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Schmierstoffgeber einstellen: Spendezeit richtig berechnen

Ein automatischer Schmierstoffgeber ist nur so gut wie seine Einstellung. Zwei Größen entscheiden – Behältergröße und Spendezeit – und beide lassen sich aus dem Fettbedarf der Schmierstelle berechnen.

Schmierstoffgeber einstellen – Spendezeit berechnen · LUBIX WissenLUBIX · WISSENGeber einstellenSpendezeit richtig berechnen
⚡ Kurz erklärt

Ein automatischer Schmierstoffgeber wird über zwei Größen eingestellt: die Behältergröße (z. B. 60–500 cm³) und die Spendezeit (meist 1–12 Monate). Die richtige Spendezeit ergibt sich aus dem Fettbedarf der Schmierstelle: Spendezeit = Behältervolumen ÷ Fettbedarf pro Monat. Den Monatsbedarf liefert die Nachschmiermenge geteilt durch das Intervall. Zu kurz eingestellt bedeutet Überschmierung, zu lang Mangelschmierung – beides schadet dem Lager.

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Spendezeit-Rechner

Aus Behältergröße und Fettbedarf zur richtigen Spendezeit
Einzustellende Spendezeit (Richtwert)

Faustregel-Rechner: Spendezeit = Behältervolumen ÷ Fettbedarf pro Monat. Den Fettbedarf liefert die Nachschmiermenge geteilt durch das Nachschmierintervall. Maßgeblich bleiben die Herstellervorgaben von Geber und Lager.

Außerhalb von 1–12 Monaten? Liegt die berechnete Spendezeit darüber, ist der Behälter für den geringen Bedarf zu groß – kleinere Größe wählen oder auf max. 12 Monate begrenzen (Fett altert). Liegt sie darunter, reicht der Behälter nicht – größere Größe, Direktanschluss oder ein Mehrpunktsystem prüfen.
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Die zwei Stellgrößen

Behältergröße und Spendezeit

Jeder automatische Schmierstoffgeber wird über zwei Größen festgelegt:

  • Behältergröße – wie viel Fett oder Öl das Gerät enthält, typisch 60, 120, 250 oder 500 cm³. Sie bestimmt, wie lange der Geber überhaupt durchhält.
  • Spendezeit – über welchen Zeitraum der Geber den Inhalt abgibt, meist stufenlos oder gestuft von 1 bis 12 Monaten. Sie bestimmt die tägliche Abgabemenge.

Beide hängen zusammen: Die Spendezeit ist nichts anderes als das Behältervolumen geteilt durch den Fettbedarf der Schmierstelle pro Monat. Kennst du den Bedarf, kennst du die richtige Einstellung – der Rechner oben nimmt dir die Division ab.

Illustration: Spendezeit = Behältervolumen geteilt durch Fettbedarf pro MonatSpendezeit berechnenBehältergröße und Fettbedarf bestimmen die EinstellungSpendezeit = Volumen ÷ Bedarf/MonatSpendezeit = Einstellung am Geber (1–12 Monate)Volumen = Behältergröße (60–500 cm³)Bedarf/Monat = Nachschmiermenge ÷ IntervallZu kurz eingestellt → ÜberschmierungZu lang eingestellt → MangelschmierungRichtwert · lubix.de
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Schritt für Schritt einstellen

Von der Schmierstelle bis zur Kontrolle
  • Fettbedarf bestimmen – über die Nachschmiermenge (Faustformel 0,005 × D × B) und das Nachschmierintervall, oder aus belastbaren Erfahrungswerten.
  • Behältergröße wählen – passend zu Bedarf und gewünschter Standzeit: großer Behälter = selteneres Wechseln, kleiner Behälter = kompakter und günstiger pro Wechsel.
  • Spendezeit berechnen & einstellen – Behältervolumen geteilt durch den Monatsbedarf, das Ergebnis am Geber einstellen (Drehrad, Taster oder Display).
  • Anlaufzeit beachten – manche Geber brauchen eine Anlaufzeit bis zur vollen Abgabe. Eine trockene Schmierstelle vorab von Hand anfetten, damit sie nicht trocken läuft.
  • Prüfen & dokumentieren – erste Abgabe und Füllstand kontrollieren, Einstellung und Fett je Schmierstelle im Schmierstellen-Manager hinterlegen.
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Zu kurz oder zu lang eingestellt

Warum die Spendezeit über die Lagerlebensdauer entscheidet

Die Spendezeit ist kein Komfort-Detail, sondern bestimmt direkt die Schmiermenge pro Zeit:

  • Zu kurz eingestellt – der Geber drückt zu viel Fett nach. Das Lager läuft heiß, überschüssiges Fett wird verdrängt, Dichtungen leiden. Das ist klassische Überfettung.
  • Zu lang eingestellt – es kommt zu wenig Fett an. Der Schmierfilm reißt, Mischreibung und Verschleiß nehmen zu, bis hin zum Trockenlauf – eine der häufigsten Ursachen für Lagerausfall.

Beide Fehler kosten Lagerlebensdauer. Die richtige Einstellung liegt genau dazwischen – und genau die liefert der Rechner oben.

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Temperatur und Antriebsart beachten

Wie stabil die eingestellte Menge bleibt

Die eingestellte Spendezeit gilt bei der Referenztemperatur des Herstellers. Wie konstant die Abgabe darüber hinaus bleibt, hängt von der Antriebsart ab:

  • Chemische / gasbetriebene Geber geben temperaturabhängig ab – bei Kälte weniger, bei Hitze mehr. Bei stark schwankender Temperatur die Spendezeit anpassen oder einen temperaturunabhängigen Geber wählen.
  • Elektromechanische Geber dosieren temperaturunabhängig – die eingestellte Menge bleibt über den Temperaturbereich stabil.

Sitzt der Geber wegen Hitze oder enger Einbaulage abgesetzt mit Schlauch, beeinflussen Leitungslänge und Gegendruck die Abgabe – worauf dabei zu achten ist, steht unter Schmierstoffgeber montieren.

Herstellervorgaben haben Vorrang. Der Rechner liefert einen Richtwert. Maßgeblich bleiben die Angaben von Geber- und Lagerhersteller – besonders bei chemischen Gebern, deren Abgabe von der Temperatur abhängt. Jede Einstellung je Schmierstelle im Schmierstellen-Manager dokumentieren.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet
Die Spendezeit (meist 1 bis 12 Monate) wird am Geber per Drehrad, Taster oder Display eingestellt. Sie ergibt sich aus dem Behältervolumen geteilt durch den Fettbedarf pro Monat. Elektromechanische Geber geben dann temperaturunabhängig ab, chemische Geber temperaturabhängig.
Spendezeit in Monaten = Behältervolumen in cm³ geteilt durch den Fettbedarf pro Monat in cm³. Den Monatsbedarf liefert die Nachschmiermenge geteilt durch das Nachschmierintervall. Liegt das Ergebnis außerhalb von 1 bis 12 Monaten, eine andere Behältergröße wählen.
Zu kurz eingestellt führt zu Überschmierung: das Lager läuft heiß und das Fett wird verdrängt. Zu lang eingestellt führt zu Mangelschmierung bis zum Trockenlauf. Beides verkürzt die Lagerlebensdauer.
Bei chemisch beziehungsweise gasbetriebenen Gebern ja: bei Kälte geben sie weniger, bei Hitze mehr ab. Elektromechanische Geber dosieren temperaturunabhängig. Die eingestellte Spendezeit gilt bei der vom Hersteller genannten Referenztemperatur.