How-to & Vorlage7 Min. Lesezeit

Schmierplan erstellen: Anleitung & kostenlose PDF-Vorlage

Ein guter Schmierplan sorgt dafür, dass keine Schmierstelle vergessen wird – mit dem richtigen Fett, in der richtigen Menge, zur richtigen Zeit. So baust du ihn auf: Schritt für Schritt, mit einer Vorlage zum direkten Ausfüllen.

Schmierplan erstellen – In 5 Schritten zum Plan · LUBIX WissenLUBIX · WISSENSchmierplan erstellenIn 5 Schritten zum Plan
⚡ Kurz erklärt

Ein Schmierplan listet alle Schmierstellen einer Anlage mit Bauteil, Schmierstoff, Menge, Nachschmierintervall und Verantwortlichem auf. Zum Erstellen: alle Schmierstellen aufnehmen, je Stelle Fett, Menge und Intervall festlegen (die Herstellerangabe ist maßgeblich), Fälligkeiten terminieren und jede Durchführung dokumentieren. Eine fertige Vorlage als PDF gibt es gleich hier – oder du legst den Plan direkt digital im Schmierstellen-Manager an, der Fälligkeiten automatisch nachhält.

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Was ist ein Schmierplan?

Überblick statt Zettelwirtschaft

Ein Schmierplan ist die strukturierte Übersicht aller Schmierstellen einer Anlage: Er hält fest, was wann womit und in welcher Menge geschmiert wird – und wer dafür zuständig ist. Er sorgt dafür, dass keine Stelle vergessen wird, macht die Wartung nachvollziehbar (wichtig für Übergabe und Audit) und macht aus „Erfahrungswissen im Kopf" einen Plan, dem auch eine Urlaubsvertretung folgen kann.

Illustration: Schmierplan in fünf Schritten erstellenSchmierplan erstellenVon der Schmierstelle bis zur Kontrolle1Schmierstellen erfassenAlle Stellen mit Lagertyp und Lage2Fett & Menge festlegenJe Stelle das passende Fett3Intervalle bestimmenNach Drehzahl, Temperatur, Last4Verantwortliche & DokuWer schmiert wann, mit Nachweis5Prüfen & anpassenRegelmäßig aktualisierenRichtwert · lubix.de
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Was gehört in einen Schmierplan?

Diese Angaben braucht jede Schmierstelle
  • Schmierstelle / Bauteil – z. B. „Lager Antriebsseite", „Förderkette", „Linearführung".
  • Maschine / Anlage und Standort – damit die Stelle vor Ort eindeutig auffindbar ist.
  • Schmierstoff – Produkt und Typ inkl. NLGI-Klasse; siehe auch richtigen Schmierstoff auswählen.
  • Menge – pro Nachschmierung in Gramm (→ Nachschmiermenge berechnen).
  • Nachschmierintervall – wie oft nachgeschmiert wird (→ Nachschmierintervall berechnen).
  • Methode / Werkzeug – Handpresse, automatischer Schmierstoffgeber, Zentralanlage.
  • Kritikalität – wie schlimm ist ein Ausfall dieser Stelle (Priorisierung).
  • Verantwortlicher sowie letzte und nächste Schmierung.

Schmierplan erstellen – Schritt für Schritt

In fünf Schritten zum fertigen Plan
  1. Schmierstellen erfassen. Bei einem Rundgang alle Stellen aufnehmen: Wälz- und Gleitlager, Ketten, Führungen, Gelenke, Spindeln. Nichts auslassen – vergessene Stellen sind die häufigste Lücke.
  2. Schmierstoff & Menge festlegen. Je Stelle das passende Fett und die Menge bestimmen. Maßgeblich ist die Herstellerangabe von Lager und Schmierstoff.
  3. Intervall bestimmen. Wie oft nachgeschmiert wird, hängt von Drehzahl, Temperatur und Umgebung ab.
  4. Verantwortliche & Termine. Jede Stelle bekommt einen Zuständigen und eine Fälligkeit – so geht nichts unter.
  5. Durchführung dokumentieren. Jede Schmierung mit Datum festhalten und den Plan aktuell halten, wenn sich die Anlage ändert.
Hinweis: Mengen und Intervalle im Plan sind Orientierungswerte – die Vorgaben der Lager- und Schmierstoffhersteller haben Vorrang. Schmierstoffe herstellerneutral und auf Verträglichkeit prüfen.
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Kostenlose Schmierplan-Vorlage

Spalten zum Ausfüllen – kopieren oder ausdrucken

Diese Vorlage enthält alle wichtigen Spalten. Du kannst sie nach Excel oder Google Sheets kopieren oder die Seite direkt ausdrucken (Strg + P):

SchmierstelleMaschineSchmierstoffMengeIntervallZuletztNächste
Lager AntriebsseiteFörderband 1z. B. Lithium-EP, NLGI 28 g4 Wochen__.__.______.__.____
FörderketteFörderband 1Kettenöl / -fett__ g__ Wochen__.__.______.__.____
LinearführungCNC-FräseFührungsbahnfett__ g__ Monate__.__.______.__.____
       
       

Die Beispielzeilen dienen nur der Orientierung – Schmierstoff, Menge und Intervall richten sich nach deiner Anlage und den Herstellerangaben.

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Excel oder digital?

Ab wann sich ein Tool lohnt

Für eine Handvoll Schmierstellen reicht eine Excel-Vorlage gut. Sobald es viele Stellen sind oder mehrere Leute im Team schmieren, hat die Liste einen Haken: sie erinnert nicht. Fällige Termine muss man selbst nachhalten, und veraltete Listen liegen auf einem Rechner. Ein digitales Tool zeigt automatisch, was fällig oder überfällig ist, druckt QR-Etiketten für jede Stelle und exportiert den Wartungsplan als PDF.

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Häufige Fehler beim Schmierplan

Worauf du achten solltest
  • Vergessene Schmierstellen – die Stelle, die im Plan fehlt, wird nie geschmiert.
  • Falsche Menge – zu viel Fett schadet genauso wie zu wenig (→ Überfettung).
  • Kein Verantwortlicher – „macht schon jemand" ist kein Plan.
  • Veralteter Plan – nach Umbauten nicht nachgeführt.

Mehr dazu: die häufigsten Schmierfehler.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet
Pro Schmierstelle: Bauteil und Maschine, Schmierstoff (Typ und NLGI-Klasse), Menge, Nachschmierintervall, Methode/Werkzeug, Verantwortlicher sowie letzte und nächste Schmierung. Optional Kritikalität und Notizen.
Alle Schmierstellen erfassen, je Stelle Schmierstoff, Menge und Intervall festlegen (Herstellerangabe maßgeblich), Verantwortliche und Termine zuordnen und jede Durchführung dokumentieren. Eine fertige Vorlage hilft beim Start.
Ja – oben auf dieser Seite, mit allen wichtigen Spalten zum Kopieren nach Excel oder zum Ausdrucken. Alternativ legst du den Plan direkt digital im kostenlosen LUBIX Schmierstellen-Manager an.
Für wenige Schmierstellen reicht Excel. Bei vielen Stellen oder im Team gehen Fälligkeiten in einer Liste leicht unter. Eine Software zeigt automatisch, was fällig oder überfällig ist, und dokumentiert die Durchführung.
Immer wenn sich die Anlage ändert: neue Maschinen, geänderte Betriebsbedingungen, ein anderer Schmierstoff oder neue Erkenntnisse zum Intervall. Die durchgeführten Schmierungen werden laufend dokumentiert.