Sauber schmieren ohne Ölflecken aufs Papier: Schmierstoffgeber für die Druckmaschine
Druckmaschinen laufen schnell, präzise und oft rund um die Uhr — und dürfen keinen Tropfen Öl aufs Papier verlieren. Automatische Schmierstoffgeber versorgen jedes Lager mit genau dosierten Fettmengen: sauber, gleichmäßig und auch dort, wo im laufenden Betrieb niemand mehr von Hand schmieren kann.
In der Druckerei zählt vor allem eines: sauber schmieren, ohne dass Öl aufs Papier gerät. Die wichtigsten Schmierstellen sitzen an den Druck- und Gummizylindern, im Falzapparat, am Rollenwechsler und an den Förder- und Auslageketten — viele davon laufen schnell, präzise und im Dauerbetrieb. Einzelpunkt-Schmierstoffgeber geben kleine, genau dosierte Mengen ab, sodass kein Fett austritt; mehrere Lager an einem Aggregat bündelt man in einem Mehrpunktsystem. Für die schnell laufenden Zylinderlager eignet sich ein leichtflüssiges Wälzlagerfett (NLGI 2), für die Förder- und Auslageketten ein haftendes Kettenöl und am Trockner ein temperaturbeständiges Fett.
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Herausforderungen in der Druckerei
Was Lager und Antriebe in Druckmaschinen täglich beansprucht
Kritisch
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Kein Öl aufs Papier
Schon ein kleiner Fettaustritt am Lager kann eine ganze Auflage ruinieren. Zu viel Fett oder ein Fett, das Öl absetzt, ist hier ein echtes Qualitätsrisiko.
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Hohe Drehzahl & Präzision
Druck- und Gummizylinder drehen schnell und müssen genau im Register laufen. Ein trockenes oder überfettetes Lager bringt sofort Vibration und Passerfehler.
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Papierstaub & Puder
Beim Schneiden, Falzen und am Bestäubungsapparat entsteht feiner Staub. Er setzt sich an den Dichtungen ab und dringt ins Lager ein, wo er wie Schmirgel wirkt.
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Hitze am Trockner
Im Heatset-Rollenoffset trocknet die Farbe in einem heißen Trockner. Lager in diesem Bereich werden warm — Standardfett altert dort schneller.
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Enge, schwer erreichbare Lager
Gerade im Falzapparat sitzen viele kleine Lager dicht beieinander. Im laufenden Betrieb sind sie kaum zu erreichen und werden beim Schmieren leicht vergessen.
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Dauerbetrieb ohne Stillstand
Viele Druckereien fahren im Schichtbetrieb durch. Ein ungeplanter Lagerschaden mit Maschinenstopp kostet nicht nur Zeit, sondern oft eine ganze Auflage.
In der Druckerei entscheidet selten die Hitze über den Lagerausfall, sondern die richtige Fettmenge. Beim Schmieren von Hand wird ein Lager schnell überfüllt — und überschüssiges Fett landet auf der Bahn. Automatische Schmierstoffgeber geben dagegen winzige Mengen laufend ab. So bleibt das Lager sauber versorgt und auf dem Papier zeigt sich kein Fleck.
Praxiserkenntnisse aus der Instandhaltung von Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen
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Schmierstellen nach Prozessbereich in der Druckmaschine
Wälzlagerfett NLGI 2, Mehrzweck Einzelpunkt-Geber, Laufzeit bis 12 Monate
Antriebsmotoren-Lager Lager der Haupt- und Hilfsantriebe
Gesamte Maschine
DrehzahlDauerlauf
C — Standard
Motorenlager-Fett NLGI 2–3, Polyharnstoff Herstellervorgabe für Menge und Intervall beachten
Stapel- & Palettierer-Lager Lager der Auslage und Stapelung
Weiterverarbeitung
StandardStaub
C — Standard
EP-Universalfett NLGI 2 Einzelpunkt-Geber an schwer erreichbaren Lagern
Die Angaben in dieser Matrix sind unverbindliche Orientierungswerte. Maßgeblich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers; Fettangaben herstellerneutral prüfen. Keine Haftung.
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Fettauswahl nach Zone in der Druckmaschine
Drei Basistypen für die spezifischen Anforderungen in Druckereien
Zone A — Schnelllauf & sauber
Wälzlagerfett NLGI 2
Für Druck-, Gummi- und Plattenzylinder
BasisSynthetisch (PAO/Ester)
VerdickerPolyharnstoff / Li-Komplex
NLGI2
Temperatur-30 °C bis +120 °C
Zone B — Wärme am Trockner
Hochtemperatur NLGI 2
Für Trockner- & Kühlwalzenlager
BasisSynthetisch
VerdickerPolyharnstoff (Urea)
NLGI2
Temperatur-20 °C bis +160 °C
Zone C — Staub & Ketten
EP-Fett & Kettenöl
Für Falzapparat, Schneider & Ketten
BasisMineralöl / synthetisch
VerdickerLi-/Ca-Komplex (Fett)
NLGI2 (Fett) / Kettenöl
Temperatur-20 °C bis +130 °C
⚠️ Saubere Dosierung und Fettverträglichkeit beachten
In der Druckerei ist die richtige Fettmenge wichtiger als die Hitze: Zu viel Fett tritt am Lager aus und kann aufs Papier gelangen. Lieber kleine Mengen häufig nachgeben, als das Lager überfüllen. Bei einem Fettwechsel zusätzlich die Verträglichkeit prüfen — Mischungen aus Polyharnstoff und Komplexseifen können die Struktur zerstören. Im Zweifel das Lager vor dem Wechsel reinigen.
