und sind sicherheitsrelevant. Am kritischsten sind Weichen (Gleitstühle, Antrieb, Verschluss), Schienenkopf und Spurkranz in engen Kurven, Türantriebe und Radsatzlager der Fahrzeuge. Frost lässt Standardfett hart werden, Nässe und Streusalz waschen es aus und greifen das Metall an. Direkt oder per Schlauch montierte Einzelpunkt-Schmierstoffgeber versorgen jede Stelle automatisch und punktgenau, auch ohne Strom vor Ort. Für Weichen und Schienen eignet sich ein wasser- und salzbeständiges Haftfett (NLGI 2) mit Tieftemperatur-Grundöl; Radsatzlager brauchen ein temperaturstabiles Wälzlagerfett.

⚠️

Herausforderungen in der Bahntechnik

Was Schmierstellen im Gleis und am Fahrzeug täglich belastet
Kritisch
🧊

Frost & Tieftemperatur

Im Winter wird Standardfett hart. Eine Weiche kann dann festfrieren oder schwergängig werden — und stellt im Ernstfall nicht mehr um.

🧂

Streusalz & Korrosion

Im Gleisbereich landet viel Streusalz. Es greift Metallteile an und beschleunigt Korrosion an Gleitstühlen, Stellstangen und Lagern.

💧

Nässe & Auswaschung

Regen, Schnee und Spritzwasser waschen das Fett aus offenen Schmierstellen. Ohne Nachschmierung läuft die Stelle trocken.

💥

Stöße & Vibrationen

Jede überrollende Achse erzeugt Schläge. Stoßlast und Dauervibration drücken das Fett aus dem Spalt und reißen den Schmierfilm.

🗺️

Weit verteilte Stellen

Schmierstellen liegen über das ganze Netz verstreut — viele weit weg von Strom und Werkstatt. Manuelles Abschmieren kostet enorm viel Zeit.

🛡️

Hohe Sicherheitsrelevanz

Klemmt eine Weiche oder ein Signal, steht der Verkehr. Eine vergessene Schmierstelle kann eine systemrelevante Komponente lahmlegen.

In der Bahntechnik scheitert die Schmierung selten am Fett selbst, sondern an der Erreichbarkeit und am Wetter. Eine Stelle, die nur zweimal im Jahr von Hand erreicht wird, ist im Winter längst trocken. Automatische Schmierstoffgeber lösen genau das: Sie geben über Monate kleine, gleichbleibende Mengen ab — frostfest, salzbeständig und ohne dass jemand ins Gleis steigen muss.

Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Betriebswerken, Fahrzeugen und Infrastruktur
Schmierstelle an einem Lager mit Schmiernippel – typische Schmierstelle in der Bahntechnik
⚙️

Schmierstellen nach Bereich in der Bahntechnik

Infrastruktur · Schienenfahrzeuge · Betriebswerke & Bahnhof
01 · Infrastruktur

Weichen, Schienen & Signale

Weichen-Gleitstühle Gleitflächen, auf denen die Zungenschiene umläuft — frostgefährdet
Weichenantrieb & Verschluss Stellstange, Verschluss und Gelenke des Antriebs
Schienenkopf in Kurven Schienenflanke gegen Verschleiß und Kurvenquietschen
Signal- & Schrankenantriebe Gleitlager und Kompensatoren an Signalen, Schranken am Bahnübergang
02 · Schienenfahrzeuge

Triebzug, Lok & Tram

Radsatzlager Wälzlager im Drehgestell unter Stoß und Vibration
Spurkranzschmierung Schmierung am Spurkranz gegen Reibung in engen Kurven
Türantriebe & Führungen Spindeln und Führungen der Fahrgasttüren
Pantograph & Kupplung Gelenke des Stromabnehmers, Kupplung und Puffer
03 · Werk & Bahnhof

Betriebswerk & Bahnhofstechnik

Hub- & Revisionsanlagen Spindeln der Hebeböcke für Waggons und Lokomotiven
Fahrtreppen Stufenketten und Antrieb der Rolltreppen im Bahnhof
Aufzüge Führungen und Antriebslager der Bahnhofsaufzüge
Schienenbaukran & Antriebsketten Ketten und Lager von Bau- und Wartungsmaschinen
Schematische Darstellung der Schmierstellen in der Bahntechnik: Infrastruktur, Fahrzeuge und Bahnhof
📋

