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Nachschmiermenge fürs Lager berechnen

Eine der häufigsten Fragen am Lager: Wie viel Fett denn nun? Zu wenig und zu viel schaden beide – eine einfache Faustformel grenzt die Menge brauchbar ein.

Nachschmiermenge – Die richtige Fettmenge fürs Lager berechnen · LUBIX WissenLUBIX · WISSENNachschmiermengeDie richtige Fettmenge fürs Lager berechnen
⚡ Kurz erklärt

Die gängige Faustformel für die Nachschmiermenge lautet Menge [g] ≈ 0,005 × D × B (D = Lager-Außendurchmesser, B = Lagerbreite, beide in mm). Sie liefert die Menge pro Nachschmiervorgang – also die Portion, die du bei jeder fälligen Nachschmierung zugibst. Wie oft das ist, ergibt sich getrennt aus dem Nachschmierintervall. Die Erstbefüllung folgt einer eigenen Regel; maßgeblich bleibt die Angabe des Lagerherstellers.

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Nachschmiermenge-Rechner

Richtwert je Nachschmiervorgang – Faustregel 0,005 × D × B
g
Menge je Nachschmiervorgang (Richtwert)

Faustregel/Richtwert – ersetzt nicht die Herstellerangabe. Das Ergebnis ist die Portion je Nachschmiervorgang (nicht pro Jahr). Die Erstbefüllung eines Lagers folgt einer eigenen Regel. Wie oft nachgeschmiert wird, klärt das Nachschmierintervall.

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So viel Fett pro Nachschmierung

Die Faustformel – Menge je Nachschmiervorgang

Für die laufende Nachschmierung hat sich eine einfache Faustformel etabliert:

Nachschmiermenge [g] ≈ 0,005 × D × B

Dabei ist D der Lager-Außendurchmesser und B die Lagerbreite, beide in Millimetern. Das Ergebnis ist die Fettmenge je Nachschmiervorgang in Gramm – nicht pro Jahr und nicht pro Stunde, sondern die Portion, die bei jeder fälligen Nachschmierung zugegeben wird.

Rechenbeispiel

Ein Lager mit 90 mm Außendurchmesser und 20 mm Breite ergibt: 0,005 × 90 × 20 = 9 Gramm pro Nachschmierung. Auf das Jahr gerechnet hängt die Gesamtmenge vom Intervall ab: Bei vier Nachschmierungen pro Jahr sind das rund 36 g, bei monatlicher Nachschmierung entsprechend mehr. Wie oft nachgeschmiert wird, klärt das Nachschmierintervall. Der berechnete Wert ist ein Richtwert – die Herstellerangabe hat Vorrang.

Illustration: Formel zur Berechnung der Nachschmiermenge fürs WälzlagerNachschmiermenge berechnenDie Faustformel für Wälzlagerm = 0,005 × D × Bm = Fettmenge in GrammD = Lager-Außendurchmesser in mmB = Lagerbreite in mmFaustformel für Wälzlager – Herstellerangaben sind maßgeblich.Richtwert · lubix.de
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Erstbefüllung und Nachschmierung

Lager voll, Gehäuse nur teilweise

Die Faustformel gilt für die Nachschmierung, nicht für die erste Befüllung. Beim Neubefüllen wird das Lager selbst vollständig mit Fett versehen, denn dort muss von Anfang an ein Schmierfilm sitzen. Der freie Raum im Lagergehäuse dagegen wird nur zu etwa einem Drittel bis maximal der Hälfte gefüllt. Ein randvolles Gehäuse führt beim Anlauf zu Walkarbeit und Temperaturanstieg – siehe Überfettung.

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Was die Menge beeinflusst

Größe, Bauart, Drehzahl, Abdichtung

Die Faustformel ist ein Startpunkt. Nach oben oder unten korrigieren mehrere Faktoren: größere und breitere Lager brauchen mehr, hohe Drehzahlen eher knappere Mengen (sonst Walkarbeit), die Lagerbauart und die Abdichtung spielen ebenfalls hinein. Deshalb hat die konkrete Angabe des Lagerherstellers immer Vorrang vor der Faustformel.

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Menge bei automatischer Schmierung

Klein und kontinuierlich statt selten und viel

Ein automatischer Schmierstoffgeber verteilt die nötige Menge auf viele kleine Gaben über Wochen oder Monate. Statt einer großen Portion alle paar Wochen kommt laufend wenig – das hält den Schmierfilm gleichmäßig und reduziert das Risiko der Über- wie Unterschmierung. Am Geber wird die Menge über die Spendezeit eingestellt; das passende Intervall steht unter Nachschmierintervall berechnen. Die Mengen je Schmierstelle dokumentierst du im Schmierstellen-Manager.

Herstellerangabe vor Faustformel. Die Formel grenzt die Größenordnung ein. Liegt eine konkrete Angabe des Lager- oder Maschinenherstellers vor, gilt diese – besonders bei Sonderlagern und hohen Drehzahlen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet
Als Faustformel: Menge in Gramm ≈ 0,005 × Außendurchmesser × Breite (beide in mm). Ein Lager mit 90 mm Außendurchmesser und 20 mm Breite braucht demnach rund 9 g pro Nachschmiervorgang. Wie oft das fällig ist, bestimmt das Nachschmierintervall. Die Herstellerangabe hat Vorrang.
Bei der Erstbefüllung wird das Lager vollständig und der freie Gehäuseraum nur zu etwa einem Drittel bis zur Hälfte gefüllt. Die Nachschmierung bringt regelmäßig eine deutlich kleinere Menge nach.
Weil zu viel Fett zu Walkarbeit, Temperaturanstieg und Schmierstoffzersetzung führt. Über- und Unterschmierung schaden beide.
Sie ist eine Orientierung für gängige Wälzlager. Bei Sonderbauformen, sehr hohen Drehzahlen oder besonderen Abdichtungen gibt die Herstellerangabe den Ausschlag.