Alle genannten Schmierstoffe sowie passende PERMA-Füllungen sind in der LUBIX Database hinterlegt — mit Kreuzreferenzen, NLGI-Klassen und Verträglichkeitstabellen. Wie man Wälzlager richtig schmiert und wie die automatische Kettenschmierung funktioniert, zeigen die zugehörigen Anwendungsseiten.
Diese Fettempfehlungen sind unverbindliche Orientierungshilfen und herstellerneutral zu prüfen. Eignung und Verträglichkeit vor dem Einsatz mit dem Hersteller abklären. Keine Haftung.
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Präzise Empfehlung in wenigen Fragen
Frage 1 von 7
Schritt 1 / 7 — Umfang
Wie viele Schmierstellen möchten Sie automatisieren?
Zählen Sie Lager, Ketten, Führungen — alle Stellen die Sie bisher von Hand nachschmieren.
Schritt 2 / 7 — Anwendung
Was soll hauptsächlich geschmiert werden?
Wählen Sie den häufigsten Lager- oder Maschinentyp in Ihrer Anlage.
Schritt 3 / 7 — Temperatur
Welche Betriebstemperatur herrscht an der Schmierstelle?
Gemeint ist die Lagertemperatur im laufenden Betrieb — nicht die Umgebungsluft.
Die kritischste Umgebungsbedingung entscheidet über Schutzbedarf und Fetttyp.
Schritt 5 / 9 — Belastung
Wie ist die mechanische Belastung an der Schmierstelle?
Stoß- und Schwingungsbelastung erfordert MoS₂-haltige oder Hochlastfette — unabhängig von Temperatur und Umgebung.
Schritt 5 / 7 — Intervall
Wie lange soll ein Schmierstoffgeber halten?
Kürzere Intervalle = mehr Kontrolle. Längere Intervalle = weniger Wartungsaufwand.
Schritt 6 / 7 — Antrieb
Was steht an der Schmierstelle zur Verfügung?
Entscheidend für die Wahl zwischen elektromechanischem, gas- oder federbetriebenen Systemen.
Schritt 7 / 7 — Sonderanforderungen
Gibt es besondere Anforderungen?
Falls nichts zutrifft, wählen Sie „Keine besonderen Anforderungen".
⚠️ Individuelle Beratung empfohlen
Ihre Anforderungen sind komplex — das ist gut so. Für diese Kombination empfehlen wir eine persönliche Auslegung. Ihre bisherigen Angaben werden direkt mitübermittelt.
📋 Ihre bisherigen Angaben
Mit dem Absenden stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
Diese Empfehlung ist eine unverbindliche Orientierungshilfe auf Basis Ihrer Angaben und ersetzt keine fachliche Auslegung. Die tatsächlich geeignete Schmierlösung hängt von den konkreten Betriebsbedingungen Ihrer Anlage ab; verbindlich sind die Vorgaben des Maschinen- und Schmierstoffherstellers. Produkt- und Fettangaben dienen der Orientierung und sind herstellerneutral zu prüfen — eine Haftung für Eignung, Vollständigkeit oder daraus resultierende Schäden wird nicht übernommen.
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Anfrage erfolgreich übermittelt
Vielen Dank! Wir haben Ihre Angaben erhalten und melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer individuellen Empfehlung.
Tipp: Mit dem LUBIX Schmierstellen-Manager können Sie Ihre Schmierstellen schon jetzt digital erfassen.
Wann welche Montagevariante an der Druckmaschine sinnvoll ist
Variante 1
Direkte Montage
Schmierstoffgeber direkt am Schmiernippel
Schnelle und einfache Installation ohne Hilfsmittel
Optimal bei gut zugänglichen Lagern abseits der Bahn
Für Antriebe, Auslage und Hilfsaggregate geeignet
Keine Schlauchverluste, direkter Druckaufbau
Empfohlen für Druckmaschinen
Indirekte Montage
Schmierstoffgeber abgesetzt via Schlauch
Geber sitzt abseits von Papierbahn und Druckbild
Ideal für enge Falzapparate und Zylinderlager (Schlauch bis 5 m)
Hält Fett sauber von der Bahn fern, kein Tropfen aufs Papier
Geber bleibt im Betrieb zugänglich und gut wartbar
Mehrere Lager bündelbar über ein Mehrpunktsystem
⚡ Geber sauber von der Bahn fernhalten
An der Druckmaschine zählt jeder Millimeter Abstand zur Papierbahn. Schmierstoffgeber gehören an eine Stelle, von der kein Fett auf die Bahn gelangen kann — verbunden über eine kurze Leitung direkt ins Lager. So bleibt das Druckbild sauber und der Geber lässt sich auch im Betrieb gefahrlos prüfen.