Schmierstellen-Matrix Bahntechnik

Alle kritischen Stellen mit Empfehlung und Kritikalität
12 Stellen
Schmierstelle Bereich Beanspruchung Kritikalität Schmierstoff & System
Weichen-Gleitstühle
Gleitfläche der Zungenschiene
Infrastruktur FrostStreusalzNässe A — Kritisch Wasser-/salzfestes Haftfett NLGI 2, Tieftemperatur
Einzelpunkt-Geber je Gleitstuhl, Schlauchmontage
Weichenantrieb & Verschluss
Stellstange, Verschluss, Gelenke
Infrastruktur FrostStoßNässe A — Kritisch Mehrzweck-EP-Fett NLGI 2, salzbeständig
Direkte oder Schlauchmontage am Gelenk
Radsatzlager Fahrzeug
Wälzlager im Drehgestell
Fahrzeug StoßVibrationDrehzahl A — Kritisch Wälzlagerfett NLGI 2, temperaturstabil, Herstellervorgabe
Nach Vorgabe des Fahrzeugherstellers
Spurkranz / Schienenkopf
Schienenflanke in engen Kurven
Infrastruktur ReibungNässeGeräusch A — Kritisch Haftendes, umweltverträgliches Schienenfett
Mehrere Geber mit Schelle & Schlauch in der Kurve
Türantrieb & Führung
Spindeln und Führungen der Türen
Fahrzeug Hohe TaktzahlNässe B — Mittel Leichtfließendes Fett NLGI 1–2 für Spindeln
Kompaktgeber direkt am Bauteil
Signal- & Schrankenantrieb
Gleitlager, Kompensator, Schranke
Infrastruktur FrostAußenbetrieb B — Mittel Tieftemperatur-Mehrzweckfett NLGI 2
Kleiner Einzelpunkt-Geber (15–30 ml)
Pantograph-Gelenke
Stromabnehmer-Mechanik
Fahrzeug AußenbetriebBewegung B — Mittel Mehrzweckfett NLGI 2, witterungsbeständig
Kompaktgeber am Gelenk
Kupplung & Puffer
Kupplungskopf, Pufferteller
Fahrzeug StoßlastNässe B — Mittel Haftfett NLGI 2, hochviskos
Geber mit Schlauch zum Schmierpunkt
Antriebsketten Bahnmaschinen
Ketten an Schienenbaukran & Co.
Werk NässeSchmutz B — Mittel Haftendes Kettenfett oder Kettenöl
Geber mit Schutzhaube, kurzes Intervall
Hub- & Revisionsanlage
Spindeln der Hebeböcke
Werk SchwerlastLangsamlauf C — Standard Spindel-/Gleitfett NLGI 1–2
Einzelpunkt-Geber 125 ml, Laufzeit bis 12 Mon.
Fahrtreppe Bahnhof
Stufenkette & Antrieb
Bahnhof DauerlaufStaub C — Standard Kettenfett NLGI 1–2, haftend
Automatische Kettenschmierung, kurzes Intervall
Aufzug Bahnhof
Führungen & Antriebslager
Bahnhof DauerlaufInnenbereich C — Standard Mehrzweckfett NLGI 2 für Führungen und Lager
Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Stellen

Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.

🧪

Fettauswahl nach Zone in der Bahntechnik

Drei Basistypen für Frost, Streusalz und die Stellen am Fahrzeug
Zone A — Frost & Streusalz

Haftfett Li/Ca NLGI 2

Für Weichen, Signale & Außenstellen
BasisMineralöl / synthetisch
VerdickerLithium-/Ca-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone B — Fahrzeug & Lager

Wälzlagerfett NLGI 2

Für Radsatzlager, Motoren & Getriebe
BasisMineralöl / PAO
VerdickerLithium-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +140 °C
Zone C — Schiene & Umwelt

Schienen- / Bio-Fett

Für Spurkranz, Schienenkopf & Kurven
BasisEster / biolog. abbaubar
VerdickerCalcium / haftend
NLGI1–2
Temperatur-30 °C bis +120 °C

Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und Gleitlager richtig versorgt, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.

Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.

🔍

Den richtigen Schmierstoffgeber finden

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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Temperatur an der Stelle im laufenden Betrieb — bei Außenstellen die tiefste Wintertemperatur.
Schritt 4 / 9 — Drehzahl
Wie hoch ist die Betriebsdrehzahl des Lagers?
Niedrige Drehzahlen brauchen hochviskose Fette; hohe Drehzahlen leichtflüssige synthetische Basen. Näherungswert genügt.
Schritt 4 / 7 — Umgebung
Wie ist die Umgebung an der Schmierstelle?
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
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Ihr passendes System wurde gefunden
Basierend auf Ihren 7 Angaben
Empfohlenes System
perma STAR VARIO
Elektromechanischer Einzelpunkt-Schmierstoffgeber
LUBIX EMPFEHLUNG
🧪
perma MULTI LC 150-2 (SF01)
Mehrzweckfett · Li/Ca · −30 bis +130 °C · NLGI 2
⚙️ Empfohlene Konfiguration
Angebot anfragen →

Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Anlagen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.

✉️
Anfrage erfolgreich übermittelt
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Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
🔧

Schmierstoffgeber direkt oder indirekt montieren?