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Passende Schmierstoffgeber — auf Anfrage
Geräte und Menge wählen, gebündelt anfragen
Diese perma-Schmierstoffgeber passen typischerweise zu Schmierstellen im Bereich Druckmaschine. Menge wählen, auf die Anfrageliste setzen und gebündelt anfragen – Preise und Auslegung erhalten Sie auf Anfrage.
perma ECOSY
Mehrpunkt-Ölsystem mit 7-Liter-Tank für bis zu 6 Schmierstellen (z. B. Ketten, Fahrtreppen).
Eigenfett-Befüllung (auf Anfrage): Grundsätzlich ist es möglich, die Schmierstoffgeber auf ausdrückliche Anfrage mit einem von Ihnen bereitgestellten, freigegebenen Fett zu befüllen. Diese Befüllung wird als separate Dienstleistung angeboten und ist im Einzelfall gesondert anzufragen und abzustimmen. Mehr dazu →
❓
Häufige Fragen zur Schmierung von Druckmaschinen
Fragen aus der Praxis und der Instandhaltung
An der Druckmaschine bewähren sich kompakte Einzelpunkt-Schmierstoffgeber, die kleine, genaue Fettmengen abgeben. So bleibt das Lager sauber und es tritt kein überschüssiges Fett aus, das aufs Papier tropfen könnte. Für viele Lager an einem Aggregat, etwa an Druck- und Gummizylindern, lohnt sich ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter. Wichtig sind eine fein einstellbare Laufzeit von 1 bis 12 Monaten und ein schlankes Gehäuse, das auch zwischen eng stehenden Bauteilen Platz findet.
Druck- und Gummizylinder drehen schnell und präzise und werden nur mäßig warm. Geeignet ist ein leichtflüssiges Wälzlagerfett der NLGI-Klasse 2 mit synthetischem Grundöl, das auch bei hoher Drehzahl tragfähig bleibt und kein Öl absetzt. Maßgeblich bleiben die Vorgaben des Maschinen- und Lagerherstellers.
Ölflecken entstehen meist durch zu viel Fett oder durch Fett, das bei hoher Drehzahl Öl absetzt. Automatische Schmierstoffgeber geben kleine, genau dosierte Mengen ab, statt das Lager beim Abschmieren von Hand zu überfüllen. Ein hochwertiges Lagerfett mit guter Ölbindung bleibt an Ort und Stelle. Zusätzlich hilft die indirekte Montage, bei der der Geber abseits der Bahn sitzt und das Fett über eine kurze Leitung sauber ins Lager gelangt.
Die häufigsten Ursachen sind hohe Drehzahl im Dauerbetrieb, feiner Papierstaub und vergessenes oder falsch dosiertes Nachschmieren. Papierstaub setzt sich an den Dichtungen ab und dringt ins Lager ein, wo er wie feiner Schmirgel wirkt. Läuft das Lager zugleich trocken, steigt die Temperatur und der Schmierfilm reißt ab. Automatische Schmierstoffgeber liefern laufend kleine Fettmengen und drücken so frisches Fett nach, das den Staub aus dem Lager schiebt.
Eine Rollenoffset-Maschine hat Lager am Rollenwechsler und Abroller, an Plattenzylinder, Gummizylinder und Gegendruckzylinder, am Trockner, am Kühlwalzenständer sowie im Falzapparat. Dazu kommen Förder- und Auslageketten in der Weiterverarbeitung. Die Zylinderlager laufen schnell und präzise, der Falzapparat hat viele kleine, schwer erreichbare Lager, und der Trockner stellt höhere Anforderungen an die Temperaturbeständigkeit des Fettes.
Ja. Eine Druckmaschine hat viele Lager auf engem Raum, von denen einige im laufenden Betrieb kaum erreichbar sind. Ein Mehrpunktsystem mit zentralem Behälter versorgt sie gemeinsam und erspart das Abschmieren von Hand mitten in der Produktion. Da eine Druckerei oft rund um die Uhr läuft, wiegt schon ein vermiedener Lagerschaden mit ungeplantem Stillstand die Investition meist auf.
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Schmierstellen in der Druckerei digital erfassen & tracken
Alle Schmierstellen strukturiert hinterlegen — Zylinderlager, Falzapparat, Förderketten. Fälligkeiten tracken, QR-Etiketten drucken, PDF-Export für die Wartungsdokumentation.