Wann welche Montagevariante in der Bahntechnik sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
  • Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
  • Optimal bei gut zugänglichen Lagern und Gelenken
  • Für Pantograph, Kupplung und Hallenaggregate geeignet
  • Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Schema: Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel oder indirekt per Schlauch montiert – BahntechnikDIREKTINDIREKT ONE ONE Geber direkt am SchmiernippelStandardfall · gut zugänglichGeber abgesetzt, per Schlauchbei Vibration · z. B. am DrehgestellRichtwert · lubix.de
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage

Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen

Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Bahntechnik. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.

perma STAR VARIO

Elektromechanischer Einzelpunkt-Geber, temperatur- und druckunabhängig – der Allrounder für Lager und Antriebe.

Details →
1

perma STAR VARIO BLUETOOTH

Wie STAR VARIO, zusätzlich per Bluetooth-App überwach- und einstellbar.

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perma ULTRA

Hochdruck-Geber (bis 50 bar, Schlauch bis 20 m) für entfernte oder schwer erreichbare Schmierstellen.

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perma FLEX

Gasbetrieben, IP 68 und Ex-zertifiziert – robust für nasse, staubige und explosionsgefährdete Bereiche.

Details →
1

Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →

Häufige Fragen zur Schmierung in der Bahntechnik

Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
In der Bahntechnik bewähren sich autarke Einzelpunkt-Schmierstoffgeber, weil viele Schmierstellen weit verteilt im Gleis stehen und keinen Stromanschluss haben. Der Geber sitzt direkt am Schmiernippel oder wird per Schlauch zur Stelle geführt, etwa an Weiche, Signalanlage oder am Fahrzeug-Chassis. Wichtig sind ein transparentes Gehäuse zur Mengenkontrolle, eine frei einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und ein robustes Design, das Frost, Nässe und Streusalz standhält. Geberbaugrößen von 15 bis 250 ml decken vom kleinen Gelenk bis zur Antriebskette alles ab.
Eine Weiche hat mehrere Schmierstellen: die Gleitstühle, auf denen die Zungenschiene gleitet, den Weichenantrieb mit seiner Stellstange und den Verschluss. Mit automatischen Schmierstoffgebern wird jede dieser Stellen kontinuierlich mit einer kleinen, gleichbleibenden Fettmenge versorgt. Das verhindert, dass die Zunge bei Frost festklebt oder die Gleitstühle trockenlaufen. Eingesetzt wird ein wasser- und salzbeständiges Haftfett, das auch bei Minustemperaturen nicht hart wird. So bleibt die Weiche das ganze Jahr leichtgängig, ohne dass jemand bei jedem Wetter ins Gleis muss.
Für Weichen und Schienen im Außenbereich braucht es ein Fett, das bei Frost weich bleibt und vom Wasser kaum ausgewaschen wird. Empfohlen wird ein Mehrzweck- oder Haftfett der NLGI-Klasse 2 mit Lithium- oder Calciumsulfonat-Verdicker und einem Tieftemperatur-Grundöl, das bis etwa -30 °C einsatzfähig bleibt. Wichtig ist ein guter Schutz gegen Streusalz und Korrosion. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Anlagenherstellers.
Viele Bauteile im Bahnbetrieb sind sicherheitsrelevant: Eine Weiche, die bei Frost nicht umstellt, ein Signal, das klemmt, oder ein Radsatzlager, das heißläuft, können den Verkehr stoppen oder gefährden. Eine unzureichende Schmierung führt zu Verschleiß, Schwergängigkeit und im schlimmsten Fall zum Ausfall systemrelevanter Komponenten. Automatische Schmierstoffgeber liefern den Schmierstoff immer zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge, auch an schwer erreichbaren Stellen. So werden Schmierstellen nicht mehr vergessen und der Betrieb bleibt zuverlässig.
Das Quietschen entsteht durch Reibung zwischen Spurkranz und Schienenflanke in engen Kurven. Eine gezielte Schmierung von Schienenkopf oder Spurkranz reduziert diese Reibung und damit das Geräusch. Praktisch werden mehrere Schmierstoffgeber mit Halteschelle und Schlauch in der Kurve am Gleis montiert; sie tragen einen dünnen, gleichmäßigen Schmierfilm auf die Schienenflanke auf. Das senkt zugleich den Verschleiß von Rad und Schiene und verlängert deren Lebensdauer. Der Schmierstoff muss umweltverträglich und gut haftend sein, damit er auf der Schiene bleibt.
An einem Schienenfahrzeug gibt es zahlreiche Schmierstellen: die Radsatzlager im Drehgestell, die Antriebsmotoren und Getriebe, die Türantriebe und ihre Führungen, die Kupplung zwischen den Wagen, der Stromabnehmer (Pantograph) mit seinen Gelenken sowie diverse Spindeln und Kugelgelenke am Chassis. Viele dieser Stellen sind eng eingebaut und schwer erreichbar. Mit kompakten automatischen Schmierstoffgebern, die direkt am Bauteil oder über einen Schlauch montiert werden, lassen sie sich auch auf engstem Raum zuverlässig versorgen.
🔧 Kostenloses Tool für Instandhalter
Schmierstellen in der Bahntechnik digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Weichen, Schienen, Fahrzeuge, Bahnhofstechnik. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.